Meinung

Lernen? Überlebenswichtig!

Ab in die Zukunft – Roboterparcours von ORT Foto: Marco Limberg

Gute Bildung kostet, schlechte oder gar keine Bildung kostet mehr. Klingt nicht überzeugend? Für Israel ist das ein Fakt. Ein Beispiel: Die Schüler des jüdischen Staates belegten noch in den 60er- und 70er-Jahren Spitzenplätze im internationalen Vergleich, was Kenntnisse in Mathematik und Naturwissenschaften anbelangte. Dann kam das, was viele als Bildungskatastrophe bezeichnen. Inzwischen ist das Land im Pisa-Ranking auf Platz 36 abgefallen.

Smart-Classroom Ein unhaltbarer Zustand, meinen die Delegierten der »World ORT Union«, die Anfang der Woche in Berlin tagten. Israel könne sich, von Feinden umzingelt, schlechte Bildung nicht leisten. Der technologische Vorsprung sei in militärischer und strategischer Hinsicht überlebensnotwendig. ORT ist mit Smart-Classrooms und anderen Initiativen aktiv, Bildungsangebote sollen sich deutlich verbessern. Das wird sich auszahlen.

Ein anderes Beispiel: Die Eingliederung eines einzigen äthiopischen Neueinwanderers kostet Israel etwa 100.000 Dollar, aufgrund mangelnder Ausbildung finden die Immigranten in der neuen Heimat selten Arbeit, sind auf staatliche Hilfe angewiesen. ORT finanziert jetzt ein Berufsbildungsprojekt für Falaschmura in dem afrikanischen Land. So können sie gut vorbereitet nach Israel kommen. Das erhöht die Chancen beim Neustart. Und es wird sich rechnen. Denn klar ist: Damit er überleben kann, muss der jüdische Staat in Bildung investieren. Juden in aller Welt helfen dabei. Das ist gut so. Nicht nur in Israel, sondern auch hier in Deutschland muss in Gemeindeprogramme, Kindergärten, Schulen, Fachhochschulen und Jeschiwot investiert werden. Geschieht das nicht, wird es alle teuer zu stehen kommen.

Reaktion

Israels Botschafter spricht Klartext über AfD-Wahlerfolg in Sachsen-Anhalt

 07.09.2026

Sachsen-Anhalt

Wagenknecht äußert sich zur Zusammenarbeit mit der AfD

Die Hintergründe

 07.09.2026

Washington D.C.

»Gut gemacht!«: Elon Musk gratuliert AfD zu Wahltriumph

Der Milliardär und Tech-Unternehmer ist seit langem als AfD-Sympathisant bekannt. Das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt verzückt ihn. Spitzenkandidat Ulrich Siegmund macht ihm sogleich ein Angebot

 07.09.2026

Parteien

Was Markus Söder der CDU nach dem Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt rät

 07.09.2026

Berlin

»Death to Israel!«: Angriff auf FDP-Mitglieder

Im Stadtteil Charlottenburg beschimpften israelfeindliche Demonstranten FDP-Politiker, die nach ihrem Sommerfest mit dem Abbau beschäftigt waren

von Imanuel Marcus  07.09.2026

»Freedom Flotilla Coalition«

Neue Gaza-Flottille unterwegs

Die Initiatoren wollen den Gazastreifen im Oktober erreichen und fordern eine »globale Intifada«

 07.09.2026

Kommentar

Und nun?

Bloße Empörung über den Wahlsieg der rechtsextremen AfD ist billig und wohlfeil. Es sollte endlich auch über die Gründe ihrer Popularität gesprochen werden. Die Parteien der Mitte müssen endlich aufwachen

von Philipp Peyman Engel  07.09.2026

Magdeburg

BSW würde AfD ins Ministerpräsidentenamt verhelfen

Die Hintergründe

 07.09.2026

Landtagswahl in Sachsen-Anhalt

»Wind der Freiheit« oder »Schock«: Globales Echo auf Wahl

Der AfD-Erfolg sorgt international für sehr unterschiedliche Reaktionen und hitzige Debatten

 07.09.2026