Leipzig

Jüdisches Mahnmal mit Hakenkreuz beschmiert

Leere Stühle am Mahnmal für die zerstörte Synagoge in Leipzig Foto: imago

Unbekannte haben ein jüdisches Mahnmal in Leipzig mit einem Hakenkreuz beschmiert. Das Symbol an der Mauer des Mahnmals in der Gottschedstraße im Stadtzentrum sei etwa 52 mal 35 Zentimeter groß, teilte die Polizeidirektion Leipzig am Mittwoch mit. Der Sachschaden liege bei rund 200 Euro.

OBJEKTSCHUTZ Ein Mitarbeiter eines Objektschutzes hatte die Polizei demnach bereits Samstagnacht auf die mit Sprühfarbe angebrachte Schmiererei aufmerksam gemacht. Die Kriminalpolizei ermittle wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und gemeinschädlicher Sachbeschädigung und suche nach Zeugen, hieß es.

In der Leipziger Gottschedstraße stand seit 1855 die Große Gemeindesynagoge, die im November 1938 von den Nationalsozialisten zerstört wurde. 1966 wurde an dieser Stelle ein Gedenkstein aufgestellt, seit 2001 erinnert ein Mahnmal aus 140 leeren Stühlen aus Bronze an die Synagoge und ihre Zerstörung. epd

Europäisches Parlament

»Auschwitz ist eine Fälschung«: Immunität aufgehoben

Der rechtsextreme Politiker Grzegorz Braun muss sich in gleich mehreren Strafverfahren vor Gericht verantworten, unter anderem wegen Holocaustleugnung

 27.03.2026

Drohung

Katz: Israel verstärkt Angriffe im Iran

Das Vorgehen des Militärs gegen das Mullah-Regime werde nun stärker ausfallen und auf zusätzliche Ziele und Bereiche ausgeweitet, sagt der israelische Verteidigungsminister

 27.03.2026

Berlin

Tausende Straftaten bei israelfeindlichen Demonstrationen

Gewalt- und Propaganda-Delikte sowie Volksverhetzung in Hunderten Fällen wurden registriert

 27.03.2026

Berlin

Demonstration gegen Auftritt von Francesca Albanese

»Wer das Existenzrecht Israels delegitimiert und Gräueltaten rechtfertigt, darf in Berlin keine unwidersprochene Bühne erhalten«, sagen die Organisatoren der Kundgebung

von Imanuel Marcus  27.03.2026

Essay

Keine Empathie für Israel, nirgends

Was mich an der deutschen Reaktion auf den Iran-Krieg irritiert

von Ralf Fücks  27.03.2026

Kommentar

Wie mit dem Völkerrecht Israel delegitimiert wird

Der Angriff auf den Iran sei eindeutig völkerrechtswidrig, sagen zahlreiche Experten. Sie machen es sich zu einfach. Denn es spricht viel dafür, dass Israel ein Recht auf präventive Selbstverteidigung hat

von Monika Polzin  27.03.2026

Berlin

Antisemitischer Angriff in Prenzlauer Berg

Das Opfer schrieb hebräische Texte in ein Buch. Der Staatsschutz des Berliner Landeskriminalamts ermittelt

 27.03.2026

Analyse

Ist das wirklich nicht unser Krieg?

Ein atomar bewaffneter Iran wäre nicht nur ein Albtraum für Israel, sondern auch eine reale Bedrohung für Europa

von Roman Haller  27.03.2026

Jüdischer Wahlkämpfer

»Wer nicht kämpft, hat schon verloren«

David Rosenberg über den Wahlkampf in Rheinland-Pfalz, die Niederlage seiner Partei und warum er sich gerade als junger Jude weiter politisch engagieren will

von Mascha Malburg  27.03.2026