Leipzig

Jüdisches Mahnmal mit Hakenkreuz beschmiert

Leere Stühle am Mahnmal für die zerstörte Synagoge in Leipzig Foto: imago

Unbekannte haben ein jüdisches Mahnmal in Leipzig mit einem Hakenkreuz beschmiert. Das Symbol an der Mauer des Mahnmals in der Gottschedstraße im Stadtzentrum sei etwa 52 mal 35 Zentimeter groß, teilte die Polizeidirektion Leipzig am Mittwoch mit. Der Sachschaden liege bei rund 200 Euro.

OBJEKTSCHUTZ Ein Mitarbeiter eines Objektschutzes hatte die Polizei demnach bereits Samstagnacht auf die mit Sprühfarbe angebrachte Schmiererei aufmerksam gemacht. Die Kriminalpolizei ermittle wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und gemeinschädlicher Sachbeschädigung und suche nach Zeugen, hieß es.

In der Leipziger Gottschedstraße stand seit 1855 die Große Gemeindesynagoge, die im November 1938 von den Nationalsozialisten zerstört wurde. 1966 wurde an dieser Stelle ein Gedenkstein aufgestellt, seit 2001 erinnert ein Mahnmal aus 140 leeren Stühlen aus Bronze an die Synagoge und ihre Zerstörung. epd

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