Bundesregierung

Israels künftiger Botschafter: Leid von Olympia 1972 endlich anerkennen

Designierter Botschafter Israels in Deutschland: Ron Prosor Foto: picture alliance / GEORG HOCHMUTH / APA / picturedesk.com

In der Debatte um eine Anerkennung des Leids der israelischen Terroropfer bei der Olympiade in München 1972 durch die Bundesregierung dringt der designierte Botschafter des Landes auf ein Ergebnis.

Ron Prosor bezog sich am Montagabend auf Twitter auf die Erfolge der Sportler seines Landes bei der derzeitigen Leichtathletik-Europameisterschaft in der bayerischen Landeshauptstadt und schrieb: »Es ist bewegend, die israelische Hymne in München bei einem Sportwettkampf zu hören. Die Marathon-Läufer haben gezeigt, dass Ausdauer und harte Arbeit zum Erfolg führen. Und so sollte auch der lange Kampf um die Anerkennung des Leids von München 72 endlich zu diesem Ergebnis führen.«

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Am 5. September 1972 hatten palästinensische Terroristen die israelische Olympia-Mannschaft überfallen. Elf Mitglieder des Teams und ein Polizist wurden getötet. Sprecherinnen der Opferfamilien hatten vor dem anstehenden 50. Jahrestag ein Entschädigungsangebot des Bundes als unzureichend zurückgewiesen. 

Beim Marathon gewannen am Montag die israelischen Männer die Teamwertung. In der Einzelwertung belegten die israelischen Männer Rang zwei und drei. dpa

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