Judenhass

Frau und Mann attackiert, weil sie Hebräisch sprachen

Foto: picture alliance / imageBROKER

In der Nacht zu Samstag wurden in Berlin-Neukölln eine Frau und ein Mann von einem Mann angegriffen, weil sie Hebräisch sprachen, wie die Polizei mitteilt.

Die 27-Jährige und der 24-Jährige unterhielten sich gegen 0.15 Uhr in einem Fastfood-Restaurant am Hermannplatz, als sie vom Nebentisch von einem Arabisch sprechenden Mann bepöbelt wurden. Der Mann und die Frau sollen ihn aufgefordert haben, das zu unterlassen. Daraufhin warf der Pöbler ein alkoholisches Getränk in die Richtung der Frau und attackierte sie dann mit einem Stuhl. Die Frau konnte den Angriff mit ihren Armen abwehren. Als sich ihr Begleiter vor sie stellte, soll ihm der Mann mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Danach floh der Angreifer mit seinem ebenfalls Arabisch sprechenden Begleiter in Richtung Sonnenallee.

Die Frau klagte nach dem Angriff über Schmerzen an ihren Armen, der Mann über Schmerzen im Gesicht, wollten sich aber nicht ärztlich behandeln lassen. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt hat die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung übernommen. ja

Prag

Tschechisches Außenministerium bestellt nach Drohungen iranischen Botschafter ein

Irans Militär nennt persischsprachige Exilmedien als mögliche Angriffsziele. Wie der EU- und Nato-Mitgliedstaat Tschechien auf die neue Bedrohungslage reagiert

 27.08.2026

Sachsen-Anhalt

Mehrere Siegmund-Vertraute haben Nazi-Vergangenheit und damit kein Problem

Nach Berichten von »Welt« und »Spiegel« waren mehrere enge Vertraute von AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund in der 2009 verbotenen Neonazi-Organisation »Heimattreuer Deutsche Jugend« (HDJ) aktiv. Nach der Wahl könnten sie Minister werden

 27.08.2026

»Artgemeinschaft«

Durchsuchungen bei Unterstützern von rechtsextremem Verein

Bei den Razzien in fünf Bundesländern wurden auch Wohnungen von zwei AfD-Kandidaten zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt durchsucht

 27.08.2026

Schweiz

Gewalt-Demo gegen Israel in Basel verboten

Die Polizei hält die geplante Anti-Israel-Demo, bei der die Organisatoren »Tod dem Zionismus« wünschen, für nicht bewilligungsfähig

von Nicole Dreyfus  27.08.2026

Magdeburg

AfD legt weiter zu

In einer neuen Wahlumfrage von Infratest dimap steht die Rechtsaußenpartei in Sachsen-Anhalt bei 42 Prozent

 27.08.2026

Kommentar

Die verlorene Mitte

Beim Betrachten des Wahlkampfs zu den Landtagswahlen im Herbst muss man feststellen: Judenhass ist in Deutschland längst kein Ausschlusskriterium mehr für die Parteien der sogenannten politischen Mitte

von Benjamin Graumann  27.08.2026

Nahost

Sechs Monate Iran-Krieg: Eskalation oder Frieden?

Bombardierungen, Sanktionen, Verhandlungen: Ein halbes Jahr nach Kriegsbeginn zeichnet sich zwischen den USA und dem Iran kein Frieden ab. Wo der Konflikt heute steht - und wie es weitergehen könnte

von Arne Bänsch, Jan Christoph Freybott  27.08.2026

Gesetzesinitiative

Bundesregierung distanziert sich von Hessens Vorstoß, Israel-Leugnung unter Strafe zu stellen

Gut gemeint, aber nicht gut gemacht - so blickt die Bundesregierung auf einen Bundesratsvorschlag zur Strafbarkeit der Leugnung des Existenzrechts Israels. Aus Hessen kommt Widerspruch

 27.08.2026

Nahost

Weiterer Tanker in der Straße von Hormus angegriffen

Der Iran blockiert den Schiffsverkehr durch die für den globalen Ölhandel wichtige Meerenge immer noch weitestgehend. Erneut wird ein Tanker zum Ziel eines Angriffs

 27.08.2026