Köln

Verfahren wegen mutmaßlich antisemitischen Überfalls gegen Zahlung eingestellt

Wegweiser auf dem Gelände des Justizzentrum Köln Foto: picture alliance/dpa

Am Amtsgericht Köln hat am Dienstag ein Prozess gegen drei junge Männer wegen eines mutmaßlich antisemitischen Überfalls stattgefunden. Das Ergebnis: Das Verfahren wird nach einer Zahlung von 500 beziehungsweise 400 Euro Schmerzensgeld eingestellt. So berichtet die »Bild«.

Den Angeklagten wurde vorgeworfen, im August 2021 einen damals 18-jährigen Mann, der eine Kippa auf dem Kopf getragen haben soll, angegriffen und verletzt zu haben, wie eine Gerichtssprecherin dem Evangelischen Pressedienst (epd) sagte.

Rettungskräfte hatten das schwer verletzte Opfer unter anderem mit einem Jochbein-Bruch und Verletzungen am Oberkörper in ein Krankenhaus gebracht. Wegen des jungen Alters der Angeklagten fand der Prozess vor einem Jugendstrafgericht statt.

Laut »Bild«-Bericht soll sich das Opfer vor Gericht jedoch in Widersprüche verwickelt haben. Bei seiner Aussage soll er sich nicht mehr genau erinnert haben, ob er wirklich antisemitisch beleidigt worden war. epd/ja

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