Großbritannien

Kampagne ruft Muslime zum Boykott israelischer Datteln auf

Viele Muslime konsumieren Datteln zum Fastenbrechen. (Symbolbild) Foto: picture alliance / dpa

Muslime brechen das Fasten im Ramadan nach Sonnenuntergang traditionell mit Datteln. In diesem Jahr sind sie dazu aufgerufen, dies nicht mit Datteln aus Israel zu tun, wie »Palestine News Network« am Dienstag berichtete.

»Achten Sie diesen Ramadan darauf, dass Sie Ihr Fasten nicht mit dem Geschmack der Apartheid brechen«, heißt es in dem Aufruf einer entsprechenden Kampagne der britischen, »propalästinensischen« Organisation Freunde der Al Aksa (Friends of al Aqsa, FOA).

Ebenso wie die antisemitische BDS-Bewegung wirft die FOA dem multiethnischen Staat Israel, dessen Anteil an arabischen Bürgern mehr als 20 Prozent beträgt, Apartheid vor. Dabei sitzen Araber in der Knesset, sie sind Kommandeure der Streitkräfte, Ärzte und arbeiten in allen anderen Berufen.

Verurteilung Wenn Muslime in diesem Ramadan keine israelischen Datteln kauften, sei dies ein klares und deutliches Zeichen der Verurteilung der israelischen Politik, so der Initiator der Kampagne laut Bericht. Ramadan sei eine Zeit der Besinnung und Selbstverbesserung, in der man sich seiner Handlungen und deren Auswirkungen besonders bewusst sei.

Nach Angaben von FOA ist Israel der weltweit größte Exporteur der beliebtesten Dattelsorte Medjoul und exportiert rund die Hälfte seiner Produktion nach Europa.

Voraussichtliche Dauer des Ramadans ist vom Abend des 22. März bis nach Sonnenuntergang des 20. April. Der genaue Beginn des Fastenmonats sowie des Fests zum Fastenbrechen »Eid al-Fitr« wird durch die jeweiligen geistlichen Autoritäten unter Einbeziehung von astronomischen Berechnungen sowie der Sichtbarkeit der Mondsichel festgelegt.

Zahlreiche muslimische Länder folgen zudem traditionell der Entscheidung Saudi-Arabiens, in dem die heiligen muslimischen Stätten Mekka und Medina liegen. kna/ja

Women’s Asian Cup

Trump fordert von Australien Asyl für iranische Fußballerinnen

Die Spielerinnen hatten sich vor dem Anstoß im Robina Stadium geweigert, die iranische Nationalhymne zu singen

 09.03.2026

Hildburghausen

Zahlreiche Rechtsrock-Konzerte im thüringischen Brattendorf

Ein Gasthaus im südthüringischen Brattendorf ist zu einem Treffpunkt der Neonazi-Szene geworden

 09.03.2026

Moskau

Putin sichert Mojtaba Chamenei Russlands Unterstützung zu

Russland sieht sich traditionell als enger Partner des Iran. Der Kremlchef wünscht dem neuen Obersten Führer Mut, Gesundheit und Kraft

 09.03.2026

Beirut

Israel setzt Angriffe im Libanon fort

Immer wieder erschüttern Explosionen die Vororte der libanesischen Hauptstadt. Ein Ende der durch neue Angriffe der Hisbollah verursachten Eskalation ist nicht in Sicht

 09.03.2026

Gaziantep

Türkei: NATO fängt Geschoss im türkischen Luftraum ab

Trümmer des Geschosses fallen auf türkischen Boden. Es ist nicht das erste Mal

 09.03.2026

Berlin

Zweifel an Angriff auf Neuköllner Schulleiter – Ermittlungen richten sich nun gegen ihn selbst

Ein Überwachungsvideo vom U-Bahnhof Rathaus Neukölln wirft Fragen auf. Angaben von Hudhaifa Al-Mashhadani hatte angegeben, angegriffen worden zu sein

 09.03.2026

Magdeburg

Auftakt für jüdische Kultur in Sachsen-Anhalt

Ministerpräsident Sven Schulze betonte als Schirmherr die Bedeutung der Kulturtage als klares Signal der Solidarität mit Jüdinnen und Juden in Sachsen-Anhalt

 09.03.2026

Nahost

Teheran erneut von Explosionen erschüttert

Bewohner berichten von einer neuen Angriffswelle: Kampfjets nähern sich, laute Detonationen sind zu hören

 09.03.2026

Kommentar

Der Iran-Krieg könnte das Ende der amerikanisch-israelischen Allianz bedeuten

Noch folgt im Kampf gegen das Mullah-Regime eine gute Nachricht auf die andere. Doch sobald der Krieg in die schwierige Phase übergeht, werden auch die Beziehungen zwischen Jerusalem und Washington auf die Probe gestellt werden

von Hannes Stein  09.03.2026