Köln

Jüdischer Gemeindevertreter: Derzeit kein Dialog mit Muslimen

Die Synagoge der Synagogen-Gemeinde Köln Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress

Ein Dialog zwischen jüdischen und muslimischen Verbänden in Deutschland ist aus Sicht des Kölner jüdischen Gemeindevertreters Felix Schotland derzeit kaum möglich. Es fehle eine einheitliche Erklärung der muslimischen Verbände, dass sie den Angriff der Hamas auf Israel verurteilen, sagte der Vorstand der Synagogen-Gemeinde Köln am Donnerstag im Interview dem ARD-Morgenmagazin.

Es gebe zwar keine Möglichkeit mehr, mit den Terroristen zu sprechen, »aber es muss wieder eine Möglichkeit geben, in Frieden zusammen zu leben«.

Viele Juden in Deutschland fühlten sich aktuell verunsichert, so Schotland, der die jüdischen Gemeinden in Nordrhein-Westfalen im WDR-Rundfunkrat vertritt. »Viele Gemeindemitglieder rufen uns an und haben Angst, wie es weitergehen soll.« Zwar sei durch die erhöhten Schutzvorkehrungen das Sicherheitsgefühl leicht verbessert worden.

Gleichzeitig entstehe durch die Bilder aus Israel sowie die Demonstrationen in Deutschland ein unsicheres Gesamtkonstrukt. »Es muss ein Zeichen gezeigt werden, dass gewisse Organisationen verboten werden«, betonte Schotland. Diese verbreiteten auf deutschen Straßen Antisemitismus. »Das darf man nicht dulden.« kna

Medien

Springer-Chef Döpfner nimmt »Politico«-Redaktion in die Pflicht

Niemand sollte für Axel Springer arbeiten, wenn er Israels Existenzrecht anzweifelt, stellt Mathias Döpfner nach Kritik aus der »Politico«-Redaktion klar

 29.04.2026

Washington D.C.

Trump attackiert Merz: »Er hat keine Ahnung, wovon er spricht!«

Der US-Präsident ist verärgert über die Kritik des Bundeskanzlers am Iran-Krieg

 28.04.2026

Nahost

Verdrehte Moral

Es ist geradezu atemraubend, mit welcher Inbrunst das Opfer-Täter-Verhältnis hierzulande verkehrt wird, wenn es um Israels Reaktion auf islamistische Terrororganisationen geht

von Jacques Schuster  28.04.2026 Aktualisiert

Offener Brief

Schramm warnt vor Rechtsruck in Sachsen-Anhalt

Der Vorsitzende der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen warnt vor wachsendem Nationalismus und einem möglichen Rechtsruck in Sachsen-Anhalt. Die AfD lehnt er klar ab und bezeichnet sie als »nicht wählbar«

 28.04.2026

Kommentar

Antisemitismus und Israelfeindlichkeit werden die SPD nicht retten

Die Sozialdemokraten sollten sich nicht an Zohran Mamdani oder Pedro Sánchez orientieren, sondern an einer alten Wahrheit von Bill Clinton

von Stefan Laurin  28.04.2026

New York

Wadephul auf Werbetour bei den Vereinten Nationen

Der deutsche Außenminister führt angesichts der Kriege im Iran und der Ukraine Gespräche bei der UNO. Es geht aber auch um eine für Deutschland wichtige Wahl Anfang Juni

von Jörg Blank, Anne Pollmann  28.04.2026

Toronto

Angriff vor Synagoge, Judaica-Geschäft beschädigt

Ein Gemeindemitglied wird geschlagen, ein Judaica-Geschäft beschädigt

 28.04.2026

Hamburg

Ausstellung zeigt Arbeiten an Ruine des Israelitischen Tempels

Die Finanzbehörde der Hansestadt will das bedeutende Kulturdenkmal dauerhaft erhalten und öffentlich zugänglich machen

 28.04.2026

Berlin

Festakt zur Umbenennung in Margot-Friedländer-Platz

Der Vorplatz des Berliner Abgeordnetenhauses wird zum 7. Mai umbenannt

 28.04.2026