Berlin

Jüdische Organisationen solidarisieren sich mit Opfern des CSD-Anschlags

Keshet Deutschland und die Jüdische Studierendenunion Deutschland auf dem Berliner CSD 2019 Foto: imago images / Revierfoto

Nach dem mutmaßlichen Terroranschlag auf den »Christopher Street Day« (CSD) in Berlin zeigen jüdische Organisationen ihre Anteilnahme. Ein Mann war am Samstagabend in der Nähe des Tiergartens in eine feiernde Menschenmenge gefahren und hatte dabei eine Person getötet und 29 weitere verletzt.

Der queer-jüdische Verein »Keshet Deutschland«, der an der Parade der LGBTIQ-Gemeinschaft teilgenommen hatte, schrieb auf Instagram: »Solche Angriffe führen uns vor Augen, dass der Weg zu echter Gleichberechtigung und Sicherheit noch lange nicht zu Ende ist.« Der CSD sei »offen, vielfältig und frei«, so Keshet. »Doch heute werden wir daran erinnert, dass diese Vision noch immer bedroht ist.« Dennoch wolle man sich nicht einschüchtern lassen. »Morgen werden wir stärker sein als heute.«

Der Zentralrat der Juden in Deutschland zeigte sich »zutiefst erschüttert über den tödlichen Anschlag im Umfeld des Berliner CSD«. Die Dachorganisation der jüdischen Gemeinden schrieb in den sozialen Medien: »Unsere Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und allen Verletzten.«

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Die Jüdische Studierendenunion Deutschland (JSUD) schildert auf Instagram, wie manche ihrer Mitglieder sie den CSD am Samstag als Teilnehmer erlebt haben. Demnach seien sie von ihrer Security auf die Möglichkeit eines Angriffs vorbereitet worden. »Gegen 22:00 Uhr erreichte uns die Schreckensnachricht. Das Szenario, das wir am Morgen noch für äußerst unwahrscheinlich gehalten hatten, war Wirklichkeit geworden.« Die Gedanken der JSUD seinen bei den Opfern des Anschlags und ihren Angehörigen. »Wir stehen fest an eurer Seite.«

Die Polizei fahndet derzeit nach dem mutmaßlichen Täter. Dabei soll es sich um den 21-jährigen Abdul B. handeln, der polizeibekannt sei und der islamistischen Szene zugerechnet werde, wie ein Polizeisprecher sagte. ja

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