Deutsche Welle

Intendant: Antisemitismus-Krise bewältigt

Das Funkhaus der Deutschen Welle in Bonn Foto: picture alliance / Daniel Kalker

Die Deutsche Welle (DW) hat nach Angaben ihres Intendanten Peter Limbourg ihre Antisemitismus-Krise bewältigt. Innerhalb der Redaktion des deutschen Auslandssenders sowie bei der Rekrutierung von Mitarbeitern seien viele Maßnahmen ergriffen worden, sagte Limbourg in Interview der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung«. »Ich denke, wir sind eine der öffentlichen Institutionen, die am stärksten auf Antisemitismus-Prävention achtet«, so der DW-Intendant.

Gleichzeitig warnte Limbourg davor, die Redaktion bei diesen Vorwürfen unter Generalverdacht zu stellen. Zwar gebe es durchaus starke kulturelle Unterschiede im Sender, allerdings werde das Programm dennoch eingehend geprüft. »Es ist nicht so, dass wir nicht wüssten, was die Kolleginnen und Kollegen senden«, betonte Limbourg.

Verhaltensregeln Im vergangenen Jahr waren Antisemitismusvorwürfe gegen Teile der DW-Redaktion laut geworden. Ein Untersuchungsbericht war zu dem Ergebnis gekommen, dass es Fehlverhalten Einzelner gegeben habe, aber keine Judenfeindlichkeit im journalistischen Programm des Senders. Angesichts der Vorwürfe hatte die DW unter anderem ihre internen Verhaltensregeln geändert und ein Kompetenzteam für Antisemitismus, jüdisches Leben sowie Israel und die Palästinensischen Gebiete einberufen.

Zuletzt hatte es im Januar Kritik an einem Videobeitrag über die neue Regierung in Israel gegeben, in dem ein Sprecher der Hamas zitiert wurde, ohne als solcher gekennzeichnet zu sein. Der Sender hatte daraufhin Fehler eingeräumt und sich entschuldigt. kna

Terror

Berlin am Tag zwei nach dem CSD-Anschlag

Nach dem CSD-Anschlag: Kanzler Merz kündigt Konsequenzen an, Herkunft des Todesopfers bekannt, verletzten Opfern geht es besser

 27.07.2026

Berlin

Neuköllns Integrationsbeauftragte: Härter gegen Islamismus vorgehen

Nach dem mutmaßlich islamistisch motivierten Anschlag am Rande des CSD in Berlin erklärt Güner Yasemin Balci, dass es in ihrem Bezirk sowohl mit Homophobie als auch mit Islamismus ein massives Problem gebe

 27.07.2026

New York

Angehörige von Opfern des 11. September wollen Mamdani von Gedenkfeier ausschließen

Die Betroffenen werfen dem Politiker vor, sich in der Vergangenheit nicht ausreichend von Terrorismus distanziert zu haben

 27.07.2026

Teheran

Chamenei bekräftigt Unterstützung für Hisbollah

Es gebe »keinen anderen Weg als Dschihad und Widerstand« gegen Israel, sagt der Oberste Führer

 27.07.2026

Toronto

Schüsse auf jüdische Bäckerei – Polizei ermittelt wegen möglicher Hasskriminalität

Innerhalb von 20 Minuten werden in der kanadischen Metropole zwei Anschläge auf die Bäckereikette Kiva’s Bagel verübt

 27.07.2026

Jerusalem

Netanjahu wirft Mamdani Hetze gegen Juden vor

Die Äußerungen des New Yorker Bürgermeisters über Israel schürten Hass, spalteten die Stadt spalten und trügen dazu bei, dass sich viele jüdische Einwohner nicht mehr sicher fühlten

 27.07.2026

Berlin

Felix Klein: »Brandmauer muss aufrechterhalten werden«

Der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung wendet sich gegen eine Öffnung der CDU zur AfD. Zur Begründung nennt er das AfD-Wahlprogramm in Sachsen-Anhalt

 27.07.2026

Seattle

Drei Tote und mehrere Verletzte bei Schießerei auf Foodfestival

Unter den Verletzten ist ein zweijähriges Kind. Bürgermeisterin Katie Wilson: »Betroffene Familien erleben den schlimmsten Moment ihres Lebens.«

 27.07.2026

Nahost

USA setzen Angriffe auf Iran vorerst aus – Raum für neue Verhandlungen

Der amerikanische UN-Botschafter Mike Waltz sagt, Washington schließe eine erneute militärische Eskalation keineswegs aus

 27.07.2026