Meinung

Kompetenz für die Gemeinden

Am Montag hat ein neuer Kurs für Jüdische Sozialarbeit an der Fachhochschule Erfurt begonnen. Bravo! Und gut, dass er vom Zentralrat der Juden in Deutschland wesentlich finanziell gefördert wird – eine direkte Investition in die Zukunft der jüdischen Gemeinden.

Generation Was Benjamin Bloch von der Zentralwohlfahrtsstelle und Doron Kiesel von der Fachhochschule vor vier Jahren angestoßen und durchgesetzt haben, ist bahnbrechend. Sozialarbeit tut not, darüber gibt es keinen Zweifel. Die Menschen werden älter, die sozialen Probleme größer. Deshalb ist es wichtig, kompetentes Personal für Gemeinden aus den eigenen Reihen auszubilden, gerade jetzt, wenn die erste Generation der russischsprachigen Zuwanderer in ein Alter kommt, in dem sie wieder mehr Unterstützung braucht. Aber auch die Jugend gilt es zukunftsorientiert einzubinden. Da ist es hilfreich, Menschen zu haben, die die gleiche Sprache sprechen, gerade, wenn es um individuelle Befindlichkeiten geht.

Was den Studiengang in Erfurt darüber hinaus auszeichnet, ist die Vermittlung von Professionalität. Schade nur, dass es eine solche Ausbildung nicht auch für Geschäftsführer von Gemeinden und Vorsitzende gibt. Denn auch sie brauchen dringend mehr als Grundkenntnisse in Management, Buchhaltung und Organisation, um heutzutage den speziellen Anforderungen ihres Amtes gerecht werden zu können. Vielleicht ließe sich dann, ganz nebenbei, der eine oder andere Streit über Synagogen und Wahlen vermeiden. Denn das kostet, Geld und Nerven.

Kommentar

Ärzte mit Grenzen

Die Waffen schweigen weitgehend in Gaza, der Informationskrieg tobt weiter. Ein besonders niederträchtiges Beispiel liefert »Ärzte ohne Grenzen«

von Wolf J. Reuter  10.01.2026 Aktualisiert

Kommentar

Die Proteste im Iran und die blamable Berichterstattung von ARD und ZDF

Die Mullahs sollen weg, der Schah soll kommen: Dafür hat die Linke gerade keine Erklärung parat - und mit ihr auch nicht die links geprägten Redaktionen des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks

von Christoph Lemmer  10.01.2026

Berlin

»Das Mullah-Regime muss jetzt fallen«

Zentralrat der Juden: Es braucht ein Ende der Zurückhaltung gegenüber Teheran - und ein klares politisches Signal aus Deutschland

 09.01.2026

Fernsehen

Jüdische Journalisten kritisieren Verpixelung von »Bring them Home!«-Kette

Der Verband JJJ fordert: Die »unpolitische, rein humanitäre Forderung« auf der Plakette eines Kochs muss sichtbar sein

 09.01.2026

Potsdam

Beauftragter gegen Judenhass: »Ich sehe nicht ein, mich verschrecken zu lassen«

Noch in der Tatnacht habe seine Familie ihn darin bestärkt, seine Arbeit fortzusetzen, so Andreas Büttner. »Sie haben mir gesagt, ich müsse weitermachen. Eigentlich sogar noch lauter werden«

 09.01.2026

Jerusalem

US-Botschafter: Israel entscheidet selbst über weiteres Vorgehen gegen Iran

»Lassen Sie uns hoffen, dass dies das Jahr ist, in dem das iranische Volk sagt: ›Es reicht‹«, sagt Mike Huckabee

 09.01.2026

Kommentar

Ich gebe die Hoffnung für Brandenburg nicht auf

Nach dem Koalitionsbruch muss die Politik die Menschen wieder in den Mittelpunkt stellen

von Alex Stolze  09.01.2026

Berlin/Kloster Seeon

Zentralrat der Juden fordert schärferes Strafrecht gegen Hass

Seit dem jüngsten Krieg im Nahen Osten ist Antisemitismus vielerorts explodiert. Zentralratspräsident Schuster sieht den deutschen Rechtsstaat dagegen schlecht aufgestellt

 09.01.2026

Teheran

Iran kappt Internet während landesweiter Proteste gegen das Regime

In zahlreichen Städten, darunter auch in der Hauptstadt, gingen erneut große Menschenmengen auf die Straße

 09.01.2026