Krieg gegen den Terror

Israels Armee: Zivilisten sollen Norden des Gazastreifens verlassen

Bei den Luftschlägen gegen den Terror wurden auch in Rafah Gebäude zerstört. Foto: copyright (c) Flash90 2023

Israels Militär hat die Palästinenser im nördlichen Gazastreifen zur Evakuierung aufgefordert. »Das Militär ruft alle Zivilisten von Gaza auf, ihre Häuser zu ihrer eigenen Sicherheit und zu ihrem Schutz nach Süden zu verlassen«, teilte die Armee am Freitagmorgen mit.

»Die Terrororganisation Hamas führt einen Krieg gegen den Staat Israel, und Gaza ist ein Gebiet, in dem militärische Operationen stattfinden«, begründete das Militär den Aufruf. »Sie werden erst dann in den Norden Gazas zurückkehren können, wenn eine weitere Ankündigung erfolgt, die dies erlaubt«, hieß es weiter. Niemand solle sich dem Bereich des Sicherheitszauns zum Staat Israel nähern.

Terroristen und unschuldige Zivilisten

Vom Militär hieß es, Hamas-Terroristen versteckten sich in Gaza in Tunneln unter Häusern und in Gebäuden, in denen sich unschuldige Zivilisten aus dem Gazastreifen aufhielten. Beobachter gehen davon aus, dass eine Bodenoffensive Israels nach dem Großangriff der islamistischen Hamas im Gazastreifen bevorstehen könnte.

Laut UN wären von einer solchen Evakuierung mehr als eine Million Menschen betroffen. »Das sind etwa 1,1 Millionen Menschen«, sagte UN-Sprecher Stéphane Dujarric der US-Nachrichtenseite Axios. Die Teamleiter des UN-Büros für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten und der Abteilung für Sicherheit in Gaza sind demnach von ihren Verbindungsoffizieren beim israelischen Militär über die Evakuierung informiert worden.

Der Befehl habe für alle UN-Mitarbeiter und diejenigen, die in UN-Einrichtungen untergebracht waren, gegolten, einschließlich Schulen, Gesundheitszentren und Kliniken, so Dujarric zu Axios.

Das UN-Hilfswerk für Palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) im Gazastreifen ist nach dem Aufruf mit seiner Zentrale in den Süden umgezogen. »UNRWA hat seine zentrale Einsatzzentrale und sein internationales Personal in den Süden verlegt, um seine humanitären Maßnahmen und die Unterstützung seiner Mitarbeiter und der palästinensischen Flüchtlinge in Gaza fortzusetzen«, teilte die Organisation am Freitag auf X, ehemals Twitter, mit. Das Hilfswerk forderte »die israelischen Behörden dringend auf, alle Zivilisten in Unterkünften, einschließlich Schulen, zu schützen.« dpa/ja

Shelly Meyer

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