München

Kippaträger bespuckt und beleidigt

Der Vorfall ereignete sich an einem Ausgang der U-Bahn-Station Marienplatz in der Stadtmitte. Foto: imago images/Sven Simon

Ein 23-jähriger Münchner ist von Unbekannten antisemitisch beschimpft und bespuckt worden. Das teilte die Polizei der bayerischen Landeshauptstadt am Donnerstag mit. Der Vorfall ereignete sich laut Behördenangaben bereits vor zwei Wochen.

Am 4. März gegen 18.15 Uhr sei der mit einer Kippa auf dem Kopf als Jude erkennbare Mann auf der Treppe des Ausgangs Rosenstraße des U-Bahnhofs Marienplatz von einem Mann mit kurzen schwarzen Haaren und dunkler Bekleidung, den er auf circa 50 Jahre schätzte, angegangen worden.

TATMOTIV Der Vorfall sei der Polizei erst später bekanntgemacht worden. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen. Es sei noch Gegenstand von Ermittlungen, so die Polizei in einer Mitteilung, ob Judenhass das Tatmotiv gewesen sei.

Die Behörden haben in dieser Sache einen Zeugenaufruf veröffentlicht. Personen, die Hinweise zur Tat geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 44, Telefon 089/29100, oder einer anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen. mth

Berlin

Brandenburger Tor leuchtet als Zeichen der Solidarität mit Iran-Protesten

»Die gewaltsame Niederschlagung der Proteste ändert nichts daran, dass der Drang nach Freiheit bleibt«, sagt Kai Wegner (CD), der Regierende Bürgermeister

 13.02.2026

Augsburg

Gericht kippt Redeverbot für Höcke im Allgäu

Am Wochenende sollte Thüringens AfD-Landtagsfraktionschef in zwei Hallen in Bayern als Gastredner auftreten. Die Gemeinden wehren sich – aber vorerst nur in einem Fall mit Erfolg

 13.02.2026

Meinung

Danke, Herr Minister!

Johann Wadephul hat sich von Francesca Albanese distanziert und ihren Rücktritt gefordert. Doch jetzt müssen Deutschland und andere Staaten den Druck weiter erhöhen

von Michael Thaidigsmann  13.02.2026

Meinung

Jeffrey Epstein: Ein schlechter Mensch

Der verurteilte amerikanische Sexualstraftäter ist und bleibt ein beliebig formbares Vehikel für jedweden Verschwörungsmythos

von Sophie Albers Ben Chamo  13.02.2026

Diplomatie

Berichte: USA schicken weiteren Flugzeugträger nach Nahost

Der Schritt ist eine Drohung an das Regime im Iran, mit dem US-Präsident Donald Trump gerne ein Atom-Abkommen abschließen möchte

 13.02.2026

Berlin

Internationales Auschwitz Komitee fordert AfD-Verbotsverfahren

Eva Umlauf, die Präsidentin des Komitees sagt, die Partei müsse »endlich vor die Schranken des Bundesverfassungsgerichts« gebracht werden

 13.02.2026

Analyse

Historiker: Dirigent von Karajan kein Hitler-Sympathisant

Opportunist oder Gesinnungsnazi? Das historische Bild des Dirigenten Herbert von Karajan leidet seit Längerem unter seiner NSDAP-Mitgliedschaft. Der Historiker Michael Wolffsohn will ihn nun von mehreren Vorwürfen freisprechen

von Johannes Peter Senk  13.02.2026

Ramallah

Scharia und Unterstützung für »Märtyrer«: PA veröffentlicht Verfassungsentwurf

In dem Entwurf, den Palästinenserpräsident Mahmud Abbas publizieren ließ, wird Jerusalem als »Hauptstadt des Staates Palästina« bezeichnet. Jüdische Bezüge werden im gesamten Text nicht erwähnt

 13.02.2026

München

Lauder fordert Abberufung von Francesca Albanese

Die UNO-Sonderberichterstatterin stehe für eine ideologische Agenda, die Verschwörungstheorien und spaltende, antisemitische Botschaften transportiere, sagt der Präsident des Jüdischen Weltkongresses

von Imanuel Marcus  13.02.2026