Berlin

»Kompetenzzentrum gegen Rassismus« gefordert

Staatsministerin Annette Widmann-Mauz Foto: Uwe Steinert

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz (CDU), fordert vom geplanten Kabinettsausschuss gegen Rassismus und Rechtsextremismus »schnell Ergebnisse«.

Konkret forderte die Staatsministerin im Kanzleramt in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Online, Sonntag), ein »Kompetenzzentrum gegen Rassismus« einzurichten, das alle Aktivitäten bündelt und das verlässlich finanziert wird.

Beratung Dort solle auch eine zentrale Telefon-Hotline eingerichtet werden für Menschen, die Opfer von Rassismus würden oder ihn in ihrem Umfeld erlebten. »Diese Beratung muss mehrsprachig und an allen Tagen erreichbar sein«, forderte Annette Widmann-Mauz. »Wir haben ein Rassismus-Problem. Und es ist größer, als die meisten das wahrhaben wollen.«

Der Kabinettsausschuss war von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) beim sogenannten Integrationsgipfel vor knapp zwei Wochen angekündigt worden. Er soll nach Informationen der Funke-Zeitungen kommende Woche eingesetzt werden.

Widmann-Mauz äußerte die Erwartung, dass er sich auch mit der AfD befasst. Zwar habe die Bundesregierung die Pflicht zur parteipolitischen Neutralität. »Aber es besteht kein Zweifel daran, dass die AfD Hass sät gegen Menschen mit Einwanderungsgeschichte.«  dpa

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