Berlin

»In solchen Zeiten zählt Solidarität«

Bundesaußenminister Heiko Maas (r.) und Riad al-Malki kamen am Dienstag zu Gesprächen in Berlin zusammen. Foto: imago images/photothek

Bundesaußenminister Heiko Maas hat am Dienstag seinen palästinensischen Kollegen Riad al-Malki in Berlin empfangen. Beim Gespräch im Auswärtigen Amt ging es um die bilateralen Beziehungen und die Entwicklungen im Nahost-Friedensprozess.

Dass auch die Corona-Pandemie ein Thema war, berichteten beide in einem gemeinsamen Pressegespräch. Al-Malki dankte der Bundesrepublik dabei für die Hilfe und die Bereitstellung von 50 Beatmungsgeräten.

unrwa Bundesaußenminister Maas würdigte, dass Al-Malki »trotz dieser schwierigen Zeiten« nach Deutschland gekommen sei und betonte: »Gerade in solchen Zeiten zählt Solidarität«. Maas hob hervor, dass die Bundesregierung die Mittel für das Flüchtlingshilfswerkes UNRWA aufgestockt habe: »Wir sind dort mittlerweile der größte Geber.« Auch sei darüber gesprochen worden, dass man mit Blick auf die Impfstoffverteilung eng zusammenarbeiten will.

Unkommentiert erklärte al-Malki, die palästinensische Behörde stehe »an der Seite der Völkergemeinschaft und Deutschlands, wenn es um die Bekämpfung des Terrorismus geht«.

Dass ihn seine erste Auslandsreise nach Pandemie-Ausbruch nach Berlin führe, sei ein Ausdruck des Vertrauens in die Rolle Deutschlands, meinte al-Malki. Er wünsche sich eine aktivere Rolle der Bundesrepublik und der EU im Friedensprozess. »Wir sind bereit, eine aktivere Rolle zu übernehmen«, versicherte Maas. Al-Malki soll am Donnerstag am virtuellen Treffen des EU-Außenrats teilnehmen.

Der palästinensische Außenminister berichtete beim Pressegespräch mit Heiko Maas auch von Gesprächen zwischen Hamas und Fatah und meinte, dass man baldige Wahlen anstrebe, der Demokratie und den Rechtsstaatsprinzipien verpflichtet sei. Unkommentiert erklärte al-Malki, die palästinensische Behörde stehe »an der Seite der Völkergemeinschaft und Deutschlands, wenn es um die Bekämpfung des Terrorismus geht«. ja

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