Köln

Verfahren wegen mutmaßlich antisemitischen Überfalls gegen Zahlung eingestellt

Wegweiser auf dem Gelände des Justizzentrum Köln Foto: picture alliance/dpa

Am Amtsgericht Köln hat am Dienstag ein Prozess gegen drei junge Männer wegen eines mutmaßlich antisemitischen Überfalls stattgefunden. Das Ergebnis: Das Verfahren wird nach einer Zahlung von 500 beziehungsweise 400 Euro Schmerzensgeld eingestellt. So berichtet die »Bild«.

Den Angeklagten wurde vorgeworfen, im August 2021 einen damals 18-jährigen Mann, der eine Kippa auf dem Kopf getragen haben soll, angegriffen und verletzt zu haben, wie eine Gerichtssprecherin dem Evangelischen Pressedienst (epd) sagte.

Rettungskräfte hatten das schwer verletzte Opfer unter anderem mit einem Jochbein-Bruch und Verletzungen am Oberkörper in ein Krankenhaus gebracht. Wegen des jungen Alters der Angeklagten fand der Prozess vor einem Jugendstrafgericht statt.

Laut »Bild«-Bericht soll sich das Opfer vor Gericht jedoch in Widersprüche verwickelt haben. Bei seiner Aussage soll er sich nicht mehr genau erinnert haben, ob er wirklich antisemitisch beleidigt worden war. epd/ja

Pentagon

USA wollen Taktik im Iran-Krieg ändern

Seit vier Tagen attackieren amerikanische Truppen Ziele im Iran, jetzt sollen sie ihre Herangehensweise ändern

 04.03.2026

Nahost

Containerschiff in Straße von Hormus von Geschoss getroffen

Die Meeresenge zwischen dem Persischem Golf und dem Golf von Oman ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten weltweit. Die iranischen Revolutionsgarden scheinen mit ihren Drohungen ernst zu machen

 04.03.2026

Krieg

Versprechen eingelöst

US-Präsident Trump und Israels Premier Netanjahu halten Wort: Sie lassen die Iraner nicht allein. Nach der Tötung des Despoten Ali Chamenei ist der Weg zur Freiheit geebnet

von Saba Farzan  04.03.2026

Nahost

Freunde auf Abstand: Moskau, Peking und der Iran-Krieg

Russland und China sind Partner Irans. Im Krieg greifen beide jedoch nicht ein. Dahinter stehen geopolitisches Kalkül, wirtschaftliche Interessen - aber auch militärische Gründe

von Jörn Petring, Ulf Mauder  04.03.2026

Brüssel

NATO geht von iranischem Beschuss auf die Türkei aus

Zum ersten Mal seit Beginn des Krieges fängt das NATO-Mitglied Türkei eine Rakete aus dem Iran ab. Bislang hat sich Ankara neutral verhalten. Die NATO geht nicht von einem Unfall aus

 04.03.2026

Transatlantischer Streit

Zoff um Iran-Krieg: EU warnt Trump vor Embargo gegen Spanien

Trump droht Madrid wegen mangelnder Unterstützung für den Iran-Krieg mit einem Handelsstopp. Aus Brüssel kommt Widerspruch

 04.03.2026

Streit um Militärbasen

Spanien wirft Merz mangelnden Beistand nach Trump-Kritik vor

Der US-Präsident kritisiert Spanien scharf, der Bundeskanzler bleibt im Weißen Haus zunächst still. Spaniens Außenminister zeigt sich überrascht – und fordert mehr Zusammenhalt von Deutschland

 04.03.2026

Gespräch

»Wir können damit umgehen«

Brigadegeneral Ilan Biton, ehemaliger Chef der israelischen Luftabwehr, über die iranischen Angriffe, Drohnen der Hisbollah und die Effektivität der israelischen Verteidigung

von Detlef David Kauschke  04.03.2026

Meinung

Knaulkorb für den Zentralrat

In einem »taz«-Kommentar von Susanne Knaul wird der Zentralrat der Juden und sein Präsident Josef Schuster aufgefordert, beim Thema Iran »einfach mal die Klappe« zu halten

von Michael Thaidigsmann  04.03.2026