Leipzig

Jüdisches Mahnmal mit Hakenkreuz beschmiert

Leere Stühle am Mahnmal für die zerstörte Synagoge in Leipzig Foto: imago

Unbekannte haben ein jüdisches Mahnmal in Leipzig mit einem Hakenkreuz beschmiert. Das Symbol an der Mauer des Mahnmals in der Gottschedstraße im Stadtzentrum sei etwa 52 mal 35 Zentimeter groß, teilte die Polizeidirektion Leipzig am Mittwoch mit. Der Sachschaden liege bei rund 200 Euro.

OBJEKTSCHUTZ Ein Mitarbeiter eines Objektschutzes hatte die Polizei demnach bereits Samstagnacht auf die mit Sprühfarbe angebrachte Schmiererei aufmerksam gemacht. Die Kriminalpolizei ermittle wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und gemeinschädlicher Sachbeschädigung und suche nach Zeugen, hieß es.

In der Leipziger Gottschedstraße stand seit 1855 die Große Gemeindesynagoge, die im November 1938 von den Nationalsozialisten zerstört wurde. 1966 wurde an dieser Stelle ein Gedenkstein aufgestellt, seit 2001 erinnert ein Mahnmal aus 140 leeren Stühlen aus Bronze an die Synagoge und ihre Zerstörung. epd

Berlin

»Wenn Alice Weidel Kanzlerin wird, bin ich weg!« 

Der Kabarettist Dieter Nuhr sagt, er halte es für einen Fehler, die AfD politisch konsequent auszuschließen. Die Dämonisierung der Partei habe ihr eher genützt

 10.06.2026 Aktualisiert

Berlin

Dieter Nuhr erhält den Leo-Baeck-Preis

Der Kabarettist ist mit dem Leo-Baeck-Preis ausgezeichnet worden. Zentralratspräsident Josef Schuster würdigte den Kabarettisten für seinen entschiedenen Einsatz gegen Antisemitismus

von Detlef David Kauschke  10.06.2026

Leo-Baeck-Preis

»Seine Arbeit hat rettende Relevanz«

Ahmad Mansour lobte in seiner Laudatio auf Dieter Nuhr den Mut und die intellektuelle Unbestechlichkeit des Kabarettisten. Eine Dokumentation

von Ahmad Mansour  10.06.2026

Rede

»Sie beweisen Zivilcourage und folgen mit ihrem Mut dem Beispiel von Leo Baeck«

Zentralratspräsident Schuster hob bei der Vergabe des Leo-Baeck-Preises Dieter Nuhrs ebenso fairen wie kompetenten Blick auf den jüdischen Staat hervor

von Josef Schuster  10.06.2026

Berlin

»Ich bin stolz! Sehr stolz«

Dieter Nuhr ist mit dem Leo-Baeck-Preis des Zentralrats der Juden geehrt worden. Wir dokumentieren hier exklusiv seine Rede im Wortlaut

von Dieter Nuhr  10.06.2026

Krieg

»Jetzt müssen sie die Konsequenzen tragen!«

Der US-Präsident sieht die iranischen Streitkräfte am Boden und droht dem Land einmal mehr. Teheran habe die Chance für einen Deal verpasst

 10.06.2026

München

Anklage nach Angriff auf israelisches Konsulat

Ein 24-Jähriger wirft Steine auf die Einrichtung und löst mit einem verdächtigen Rucksack einen größeren Polizeieinsatz aus. Weshalb ihn Ermittler vor Gericht sehen wollen

 10.06.2026

Brandenburg

Goebbels-Villa könnte Zentrum gegen Extremismus werden

Das alte Haus nördlich von Berlin verfällt seit Jahren. Jetztsoll daraus ein Ort gegen Antisemitismus werden

 10.06.2026

Meinung

So macht man Stimmung

Die deutsche Berichterstattung über den Krieg zwischen Israel und der Terrormiliz Hisbollah ist unterkomplex und einseitig. Über die wahren Interessen der Libanesen wird dabei hinweggegangen

von Ahmad Mansour  10.06.2026