Westjordanland

Israelischer Soldat getötet

Ein israelischer Soldat ist am Samstag im Westjordanland ermordet worden. Das bestätigten die Behörden am Sonntagmorgen. Der vermutliche Mörder, der Palästinenser Nidal Amar, gestand, den 20-jährigen Tomer Hazan in sein Dorf gelockt und dann getötet zu haben.

Während der Befragung durch den Inlandsgeheimdienst Schin Bet gab der Verdächtige an, ein nationalistisches Motiv gehabt zu haben. Mit der Leiche Hazans habe er seinen Bruder aus dem israelischen Gefängnis freipressen wollen. Neben Nidal Amar wurden weitere Mitglieder seiner Familie festgenommen. Die Ermittlungen dauern an, wie die Pressestelle der Armee erklärte.

Kollegen Hazan und Amar kannten sich aus einem Restaurant in Bat Jam, in dem die beiden arbeiteten. Nachdem der Israeli einen Anruf von seinem Bekannten erhalten hatte, machte er sich am Abend offenbar mit einem Taxi auf den Weg in die Nähe von Kalkilia im palästinensischen Westjordanland und traf sich mit ihm. Außerhalb des Dorfes tötete Amar den Soldaten nach eigenen Angaben und warf den Körper anschließend in einen sieben Meter tiefen Brunnen.

Warum sich der Israeli überhaupt in das Palästinensergebiet locken ließ, ist noch unklar. Die Tageszeitung Haaretz vermutet, dass es sich um illegale Geschäfte gehandelt haben könne, in die beide verwickelt waren.

Vorfall Der Mord könnte einen Schatten über die Verhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern werfen, die derzeit in Washington stattfinden. Einige Politiker erklärten bereits, dass der Vorfall zeige, dass die Palästinenser kein ernsthaftes Interesse an einem Frieden haben.

»Man schließt keinen Frieden mit Terroristen, die Soldaten in eine Grube werfen«, erklärte Bauminister Naftali Bennett noch am Wochenende, »sondern bekämpft sie gnadenlos«. Angeblich, so Bennett weiter, habe sich Israels Verhandlungspartner in den 20 Jahren seit Oslo in keiner Weise verändert. »Mit diesem Mord sollte ein Terrorist, ein Kämpfer für Abu Masen, freigepresst werden. Das zeigt einmal mehr, wer unser Partner ist.«

Präsidentenwahl in Frankreich

Wahlkampfstart der Rechten – Le Pen im Aufschwung?

Nach den Unruhen in Frankreich gewinnt Marine Le Pen in Umfragen weiter hinzu. Doch Antisemitismusvorwürfe gegen ihren politischen Ziehsohn, RN-Chef Jordan Bardella, belasten die Partei

 25.10.2026

Berlin

Mutmaßlich antisemitische Attacke in Schöneberg

Ein Unbekannter fragte einen 60-Jährigen, ob er Jude sei – dann schlug er zu. Der Staatsschutz ermittelt

 25.10.2026

Schild des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus

Sachsen

Sachsen: Jede antisemitische Diskriminierung ist verfassungswidrig

Der Schutz jüdischen Lebens ist in mehreren Landesverfassungen verankert. Der Freistaat Sachsen sieht bisher von einer expliziten Formulierung ab

 25.10.2026

Islamismus

Psychologe Ahmad Mansour: Teile der Linken verharmlosen Islamismus

Solidarität mit zweierlei Maß? Islam-Experte Mansour sieht bei Teilen der Linken eine Doppelmoral im Umgang mit Islamismus. Scharfe Kritik übt er auch am Umgang mit Israel und dem Nahostkonflikt

 25.10.2026

Feuer am Flughafen von Riad

Krieg in der Golfregion

Weiter Angriffe im Jemen und Saudi-Arabien

Riad im Norden, die jemenitische Hafenstadt Aden im Süden: An beiden Fronten greifen die Huthi-Rebellen mit Drohnen und Raketen an. Wird aus dem dauerhaften Beschuss ein Abnutzungskrieg?

 25.10.2026

Brandenburg

Neuer Staatsvertrag für jüdische Gemeinden in Brandenburg

In Brandenburg hat die Bekämpfung des Antisemitismus seit 2022 Verfassungsrang. Nun soll der Staatsvertrag mit den jüdischen Gemeinden verbessert werden

 25.10.2026

Antisemitismus

Hälfte der Länder verankert Kampf gegen Antisemitismus in Verfassung

Der Kampf gegen zunehmenden Antisemitismus ist nicht erst nach dem Hamas-Überfall auf Israel 2023 im Fokus. Schon nach dem Synagogenanschlag von Halle 2019 zogen einige Länder Konsequenzen in ihren Landesverfassungen – aber bei weitem nicht alle

 25.10.2026

Kommentar

Schließt die Botschaft Irans!

Deutschland muss verstehen, dass diese Diktatur nicht mehr zu halten ist

von Saba Farzan  25.10.2026

Iran-Krieg

Bericht: Iran nimmt US-Diplomaten in Nahost ins Visier

US-Botschaftspersonal wird im Nahen Osten reduziert. Hintergrund sollen Erkenntnisse von US-Nachrichtendiensten zu Anschlagsplänen des Irans sein

 25.10.2026