Meinung

Kompetenz für die Gemeinden

Am Montag hat ein neuer Kurs für Jüdische Sozialarbeit an der Fachhochschule Erfurt begonnen. Bravo! Und gut, dass er vom Zentralrat der Juden in Deutschland wesentlich finanziell gefördert wird – eine direkte Investition in die Zukunft der jüdischen Gemeinden.

Generation Was Benjamin Bloch von der Zentralwohlfahrtsstelle und Doron Kiesel von der Fachhochschule vor vier Jahren angestoßen und durchgesetzt haben, ist bahnbrechend. Sozialarbeit tut not, darüber gibt es keinen Zweifel. Die Menschen werden älter, die sozialen Probleme größer. Deshalb ist es wichtig, kompetentes Personal für Gemeinden aus den eigenen Reihen auszubilden, gerade jetzt, wenn die erste Generation der russischsprachigen Zuwanderer in ein Alter kommt, in dem sie wieder mehr Unterstützung braucht. Aber auch die Jugend gilt es zukunftsorientiert einzubinden. Da ist es hilfreich, Menschen zu haben, die die gleiche Sprache sprechen, gerade, wenn es um individuelle Befindlichkeiten geht.

Was den Studiengang in Erfurt darüber hinaus auszeichnet, ist die Vermittlung von Professionalität. Schade nur, dass es eine solche Ausbildung nicht auch für Geschäftsführer von Gemeinden und Vorsitzende gibt. Denn auch sie brauchen dringend mehr als Grundkenntnisse in Management, Buchhaltung und Organisation, um heutzutage den speziellen Anforderungen ihres Amtes gerecht werden zu können. Vielleicht ließe sich dann, ganz nebenbei, der eine oder andere Streit über Synagogen und Wahlen vermeiden. Denn das kostet, Geld und Nerven.

Umfrage

Umfrage: So würde Deutschland abstimmen, wenn am Sonntag Wahlen wären

 25.10.2026

Präsidentenwahl in Frankreich

Wahlkampfstart der Rechten – Le Pen im Aufschwung?

Nach den Unruhen in Frankreich gewinnt Marine Le Pen in Umfragen weiter hinzu. Doch Antisemitismusvorwürfe gegen ihren politischen Ziehsohn, RN-Chef Jordan Bardella, belasten die Partei

 25.10.2026

Berlin

Platzwunde und Hämatome im Gesicht: Mutmaßlich antisemitische Attacke in Schöneberg

Ein Unbekannter fragte einen 60-Jährigen, ob er Jude sei – dann schlug er zu. Der Staatsschutz ermittelt

 25.10.2026

Schild des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus

Sachsen

Sachsen: Jede antisemitische Diskriminierung ist verfassungswidrig

Der Schutz jüdischen Lebens ist in mehreren Landesverfassungen verankert. Der Freistaat Sachsen sieht bisher von einer expliziten Formulierung ab

 25.10.2026

Islamismus

Psychologe Ahmad Mansour: Teile der Linken verharmlosen Islamismus

Solidarität mit zweierlei Maß? Islam-Experte Mansour sieht bei Teilen der Linken eine Doppelmoral im Umgang mit Islamismus. Scharfe Kritik übt er auch am Umgang mit Israel und dem Nahostkonflikt

 25.10.2026

Feuer am Flughafen von Riad

Krieg in der Golfregion

Weiter Angriffe im Jemen und Saudi-Arabien

Riad im Norden, die jemenitische Hafenstadt Aden im Süden: An beiden Fronten greifen die Huthi-Rebellen mit Drohnen und Raketen an. Wird aus dem dauerhaften Beschuss ein Abnutzungskrieg?

 25.10.2026

Antisemitismus

Hälfte der Länder verankert Kampf gegen Antisemitismus in Verfassung

Der Kampf gegen zunehmenden Antisemitismus ist nicht erst nach dem Hamas-Überfall auf Israel 2023 im Fokus. Schon nach dem Synagogenanschlag von Halle 2019 zogen einige Länder Konsequenzen in ihren Landesverfassungen – aber bei weitem nicht alle

 25.10.2026

Kommentar

Schließt die Botschaft Irans!

Deutschland muss verstehen, dass diese Diktatur nicht mehr zu halten ist

von Saba Farzan  25.10.2026

Iran-Krieg

Bericht: Iran nimmt US-Diplomaten in Nahost ins Visier

US-Botschaftspersonal wird im Nahen Osten reduziert. Hintergrund sollen Erkenntnisse von US-Nachrichtendiensten zu Anschlagsplänen des Irans sein

 25.10.2026