Weltfrauentag

Karin Prien sieht »Luft nach oben« bei Frauenrechten

Bundesfrauenministerin Karin Prien Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress

Bundesfrauenministerin Karin Prien sieht beim Thema Gleichstellung der Geschlechter weiter Handlungsbedarf in Deutschland. »In Sachen Gleichberechtigung von Frauen und Männern steht Deutschland ganz ordentlich da im weltweiten Vergleich. Aber es ist durchaus noch Luft nach oben«, sagte die CDU-Politikerin der »Rheinischen Post« zum Weltfrauentag.

»Die Umsetzung der Gleichberechtigung ist kein nettes Zugeständnis an engagierte Frauenrechtlerinnen, sondern ein Verfassungsauftrag«, betonte Prien. Frauen hätten zwar große Fortschritte gemacht: »Wir haben Zugang zu Bildung, Studium, Beruf, sogar zu Aufsichtsräten.« Bei Vorständen und insbesondere bei Führungspositionen sei die Situation dagegen noch ausbaufähig.

»Die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen ist nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern auch der wirtschaftlichen Zukunftsfähigkeit«, so die Ministerin, die einen jüdischen Familienhintergrund hat.

Lesen Sie auch

Iranische Frauen im Blick

Prien reist am Weltfrauentag nach New York, um bei einer Veranstaltung der UN-Frauenrechtskommission zu sprechen. »Wir erleben vielerorts ein Erstarken autoritärer Bewegungen, die Frauen subtil oder ganz offen abwerten - mit dem Ziel, sie aus dem öffentlichen Raum zu verdrängen«, sagte sie im Vorfeld.

Mit Sorge, aber auch etwas Zuversicht blicke sie derzeit etwa auf die Frauen im Iran. Die Situation in dem Land sei wegen des aktuellen Krieges unklar, zugleich seien die Frauen dort unfassbar mutig. »Ohne sie hätte es keinen der Aufstände der letzten Jahre gegeben. An einer künftigen Regierung im Iran müssen sie maßgeblich beteiligt sein«, forderte Prien. kna/ja

Libanon

Mütter im Krieg: Mit einem Neugeborenen im Zelt

Frauen und Kinder gehören im Krieg zu den gefährdetsten Gruppen. Schwangere bringen unter widrigen Bedingungen Babies zu Welt. Kauthar ist eine von ihnen

von Amira Rajab  17.04.2026

New York

Bericht: Einigung zwischen USA und Iran dürfte Monate dauern

Besonders drängend ist aus Sicht der beteiligten Staaten die Lage in der Straße von Hormus. Eine Nahrungsmittelkrise könnte drohen, falls die dortige Situation anhält

 17.04.2026

Berlin

Immer mehr Israelis beantragen deutsche Staatsbürgerschaft

Innerhalb weniger Jahre vervierfacht sich die Einbürgerung von Menschen aus dem jüdischen Staat

 16.04.2026

Meinung

Correctiv: Zu viel Theater, zu wenig Journalismus

Die Recherche zum »Potsdamer Geheimtreffen« hat deutschlandweit Proteste gegen die AfD ausgelöst. Doch die Kernaussage des Textes stimmt nicht, urteilt nun ein Gericht – und der Schaden ist groß

von Joshua Schultheis  16.04.2026

Nahost

Merz will Minenjagdboote für Hormus-Mission anbieten

In Paris wollen Europäer morgen über einen Plan zur Absicherung der vom Iran blockierten Straße von Hormus nach einem Ende des Krieges beraten. Bundeskanzler Merz nennt wichtige Voraussetzungen

 16.04.2026

Nahost

Syrien verkündet Abzug aller US-Truppen

Mit Hilfe der kurdischen Milizen führten US-Soldaten in Syrien einen langen Kampf gegen die Terrormiliz IS. Jetzt ziehen sie komplett ab aus dem Land, während in der Region der Iran-Krieg andauert

 16.04.2026

Nahost

Hegseth droht Iran: »Trefft eine weise Entscheidung«

Nach den gescheiterten Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran warnt der US-Verteidigungsminister die Führung in Teheran: Das US-Militär könne die Angriffe sofort wieder aufnehmen

 16.04.2026

Brandenburg/Ravensbrück

Schulen sagen Besuche in KZ-Gedenkstätten ab: Der Grund ist beunruhigend

Die Gedenkstätten in Brandenburg vermelden beunruhigende Entwicklungen: Antisemitische Vorfälle häufen sich

 16.04.2026

Barcelona

Neue Flottille startet in Richtung Gaza

An Bord von meheren Dutzend Booten stachen erneut israelfeindliche Aktivisten in See

 16.04.2026