Krieg

Iran lässt wenige Schiffe durch Straße von Hormus

Schiffsverkehr in der Straße von Hormus, dargestellt auf einem Internetportal mit Hilfe von AIS-Signalen Foto: picture alliance / FotoMedienService

Der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus bleibt stark eingeschränkt. Nach Angaben des Datenanbieters Kpler passierten am Dienstag nur drei Schiffe mit eingeschaltetem automatischen Identifikationssystem das Nadelöhr im Persischen Golf. 

Nach Angaben eines Sprechers des indischen Ministeriums für Häfen, Schifffahrt und Wasserstraßen ließ der Iran zwei Flüssiggastanker ohne Zwischenfälle durchfahren. Bereits Mitte des Monats waren zwei Gastanker mit indischer Flagge durchgefahren.

Dagegen verweigerten die Revolutionsgarden (IRGC) dem Containerschiff »Selen« - unter der Flagge des karibischen Inselstaates St. Kitts und Nevis - die Durchfahrt. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim begründete Marine-Kommandeur Ali-Resa Tangrisi dies mit fehlenden Genehmigungen. Demnach sei die Nutzung der Straße von Hormus nur in Abstimmung mit iranischen Behörden erlaubt.

Außenminister Abbas Araghtschi erklärte am Montag, die Straße von Hormus sei grundsätzlich offen – außer für Schiffe der »Aggressoren« USA und Israel sowie deren Unterstützer. Am Samstag hatte Araghtschi auf X geschrieben, Reedereien zögerten, weil Versicherer das Kriegsrisiko scheuten. 

Die für den internationalen Energiehandel zentrale Wasserstraße ist für weite Teile der Schifffahrt faktisch blockiert. Irans Kontrolle sowie Warnungen vor Minen, Drohnenangriffen und der Entzug von Kriegsrisikoversicherungen machen die Passage für westliche Reedereien nahezu unmöglich. Hunderte Tanker, Containerschiffe und Frachter liegen in der Region fest. dpa

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