Nahost

Israels Botschafter fordert Kurswechsel gegenüber Iran

Ron Prosor, der Botschafter Israels in der Bundesrepublik Deutschland Foto: picture alliance / dts-Agentur

Der israelische Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, hat die Europäische Union zu einem »Kurswechsel« in ihrer Politik gegenüber dem Iran aufgefordert. Nach dem iranischen Großangriff auf sein Land müsse Europa »klare Kante zeigen«, sagte der Botschafter der »Rheinischen Post«.

»Zum Beispiel, indem die iranische Revolutionsgarde als Terrororganisation gelistet wird. Die Revolutionsgarde verbreitet Terror und Gewalt im Nahen Osten und darüber hinaus«, sagte Prosor. »Europa ist am Zug. Wir haben gesehen, dass es nicht gelungen ist, die Gefahren des Iran einzudämmen. Wir brauchen einen Kurswechsel.«

Wie Israel auf den Angriff des Iran reagieren wird, sagte der Botschafter nicht, betonte aber: »Wir werden zurückschlagen, damit niemand jemals wieder auf die Idee kommt, uns anzugreifen.«

Aufrechterhaltung des Abschreckungsszenarios

Die USA und Deutschland seien Israels engste Freunde. Die Lehre von leben und leben lassen sei nicht besonders weit verbreitet im Nahen Osten. »Das müssen unsere Freunde auch verstehen. Unsere Nachbarschaft ist nicht Liechtenstein oder Luxemburg. Wir müssen uns behaupten«, sagte Prosor.

»Jeder, der Israel angreift, wird zur Verantwortung gezogen. Es ist wichtig für unsere Sicherheit und die Region, dass das Abschreckungsszenario aufrechterhalten wird«, so der Diplomat.

Der Iran hatte Israel am Wochenende mit Raketen, Marschflugkörpern und Drohnen attackiert, die aber weitgehend abgefangen werden konnten. Die Sorge ist groß, dass sich der Konflikt weiter ausbreiten könnte. dpa/ja

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