Meinung

Käßmanns Geschichte

Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.» Muss man Bischöfin Käßmann und andere Würden- oder Amtsträger an diesen neutestamentlichen Satz (Lukas 23,34) erinnern? Dass es für das Christentum keinen «gerechten Krieg» gibt, ist eher eine Erfindung der EKD-Ratsvorsitzenden als eine auf Kenntnissen fußende Erkenntnis. Auch das ist neu: Eine absolut integre deutsche Top-Persönlichkeit spricht den von Hitler angegriffenen und der Vernichtung ausgesetzten Völkern die Berechtigung ab, sich dem Angriffskrieg Hitlers widersetzt, den Frieden, das Ende des Holocausts durchgesetzt zu haben. Versteht Frau Käßmann nicht, dass sie damit Hitlers Vorgehen rechtfertigt? Versteht sie nicht, dass sie die bisher am Rand der Gesellschaft operierenden «Revisionisten» in die Mitte der Gesellschaft führt? Versteht Frau Käßmann nicht, dass sie den Gründungskonsens der Welt- und Wertordnung nach 1945 verwirft? Weiß sie nicht, dass die Westmächte bis zur Selbstgefährdung und Selbstaufgabe Hitler entgegenkamen und durch dieses «Appeasement» seine Fähigkeit zu Krieg und Vernichtung verstärkten? «Umkehr» kennen Christentum und Judentum. Kehren Sie um, Bischöfin Käßmann!

Der Autor lehrt Neuere Geschichte an der Universität der Bundeswehr in München.

Bayern

Kommunen müssen Antisemitismus-Verdacht alleine prüfen

Wenn der Verdacht des Judenhasses aufkommt, können Bayerns Kommunen jetzt Veranstaltungen in ihren Räumen untersagen. Um Gerichtsverfahren zu vermeiden, hatten sie um Hilfe gebeten - vergeblich, wie sich nun zeigt

 12.01.2026

Argentinien

Antisemitische Verschwörungstheorien nach Waldbränden

Der ehemalige General César Milani beschuldigt »Israelis«, für die Brände verantwortlich zu sein. Präsident Javier Milei spricht in Zusammenhang mit den Verschwörungsmythen von der »dunklen Seite Argentiniens«

 12.01.2026

Washington D.C.

Trump an Antisemiten: »Ich denke, wir mögen sie nicht«

In einem Interview sagt der amerikanische Regierungschef auch: »Ich war der beste Präsident in der Geschichte der Vereinigten Staaten für Israel.«

 12.01.2026

Berlin/Jerusalem

Dobrindt: Mehr Kooperation mit Israel für Sicherheit Deutschlands

Der Brandanschlag auf das Stromnetz im Berliner Südwesten zeigt Schwachstellen in Deutschlands Sicherheit. Um besser aufgestellt zu sein, will die Bundesrepublik enger mit Israel zusammenarbeiten

 11.01.2026

Meinung

Wo bleibt Deutschlands Unterstützung für die protestierenden Iraner?

Bisher äußerte sich der Bundeskanzler schmallippig zu den Protesten gegen die Mullahs. Es wird Zeit, dass er aus Europa Druck auf die Mullahs macht

von Saba Farzan  11.01.2026

Kommentar

Ärzte mit Grenzen

Die Waffen schweigen weitgehend in Gaza, der Informationskrieg tobt weiter. Ein besonders niederträchtiges Beispiel liefert »Ärzte ohne Grenzen«

von Wolf J. Reuter  10.01.2026 Aktualisiert

Kommentar

Die Proteste im Iran und die blamable Berichterstattung von ARD und ZDF

Die Mullahs sollen weg, der Schah soll kommen: Dafür hat die Linke gerade keine Erklärung parat - und mit ihr auch nicht die links geprägten Redaktionen des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks

von Christoph Lemmer  10.01.2026

Berlin

»Das Mullah-Regime muss jetzt fallen«

Zentralrat der Juden: Es braucht ein Ende der Zurückhaltung gegenüber Teheran - und ein klares politisches Signal aus Deutschland

 09.01.2026

Fernsehen

Jüdische Journalisten kritisieren Verpixelung von »Bring them Home!«-Kette

Der Verband JJJ fordert: Die »unpolitische, rein humanitäre Forderung« auf der Plakette eines Kochs muss sichtbar sein

 09.01.2026