Menschenrechte

Iran richtet drei weitere Männer nach Massenprotesten hin

Gholam-Hossein Mohseni-Ejei
Irans Justizchef Gholam-Hossein Mohseni-Ejei (Archivbild)

Die iranischen Behörden haben drei weitere Männer im Zusammenhang mit den Massenprotesten im Januar hinrichten lassen. Ihnen sei zur Last gelegt worden, im Auftrag Israels, der USA sowie »feindseliger Gruppen« gegen die nationale Sicherheit und Interessen des Irans agiert zu haben, berichtete das Justizportal Misan.

Die Männer, Hassan Divband, Hamid Kazemi und Reza Zanganeh, seien während der Massenproteste gegen die iranische Führung im Januar in der westiranischen Stadt Karadsch festgenommen worden. Die Justiz warf ihnen Misan zufolge weiter vor, während der Proteste an Angriffen auf Regierungsgebäude beteiligt gewesen zu sein und öffentliches Eigentum in Brand gesetzt sowie andere dazu angestiftet zu haben.

Menschenrechtler: Todesstrafe zur Einschüchterung

Ihre Todesurteile seien zuvor vom Obersten Gerichtshof bestätigt worden, zudem sei ihr Vermögen eingezogen worden. Details zur Hinrichtung nannte das Justizportal nicht. Im Iran wird die Todesstrafe in der Regel durch Erhängen vollzogen.

Menschenrechtsorganisationen werfen der iranischen Führung vor, die Todesstrafe zur politischen Unterdrückung und Einschüchterung der Bevölkerung anzuwenden.

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Die iranische Justiz hat nun mindestens 40 Männer im Zusammenhang mit den Protesten im vergangenen Winter hingerichtet. Die Demonstrationen waren angesichts der Wirtschaftskrise im Land ausgebrochen und hatten sich rasch zu Massenprotesten gegen die autoritäre Führung entwickelt. Der Staat ließ die Unruhen gewaltsam niederschlagen – Tausende Demonstranten wurden getötet.

Der Menschenrechtsorganisation Amnesty International zufolge wurden im vergangenen Jahr mindestens 2.159 Menschen im Iran hingerichtet – der höchste verzeichnete Wert seit 1981. dpa

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