Lübcke-Mord

Verteidiger von Stephan E. legen Revision ein

Kassels ehemaliger Regierungspräsident Walter Lübcke (CDU) wurde von einem Rechtsextremisten ermordet. Foto: dpa

Lübcke-Mord

Verteidiger von Stephan E. legen Revision ein

Auch die Anwälte des zweiten Angeklagten Markus H. haben die Revision beantragt

 03.02.2021 08:57 Uhr

Nach dem Urteil im Prozess um den Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke will die Verteidigung in die Revision gehen. Die Anwaltskanzlei des wegen Mordes zu lebenslänglicher Haft verurteilten Stephan E. beantrage die Revision beim Bundesgerichtshof, sagte der Strafverteidiger Mustafa Kaplan dem Evangelischen Pressedienst (epd).

FRIST Die Verteidigung wolle die Frist der Beantragung wahren und nach Zustellung des schriftlichen Urteils dieses prüfen. Die Chancen in einer Revision seien aufseiten der Verteidigung besser als aufseiten der Anklage, mutmaßte Kaplan. Er hatte für seinen Mandanten auf Totschlag plädiert.

Auch die Anwälte des zweiten Angeklagten Markus H. haben die Revision beantragt. Sie wollten das schriftliche Urteil prüfen, ob es Anhaltspunkte für einen Erfolg biete, sagte Strafverteidiger Björn Clemens dem epd. Das Oberlandesgericht Frankfurt hatte Markus H. wegen des illegalen Besitzes einer vollautomatischen Schusswaffe zu einem Jahr und sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

Die Bundesanwaltschaft hatte bereits unmittelbar nach Verkündung des Urteils am vergangenen Donnerstag angekündigt, in die Revision zu gehen. epd

Dresden

Jüdisches Leben: Gefühl von Unsicherheit im Alltag

In Sachsen gestalten Jüdinnen und Juden das kulturelle und gesellschaftliche Leben entscheidend mit. Dennoch bleibt Antisemitismus ein präsentes Problem

 23.06.2026

Meinung

Keine Geschäfte mit »Judensternen«

Schoa-Überlebende waren entsetzt, als ein Auktionshaus persönliche Gegenstände von NS-Opfern versteigern wollte. Der Bundesrat hat nun ein Gesetz auf den Weg gebracht, um das zu verbieten. Gut so!

von Christoph Heubner  23.06.2026

München

Bayern will keine antisemitischen Straftäter an Hochschulen dulden

Antisemitische Straftaten haben bundesweit stark zugenommen. Für rechtskräftig verurteilte Hochschulangehörige plant die Regierung in Bayern zusätzliche Sanktionen. Die Grünen sorgen sich um die Meinungsfreiheit

von Christoph Renzikowski  23.06.2026

Linken-Parteitag

Sie nennen es jetzt einen Genozid

In Potsdam verschärfte Die Linke ihre Position zu Israel, betonte in ihren Beschlüssen aber auch den Schutz jüdischen Lebens. Kritiker werfen der Partei vor, nur Lippenbekenntnisse abzugeben

von Michael Thaidigsmann  23.06.2026

Jubiläum

Fünf Jahre jüdische Seelsorge der Bundeswehr: Militärrabbiner Zsolt Balla zieht Bilanz

Seit dem Start der jüdischen Militärseelsorge vor fünf Jahren wächst ihre Bedeutung in der Truppe. Sieben Militärrabbiner tun inzwischen Dienst. Ein Fazit - mit Blick auf Zeitenwende und deutsche Geschichte

von Karin Wollschläger  23.06.2026

Genf

Iran widerspricht Vance: Keine Einigung zu Atom-Inspektoren

Ein iranischer Botschafter stellt klar: Es gibt noch kein grünes Licht für die IAEA. Auch in Hinblick auf die Verwendung von eingefrorenen iranischen Vermögenswerten äußert er sich anders als der US-Vizepräsident

 23.06.2026

New York

Mamdani nennt pro-israelische Lobbygruppe »Monster«

New Yorks Bürgermeister verteidigt seine Wortwahl. Der demokratische Abgeordnete Josh Gottheimer wirft ihm vor, Judenhass salonfähig zu machen

 23.06.2026

Washington D.C.

Rubio spricht mit Golfstaaten über Iran-Abkommen

Der US-Außenminister hat sich bislang nur zurückhaltend zu Trumps Iran-Deal geäußert. Steht er wirklich dahinter?

 23.06.2026

Luzern/Teheran

Vance: Iran will IAEA-Inspektoren zulassen – Zeitplan offen

Es kommt Bewegung in die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. Der amerikanische Vizepräsident sagt, wie amerikanische Bauern profitieren sollen

 23.06.2026