Berlin

Linke will Palästina-Flagge vor Rotem Rathaus hissen

Vorgriff auf die Zweistaaten-Lösung? Die Berliner Linke wünscht sich israelische und palästinensische Flaggen einträchtig nebeneinander vor dem Roten Rathaus. (Fotomontage) Foto: Montage Jüdische Allgemeine

Die Berliner Linkspartei setzt sich für das Hissen einer palästinensischen Flagge vor dem Roten Rathaus in Berlin ein. Die Co-Vorsitzende Kerstin Wolter sagte dem Berliner »Tagesspiegel« (Montag), sie plädiere dafür, auch vor anderen öffentlichen Gebäuden die Fahne neben der Flagge von Israel aufzuhängen. Es wäre »ein klares Signal der Anteilnahme mit allen, die unter diesem Krieg leiden«.

Ein Abhängen von israelischen Flaggen lehnt Wolter hingegen ab. »Wenn die israelische Flagge symbolisch dafür steht, dass alle Geiseln endlich aus der Gefangenschaft der Hamas befreit werden müssen, unterstützen wir das vollkommen«, sagte sie. »Die Position der Linke ist, dass wir Menschenrechtsverbrechen nicht mit zweierlei Maß messen.«

Fraktion gegen Israel-Flagge

Die Linksfraktion in Berlin-Mitte hatte im Juni gefordert, die Israelflagge vor dem Roten Rathaus abzuhängen. Einen entsprechenden Antrag hatte die Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung eingebracht. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hatte diese Forderung zurückgewiesen und der Linkspartei empfohlen, sich mit ihrer »verstörenden Haltung zum Antisemitismus« auseinanderzusetzen. kna

Urteil

Buchhandlungspreis: Gericht untersagt Weimer Extremismus-Äußerung

Die Buchhandlungspreis-Affäre lässt Kulturstaatsminister Weimer nicht los. Die unter Extremismusverdacht geratenen Buchhandlungen wehren sich

 30.04.2026

Washington D.C.

Größter US-Flugzeugträger soll Nahen Osten verlassen

Erstmals seit Jahrzehnten sind wieder drei US-Flugzeugträger im Nahen Osten - das verkündete das US-Militär vergangene Woche. US-Medien zufolge dürfte sich das aber schon bald wieder ändern

 30.04.2026

Washington D.C.

Trump drängt erneut auf Begnadigung Netanjahus

»Bibi ist ein Premierminister im Krieg. Mit so etwas im Nacken kann er nicht arbeiten«, sagt der amerikanische Präsident

 30.04.2026

Ralf Fischer

Kollegah: Judenhass in Reimform

Warum schweigen alle zu dem offenen Antisemitismus von Felix Blume aka Kollegah?

 30.04.2026

Einspruch

Im Dschungel gestolpert?

Maria Ossowski bedauert den Rücktritt von Berlins Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson

von Maria Ossowski  30.04.2026

Dominik Krause

Grün und pro Israel

Am 1. Mai tritt der 35-Jährige ein Amt als Oberbürgermeister Münchens an. Wofür steht er? Ein Porträt

von Chris Schinke  30.04.2026

Glosse

Tipps und Tricks für Judenhasser

Wie wird man ein anständiger Antisemit? Eine Handreichung

von Daniel Neumann  30.04.2026

Düsseldorf

Auschwitz-Museum: Rüttgers erhält Auszeichnung »Light of Remembrance«

Die Auszeichnung würdigt herausragende Beiträge zur Aufklärung über das NS-Konzentrationslager Auschwitz und den Holocaust

 30.04.2026

Terror

Gruppierung Ashab al-Jamin bekennt sich zu Angriff in London

Nach einem weiteren Angriff auf jüdische Einrichtungen in London taucht ein neues Bekenntnis auf. Die Terrorgruppe HAYI spricht von einer Attacke auf »Zionisten«

 30.04.2026