London

»Ihm gefiel die Angst«: Frauen berichten von Epstein-Skandal

Foto: picture alliance / NurPhoto

Fünf Frauen haben in einem BBC-Interview eindringlich über ihre Missbrauchserfahrungen in Verbindung mit dem Skandal um den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein berichtet.

»Ihm gefiel die Angst in unseren Augen«, erzählt eine der Frauen in der Sendung »Newsnight«, aus der die Rundfunkanstalt vorab Ausschnitte veröffentlichte. »Ich glaube, es gefiel ihm, dass wir wie erstarrt und verängstigt waren und nicht wussten, was wir tun sollten, und ich denke, das hat ihn erregt.«

Der 2019 in Untersuchungshaft gestorbene, jüdische Investor hatte über Jahre einen Missbrauchsring mit einer hohen Zahl an Opfern betrieben. Epstein unterhielt beste Kontakte in die High Society. In den vom US-Justizministerium in den vergangenen Wochen veröffentlichten Akten zu den Ermittlungen tauchen etliche prominente Persönlichkeiten auf. Die namentliche Erwähnung ist noch kein Beweis für ein Fehlverhalten.

Lesen Sie auch

Die Frauen berichten teilweise von den Momenten, in denen sie Epstein kennengelernt hatten. Sie zeigen während der Sendung Fotos von sich, die ungefähr zu dieser Zeit entstanden sein sollen. »Ich lächle nicht mehr auf die gleiche Weise«, sagt eine der Frauen über ihr 18-jähriges Ich, fotografiert in einem Moment, bevor der Missbrauch begonnen haben soll. »Ich habe mein Leben genossen, und ich hatte keine Ahnung, was mir bevorstand.«

An die offizielle Version, laut der sich Epstein in seiner Zelle im Alter von 66 Jahren das Leben genommen hat, glauben die Frauen nicht. »Wer immer ihn getötet hat, hat ihn zum Schweigen gebracht«, sagt eine der Frauen. Eine andere äußert: »Er wusste, dass er davonkommt.« dpa/ja

Washington D.C.

Trump attackiert Merz: »Er hat keine Ahnung, wovon er spricht!«

Der US-Präsident ist verärgert über die Kritik des Bundeskanzlers am Iran-Krieg

 28.04.2026

Nahost

Verdrehte Moral

Es ist geradezu atemraubend, mit welcher Inbrunst das Opfer-Täter-Verhältnis hierzulande verkehrt wird, wenn es um Israels Reaktion auf islamistische Terrororganisationen geht

von Jacques Schuster  28.04.2026 Aktualisiert

Offener Brief

Schramm warnt vor Rechtsruck in Sachsen-Anhalt

Der Vorsitzende der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen warnt vor wachsendem Nationalismus und einem möglichen Rechtsruck in Sachsen-Anhalt. Die AfD lehnt er klar ab und bezeichnet sie als »nicht wählbar«

 28.04.2026

Kommentar

Antisemitismus und Israelfeindlichkeit werden die SPD nicht retten

Die Sozialdemokraten sollten sich nicht an Zohran Mamdani oder Pedro Sánchez orientieren, sondern an einer alten Wahrheit von Bill Clinton

von Stefan Laurin  28.04.2026

New York

Wadephul auf Werbetour bei den Vereinten Nationen

Der deutsche Außenminister führt angesichts der Kriege im Iran und der Ukraine Gespräche bei der UNO. Es geht aber auch um eine für Deutschland wichtige Wahl Anfang Juni

von Jörg Blank, Anne Pollmann  28.04.2026

Toronto

Angriff vor Synagoge, Judaica-Geschäft beschädigt

Ein Gemeindemitglied wird geschlagen, ein Judaica-Geschäft beschädigt

 28.04.2026

Hamburg

Ausstellung zeigt Arbeiten an Ruine des Israelitischen Tempels

Die Finanzbehörde der Hansestadt will das bedeutende Kulturdenkmal dauerhaft erhalten und öffentlich zugänglich machen

 28.04.2026

Berlin

Festakt zur Umbenennung in Margot-Friedländer-Platz

Der Vorplatz des Berliner Abgeordnetenhauses wird zum 7. Mai umbenannt

 28.04.2026

Terror

Verfassungsschutz warnt vor Gefahr durch proiranische Extremisten in Europa

Politiker schlagen Alarm. Konstantin von Notz von den Grünen spricht von einer »neuen Dimension der Bedrohung«

 28.04.2026