München

Kippaträger bespuckt und beleidigt

Der Vorfall ereignete sich an einem Ausgang der U-Bahn-Station Marienplatz in der Stadtmitte. Foto: imago images/Sven Simon

Ein 23-jähriger Münchner ist von Unbekannten antisemitisch beschimpft und bespuckt worden. Das teilte die Polizei der bayerischen Landeshauptstadt am Donnerstag mit. Der Vorfall ereignete sich laut Behördenangaben bereits vor zwei Wochen.

Am 4. März gegen 18.15 Uhr sei der mit einer Kippa auf dem Kopf als Jude erkennbare Mann auf der Treppe des Ausgangs Rosenstraße des U-Bahnhofs Marienplatz von einem Mann mit kurzen schwarzen Haaren und dunkler Bekleidung, den er auf circa 50 Jahre schätzte, angegangen worden.

TATMOTIV Der Vorfall sei der Polizei erst später bekanntgemacht worden. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen. Es sei noch Gegenstand von Ermittlungen, so die Polizei in einer Mitteilung, ob Judenhass das Tatmotiv gewesen sei.

Die Behörden haben in dieser Sache einen Zeugenaufruf veröffentlicht. Personen, die Hinweise zur Tat geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 44, Telefon 089/29100, oder einer anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen. mth

Meinung

Warum Hessens Vorstoß mit der Meinungsfreiheit vereinbar ist

Die Landesregierung will die Leugnung des Existenzrechts Israels unter Strafe stellen. Mit einer veränderten Begründung und anderen leichten Modifikationen wäre der umstrittene Entwurf grundgesetzkonform

von Fiete Kalscheuer  01.07.2026

Extremismus-Bericht

Auschwitz Komitee macht AfD für gestiegenen Rechtsextremismus verantwortlich

Die Zahl der Extremisten in Deutschland ist nach Einschätzung des Bundesamtes für Verfassungsschutz weiter gestiegen. Dafür macht das Komitee vor allem die AfD verantwortlich

 01.07.2026

Kommentar

»Eigentlich habe ich noch nie mit einem Juden gesprochen«

Als Antisemitismusbeauftragter jüdisch zu sein ist kein Manko. Im Gegenteil: Es braucht an deutschen Universitäten mehr jüdische Beauftragte

von Guy Katz  30.06.2026

Interview

»Es fehlte am fußballerischen Können, nicht am Glück«

Sportreporter-Legende Marcel Reif über das WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft, Jürgen Klopp und die Zukunft von Julian Nagelsmann als Bundestrainer

von Michael Thaidigsmann  30.06.2026

Meinung

Maccabiah ist gelebte Selbstbehauptung

Gerade jetzt ist es für jüdische Sportlerinnen und Sportler wichtig, in Israel Kraft zu tanken. Es geht nicht nur um Sport, sondern auch um Selbstbehauptung und ein tieferes Verständnis für das Land

von Alon Meyer  30.06.2026

Berufung

Hamburg hat wieder eine Beauftragte gegen Antisemitismus

Nach Monaten der Vakanz ist das Amt wieder besetzt: Anna von Villiez wird Hamburgs neue Beauftragte gegen Antisemitismus. Ein Rechtsstreit hatte die Auswahl verzögert

von Michael Althaus  30.06.2026

Kommentar

Für Islamisten existiert kein Kindeswohl

In glühender Hitze wurden Kinder von Islamisten gefesselt durch Berlin geführt. Dass so etwas mitten in der Hauptstadt geschehen kann, ist die Folge einer fehlgeleiteten Migrationspolitik

 30.06.2026

Aufruf

Jüdische Hochschullehrer fordern besseren Schutz gegen Antisemitismus

Hochschulen können ihre jüdischen Studierenden und Lehrenden nicht ausreichend gegen Antisemitismus schützen. Das NJH will das ändern und fordert unter anderem die Möglichkeit zur Exmatrikulation von Störern

 30.06.2026

Interview

»Soziale Medien sind Brandbeschleuniger für Judenhass«

Felix Klein, Beauftragter der Bundesregierung gegen Antisemitismus, wechselt nach Paris. Am Dienstagabend zog er auf einem Podium in Berlin Bilanz. Im Interview blickt er zusätzlich auch auf Persönliches

von Leticia Witte  30.06.2026