Simon Wiesenthal Center

Liste an Ministerien übermittelt

Efraim Zuroff Foto: Marco Limberg

Das Simon Wiesenthal Center hat dem Bundesjustizministerium und dem Bundesinnenministerium am Mittwoch eine Namensliste zukommen lassen, auf der 76 Männer und vier Frauen stehen, die bei den sogenannten Einsatzgruppen tätig waren, die während des Holocausts über eine Million sowjetische Juden erschossen haben sollen.

Prozess Efraim Zuroff sagte in einem Statement: »Die Personen auf der Liste wurden alle zwischen 1920 und 1924 geboren, und es ist anzunehmen, dass sie noch am Leben und gesund genug sind, um angeklagt zu werden.«

Die Liste sei in der Hoffnung übergeben worden, die deutschen Behörden zu ermutigen, diese Mörder vor Gericht zu bringen, und um die Unterstützung des Simon-Wiesenthal-Zentrums anzubieten.

Beide Ministerien bestätigten der Jüdischen Allgemeinen den Eingang des Schreibens. Eine Sprecherin des Bundesministerium des Innern sagte jedoch, dass die Zuständigkeit beim Bundesjustizministerium (BMJV) liege. Das BMJV habe, sagte ein Sprecher, das Schreiben an die Zentrale Stelle in Ludwigsburg weitergeleitet. ja

Stuttgart

»Der Nationalsozialismus war wunderschön«: AfD-Gemeinderat droht Parteiausschluss

Niels Foitzik behauptete in Videos, unter Adolf Hitler sei jeder willkommen und wertgeschätzt gewesen. Sein Landesverband will ihn ausschließen. Nach wie vor ist er Stadtrat der AfD

 07.05.2026

Hamburg

»Nakba«-Protestcamp am Ort der Judendeportation?

Auf dem ehemaligen Juden-Sammelplatz soll wieder ein antiisraelisches Camp errichtet werden. Die Jüdische Gemeinde und die Stadt Hamburg fordern die Verlegung an einen anderen Ort

von Michael Thaidigsmann  07.05.2026

Berlin

Wegner: Kannte Liste mit Antisemitismus-Projekten nicht

Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson war im Zusammenhang mit der umstrittenen Vergabe von Fördermitteln zurückgetreten. Der Regierende Bürgermeister wusste laut eigener Aussage über einen wichtigen Aspekt nicht Bescheid

 07.05.2026

München

»Hitlergruß«-Collage? AfD-Politiker Bystron freigesprochen

AfD-Mann Bystron teilt in sozialen Medien eine Fotomontage - unter anderem mit Angela Merkel mit ausgestrecktem Arm. Strafbar? Geschmacklos? Das Landgericht sieht die Sache anders als die Vorinstanz

 07.05.2026

Redaktion

Die Menschen hinter der Jüdischen Allgemeinen

Wer textet und redigiert, gestaltet, illustriert und organisiert heute die Jüdische Allgemeine? 19 Menschen, neun Ressorts – wir stellen uns vor

 07.05.2026

Bayern

»Antisemitismus ohne mich«: Parteiübergreifende Kampagne

Landtagspräsidentin Ilse Aigner, Ministerpräsident Markus Söder sowie die Landtagsabgeordneten von CSU, Grünen, Freien Wählern und SPD nehmen Teil

 07.05.2026

Sachsen-Anhalt

Umfrage zur Landtagswahl: Rechtsextreme AfD stärkste Kraft

Die selbsternannte »Alternative« baut ihren Vorsprung zur CDU vor der Landtagswahl aus. Das zeigt eine Umfrage von Infratest dimap. BSW, Grüne und FDP wären nicht im mehr Landtag

 07.05.2026

Berlin

Gericht stoppt geplante Abschiebung israelfeindlicher Aktivistin aus Irland

Im Oktober 2024 dringen 20 Aktivisten in das Präsidium der Hochschule ein, beschädigten Büros und verletzten mindestens einen Mitarbeiter. Die Irin soll dabei gewesen sein

 07.05.2026

Meinung

Die Angst, als Jude erkannt zu werden

Der Lagebericht des Zentralrats offenbart, wie unsicher sich Juden in Deutschland fühlen. Eine Gemeindevorsitzende beschreibt, was das für den Alltag der jüdischen Gemeinschaft bedeutet

von Jeanne Bakal  07.05.2026