Solidarität

LED-Truck gegen Judenhass in fünf deutschen Städten

Foto: Christen an der Seite Israels

Mit einer bundesweiten Aktion will die Organisation »Christen an der Seite Israels« rund um den Jahrestag des Hamas-Massakers vom 7. Oktober auf Antisemitismus aufmerksam machen. Vom 3. bis zum 7. Oktober fährt ein LED-Truck durch fünf deutsche Städte. Stationen sind Berlin, Dresden, Frankfurt am Main, München und Stuttgart.

Unter dem Motto »5 Tage. 5 Städte. Gegen Judenhass.« sollen auf den Straßen Botschaften gegen Antisemitismus sichtbar werden. Die Organisatoren berufen sich dabei auf den aktuellen RIAS-Bericht. Demnach werden in Deutschland im Durchschnitt 24 antisemitische Vorfälle pro Tag dokumentiert.

Der Truck ist an jedem Tourtag mehrere Stunden in der jeweiligen Stadt unterwegs. Auf den LED-Flächen werden unter anderem die Sätze »Mit Wegschauen fing alles an. #GegenJudenhass«, »Der Judenhass ist zurück. Mit deinem Einverständnis?« und »Jede Stunde ein antisemitischer Vorfall in Deutschland.« gezeigt.

Von Berlin bis Stuttgart

Auch Passanten sollen sich an der Aktion beteiligen können. Zwischen 17 und 19 Uhr wird der LED-Truck jeweils an einem zentralen Platz stehen. Besucher sind dazu aufgerufen, dort ein Foto von sich vor dem Fahrzeug aufzunehmen und anschließend über ein Formular einzureichen.

Lesen Sie auch

Den Auftakt bildet am 3. Oktober Berlin. Der Truck steht dort von 17.00 bis 19.00 Uhr am Pariser Platz. Am folgenden Tag geht es nach Dresden zum Neumarkt am Martin-Luther-Denkmal, zu denselben Zeiten. Am 5. Oktober macht die Aktion um 17.15 Uhr in Frankfurt am Main Station. Dort ist der Truck ab 17.15 Uhr am Römer auf dem Römerberg zu finden.

Am 6. Oktober folgt München mit dem Marienplatz. Den Abschluss bildet am 7. Oktober Stuttgart. Dort steht der LED-Truck bereits ab 16 Uhr am Rathausplatz.

Zeichen der Solidarität

Die eingesandten Fotos sollen anschließend an Partnerorganisationen in Israel weitergeleitet werden. Nach Angaben von »Christen an der Seite Israels« sollen sie dort als Zeichen der Solidarität aus Deutschland dienen. Eine zusätzliche Veröffentlichung in sozialen Netzwerken ist ebenfalls vorgesehen.

Unter den Teilnehmern, die ihr Foto über das Formular einreichen, will die Organisation zudem Geschenkkörbe mit ausgewählten Produkten aus Israel verlosen. Die Aktion soll damit nicht nur auf die Entwicklung des Antisemitismus in Deutschland aufmerksam machen, sondern auch Solidarität mit Israel zeigen. im

Kommentar

Mit schwerem Koffer zurück aus Berlin

Wie ein deutscher Holocaust-Überlebender auf die sich abzeichnende Koalition von SPD und Grünen mit Antisemiten, Terror-Relativierern und anderen Genozid-Schreiern blickt

von Roman Haller  11.10.2026

Schwerin/Rostock

Kurs Rot-Rot-Grün: Verhandlungen starten am Montag

SPD, Linke und Grüne wollen in Mecklenburg-Vorpommern über eine Koalition verhandeln. Dafür stimmten alle drei Parteien. Für die Grünen wäre eine Regierungsbeteiligung dort eine Premiere

 11.10.2026

Franziska Giffey

Nach der Wahl in Berlin

Franziska Giffey spricht sich gegen Koalition mit Linkspartei aus

Die noch amtierende Wirtschaftssenatorin sieht keine Basis für eine Koalition mit der Linken in Berlin. Die SPD-Politikerin fordert klare Positionen im Kampf gegen Antisemitismus. Unterdessen verteidigt Thüringens Ex-Ministerpräsident Ramelow die Sondierer gegen Kritik aus den eigenen Reihen

 11.10.2026

Nahost

Abbas verschiebt Parlaments- und Präsidentenwahl

Der Präsident der palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, vertagt die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen bis in den Herbst 2027. Seit mehr als zwei Jahrzehnten gab es keine Parlamentswahl mehr

 11.10.2026

Frachtschiffe vor Anker in der Straße von Hormus bei Bandar Abbas (Iran)

Nahost

Bericht: Iran kann noch immer Raketen und Drohnen produzieren

Teheran soll demnach weiterhin gut ausgestattet mit Raketen sein und schnell nachproduzieren können. Die USA sollen zudem Israel gedrängt haben, Iran erneut anzugreifen – alleine

 11.10.2026

Teilnehmer einer Demonstration »United4Palestine« halten Palästinenserflaggen, auch eine Flagge der Linken und eine Queer-Flagge sind zu sehen.

Berlin

Israelfeindliche Demonstration durchs Regierungsviertel

Rund 3.500 Menschen nehmen an der Demonstration unter dem Motto »United4Palestine« teil. Auch Politiker und Aktivisten der Linkspartei waren dabei. Einige Demonstranten wurden festgenommen

 11.10.2026

Feuer am Flughafen von Riad

Saudi-Arabien

Mindestens zwölf Tote bei Angriff auf Flughafen in Riad

Der Konflikt zwischen den vom Iran unterstützten Huthi im Jemen und Saudi-Arabien eskaliert. Bei dem Angriff auf den Flughafen King Chalid gibt es Tote und Hunderte Verletzte. Wie reagiert Washington?

 11.10.2026

Nahost

Test für den Pakt

Was bedeuten die jüngsten Huthi-Angriffe für das Verteidigungsabkommen, das Saudi-Arabien mit Pakistan und der Türkei unterzeichnet hat?

von Reinhard Schulze  10.10.2026

Hans-Georg Lindenau in seinem Ladengeschäft »M99 Gemischtwaren mit Revolutionsbedarf«

Deutschland

Berlin-Kreuzberg: Aushänge gegen Judenhass - Jugendliche greifen Geschäftsinhaber an

Der Staatsschutz ermittelt

 10.10.2026 Aktualisiert