Würzburg

Knobloch: Aus Angst bestellen Juden Pizza unter falschem Namen

Charlotte Knobloch Foto: picture alliance/dpa

Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, sieht ein besorgniserregendes Ausmaß des Judenhasses in Deutschland. »Oft tragen wir die Kippa nicht mehr öffentlich und oft bestellen wir unsere Pizza unter einem anderen Namen«, sagte Knobloch der in Würzburg erscheinenden katholischen Wochenzeitung »Die Tagespost«.

Sie verstehe die Warnungen jüdischer Gemeinden, sich besser nicht als Juden zu erkennen zu geben: »Auch wenn es natürlich ein furchtbarer Zustand ist, sich nicht mehr öffentlich zu seinem Glauben bekennen zu können. Aber wir sind wieder so weit.«

Lesen Sie auch

Knobloch betonte, die Bedrohung komme von vielen Seiten: »Eine hervorzuheben, würde dem Thema nicht gerecht. Wir sind umzingelt von unseren Feinden.«

Bei der Einweihung der Münchner Ohel-Jakob-Synagoge vor fast 20 Jahren habe sie auf ein normales jüdisches Leben gehofft, doch heute fühle sie sich getäuscht.

»Wir leben mehr denn je weit weg von der Normalität. Wir fühlen uns bedroht - stärker denn je. Dass das so kommen würde, hätte ich nicht gedacht.« Es sei ein schlimmes Gefühl, sich in Deutschland nicht sicher fühlen zu können. kna

Wahlkampf im Nordosten

Ex-CDU-Politiker Michel Friedman wirbt für die Grünen

 17.09.2026

Nordrhein-Westfalen

Brandanschlag auf Synagoge Wuppertal

Am Donnerstagnachmittag entzündete ein Mann einen Brandansatz an einem Nebeneingang des Gotteshauses. Was bislang bekannt ist

 17.09.2026

Berlin-Wahl

Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und Linke

Neue Umfrage sieht eine Partei wieder knapp in Führung

 17.09.2026

München

Drinnen redet ein Palästinenser, draußen wird er mit »Free Palestine«-Rufen niedergebrüllt

In der bayerischen Landeshauptstadt fand eine Medienkonferenz mit prominenten Teilnehmern statt, gegen die es im Vorfeld Boykottaufrufe gab. Redner beklagten die zunehmende Polarisierung

von Michael Thaidigsmann  17.09.2026

Karlsruhe

Iraker plante Anschlag in Bremen

Der 24-jährige Islamist soll eine Kirche in Bremen als Anschlagsziel ausgewählt und schon eine Schusswaffe beschafft haben. Die Ermittler werfen ihm mehrere schwere Straftaten vor

 17.09.2026

Synagoge in Mailand (Archiv)

Mailand

»Niemand wird mich hier erniedrigen«

Nach antisemitischer Attacke: Jetzt spricht der angegriffene Rabbiner

 17.09.2026 Aktualisiert

Berlin-Wahl

»Stimmen Sie gegen Antisemitismus!«

Die Vorsitzende der DIG Berlin Brandenburg, Cerstin Richter-Kotowski ruft Wähler dazu auf, Parteien zu wählen, die Judenhass bekämpfen

 17.09.2026

München

Rabbiner: Plan gegen islamistischen Terror ist Vorbild für Europa

Mit einem Zehn-Punkte-Plan sollen in Deutschland Radikalisierung und islamistischer Terror bekämpft werden. Zustimmung kommt von Rabbinern, die über die Landesgrenzen hinaus denken. Allerdings wird auch Kritik laut

von Leticia Witte  17.09.2026

Kommentar

»Ich esse gerne Wassermelonen«

Wie BSW-Spitzenkandidat Michael Lüders sich als verrückter Rand einer Wahldebatte präsentierte

von André Anchuelo  17.09.2026