Jerusalem

Machado wirbt für Neustart der Beziehungen zwischen Venezuela und Israel

Die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado Foto: picture alliance / REUTERS

Israels Außenminister Gideon Sa’ar hat sich in Jerusalem mit der venezolanischen Oppositionsführerin und Nobelpreisträgerin María Corina Machado getroffen. Das Gespräch stand ganz im Zeichen eines möglichen politischen Neuanfangs in Venezuela und einer Wiederannäherung zwischen Caracas und Jerusalem nach jahrelanger Eiszeit. Mehrere israelische Medien berichteten.

Sa’ar würdigte Machado als eine mutige Persönlichkeit, deren politischer Kampf weit über Venezuela hinaus Wirkung entfalte. Thema des Treffens seien sowohl die innenpolitische Entwicklung in dem südamerikanischen Land als auch die jüngsten internationalen Veränderungen gewesen. Dabei habe man auch die Lage nach der von US-Präsident Donald Trump angeführten Operation »Absolute Resolve« erörtert. Sa’ar äußerte die Hoffnung, dass die Venezolaner nach Jahren der Unterdrückung bald wieder frei über ihre politische Führung entscheiden könnten.

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Machado zeigte sich ihrerseits dankbar für den Austausch mit dem israelischen Außenminister. In einer Erklärung sprach sie von einem intensiven Gespräch über Chancen und Herausforderungen eines Prozesses, der Venezuela bereits jetzt in Richtung Demokratie bewege. Ihr Land wolle künftig ein verlässlicher Partner für die Demokratien der Welt sein und neue Möglichkeiten für Investitionen und Zusammenarbeit eröffnen.

Zugleich verband Machado den demokratischen Neuanfang mit einer klaren außenpolitischen Perspektive. Venezuelas Rückkehr in die Gemeinschaft demokratischer Staaten werde es ermöglichen, internationale Allianzen gegen jene zu schmieden, die Freiheit und Sicherheit bedrohten, erklärte sie.

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Dem Treffen kommt auch symbolische Bedeutung für die bilateralen Beziehungen zu. Venezuela hatte 2009 nach der israelischen Militäroperation »Gegossenes Blei« die diplomatischen Beziehungen zu Israel abgebrochen. Kurz darauf erkannte die damalige Regierung unter Hugo Chávez Palästina als Staat an. Machado kündigte nun an, an frühere Verbindungen anknüpfen zu wollen. »Israel und Venezuela haben historisch sehr enge Beziehungen gepflegt, die wir in dieser neuen Ära der Demokratie und Freiheit wiederbeleben und stärken werden«, sagte sie.

Der Zeitpunkt des Treffens fällt in eine Phase vorsichtiger Annäherung zwischen Washington und Caracas. Erstmals seit dem Abbruch der Beziehungen im Jahr 2019 kommt es wieder zu Kontakten zwischen US-Vertretern und der venezolanischen Übergangsführung. Machado, die seit Jahren zu den prominentesten Gegnerinnen des Maduro-Systems zählt, ruft derweil verstärkt zu öffentlichem Protest auf. In sozialen Netzwerken erklärte sie zuletzt, das Land habe sich entschieden, frei zu sein. im

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