Berlin

Jüdischer Verein meldet antisemitischen Angriff auf Mitarbeiter

Die Markierung der Täter Foto: JFDA

Berlin

Jüdischer Verein meldet antisemitischen Angriff auf Mitarbeiter

Das Opfer entdeckt ein rotes Dreieck an der Klingelanlage seines Wohnhauses. Sein Klingelknopf ist ebenfalls rot markiert

 29.04.2026 15:44 Uhr

Das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus (JFDA) hat einen mutmaßlich antisemitisch motivierten Einschüchterungsversuch gegen einen Mitarbeiter bekannt gemacht. Nach Angaben der Organisation wurde am Mittwochmorgen am Wohnhaus des Betroffenen ein rotes Dreieck an der Klingelanlage entdeckt. Zudem sei dessen Name mit roter Farbe beschmiert worden.

Der Mitarbeiter habe die Polizei verständigt und Strafanzeige erstattet.

Das JFDA bewertet den Vorfall als schwerwiegenden Angriff. Das rote Dreieck wird von der palästinensischen Terrororganisation Hamas zur Markierung von Angriffszielen verwendet.

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Dass ein Mitarbeiter einer jüdischen Organisation im privaten Wohnumfeld markiert werde, sei ein besonders alarmierendes Signal, erklärte der Verein.

»Keine Form politischen Protests«

Levi Salomon, Sprecher des JFDA, verurteilte die Tat scharf. »Wer Mitarbeitende einer jüdischen Organisation an ihrem Wohnort markiert, überschreitet eine weitere Grenze. Das ist kein politischer Protest, sondern eine gezielte Einschüchterung.« Weiter sagte er: »Menschen, die Antisemitismus dokumentieren und öffentlich machen, dürfen nicht selbst zur Zielscheibe werden.«

Nach Angaben des Forums war der betroffene Mitarbeiter bereits in der Vergangenheit im Zusammenhang mit der Beobachtung israelfeindlicher und teils antisemitischer Demonstrationen bedroht und angegriffen worden.

Das JFDA fordert nun eine umfassende Untersuchung des Vorfalls. Zugleich verlangte die Organisation besseren Schutz für Betroffene. Einschüchterungsversuche gegen Mitarbeiter jüdischer Einrichtungen richteten sich nicht nur gegen Einzelpersonen, sondern auch gegen zivilgesellschaftliches Engagement und die öffentliche Dokumentation von Antisemitismus. im

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