Aberdeen

Israelfeindliche Aktivisten dringen in britisches Büro von US-Rüstungskonzern ein

Schottische Polizeibeamte Foto: picture alliance / Sipa USA

In Schottland sind zwei Menschen festgenommen worden, nachdem Aktivisten in Aberdeen in die Räumlichkeiten eines US-amerikanischen Rüstungskonzerns eingedrungen waren. Die israelfeindliche Gruppe »People against Genocide« begründete die Aktion damit, dass das Unternehmen mit Israel zusammenarbeite. Das Jewish News Syndicate (JNS) und die jordanische Publikation »Roya News« berichteten.

Bei dem Unternehmen handelt es sich um Ultra Intelligence & Communications. Nach Angaben der Aktivistengruppe soll der Konzern gemeinsam mit dem israelischen Rüstungskonzern Elbit Systems an mindestens einem Verteidigungsprojekt arbeiten. Die schottische Polizei nahm zwei Mitglieder der Gruppe fest.

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Es war offenbar nicht der erste derartige Vorfall in diesem Sommer. Bereits im vergangenen Monat hatten Aktivisten nach eigenen Angaben eine weitere britische Einrichtung von Ultra Intelligence & Communications gestürmt. Dabei sollen Satellitenausrüstungen im Wert von rund vier Millionen US-Dollar beschädigt worden sein. Die Gruppe behauptete, die Technik sei für Israel bestimmt gewesen. Das Unternehmen äußerte sich auf Anfrage nicht zu den Vorfällen und dem tatsächlichen Ausmaß der Schäden.

In Großbritannien steht derartige Militanz seit dem Verbot der Anti-Israel-Gruppe »Palestine Action« besonders im Fokus. Die Regierung hatte die Organisation im vergangenen Jahr als terroristische Vereinigung eingestuft. Vorausgegangen waren wiederholte Angriffe auf Einrichtungen, die mit Israel in Verbindung stehen. Gegen das Verbot wurden mehrere juristische Schritte eingeleitet, bislang blieb es jedoch bestehen. im

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