London

»Ihm gefiel die Angst«: Frauen berichten von Epstein-Skandal

Foto: picture alliance / NurPhoto

Fünf Frauen haben in einem BBC-Interview eindringlich über ihre Missbrauchserfahrungen in Verbindung mit dem Skandal um den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein berichtet.

»Ihm gefiel die Angst in unseren Augen«, erzählt eine der Frauen in der Sendung »Newsnight«, aus der die Rundfunkanstalt vorab Ausschnitte veröffentlichte. »Ich glaube, es gefiel ihm, dass wir wie erstarrt und verängstigt waren und nicht wussten, was wir tun sollten, und ich denke, das hat ihn erregt.«

Der 2019 in Untersuchungshaft gestorbene, jüdische Investor hatte über Jahre einen Missbrauchsring mit einer hohen Zahl an Opfern betrieben. Epstein unterhielt beste Kontakte in die High Society. In den vom US-Justizministerium in den vergangenen Wochen veröffentlichten Akten zu den Ermittlungen tauchen etliche prominente Persönlichkeiten auf. Die namentliche Erwähnung ist noch kein Beweis für ein Fehlverhalten.

Lesen Sie auch

Die Frauen berichten teilweise von den Momenten, in denen sie Epstein kennengelernt hatten. Sie zeigen während der Sendung Fotos von sich, die ungefähr zu dieser Zeit entstanden sein sollen. »Ich lächle nicht mehr auf die gleiche Weise«, sagt eine der Frauen über ihr 18-jähriges Ich, fotografiert in einem Moment, bevor der Missbrauch begonnen haben soll. »Ich habe mein Leben genossen, und ich hatte keine Ahnung, was mir bevorstand.«

An die offizielle Version, laut der sich Epstein in seiner Zelle im Alter von 66 Jahren das Leben genommen hat, glauben die Frauen nicht. »Wer immer ihn getötet hat, hat ihn zum Schweigen gebracht«, sagt eine der Frauen. Eine andere äußert: »Er wusste, dass er davonkommt.« dpa/ja

Washington

Rubio: Erwarten heute eine Antwort aus dem Iran

Während sich die Spannungen zwischen dem Iran und den USA zuletzt zugespitzt haben, setzen die USA weiter auf eine Verhandlungslösung mit Teheran. Nun äußert sich der US-Außenminister dazu

 08.05.2026

Meinung

»Boykottlisten« gegen »Zionisten«? Die 30er-Jahre lassen grüßen

Streit um eine Palästina-Halskette: Was wirklich im Berliner Café »The Barn« passierte, was das Café »Acid« damit zu tun hat und welche Rolle die Lokalpresse spielt

von Ayala Goldmann  08.05.2026

Andenken

Vier Schulen und mehrere Plätze nach Margot Friedländer benannt

Vor einem Jahr - am 9. Mai - starb die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer mit 103 Jahren. Für viele war sie ein Vorbild. Inzwischen tragen immer mehr Schulen, Straßen und Plätze ihren Namen. Eine Übersicht

von Karin Wollschläger  08.05.2026

Essay

Wenn meine Töchter mich fragen

Am 8. Mai 1945 wurde der NS-Staat besiegt, aber nicht das Denken, das ihn ermöglicht hat. Der Hass wächst heute wieder. Werde ich meinen Kindern einmal sagen können, dass ich nicht geschwiegen, sondern widersprochen habe?

von Andreas Albrecht  08.05.2026

Initiative

Antisemitismusbeauftragter Klein begrüßt Gesetzentwürfe im Bundesrat

Im Bundesrat geht es an diesem Freitag um den Handel mit Nazi-Opfer-Gegenständen und um das Leugnen des Existenzrechts Israels. Der Antisemitismusbeauftragte Felix Klein begrüßt die Vorstöße

von Anita Hirschbeck  08.05.2026

Meinung

Der »Tag des Sieges« und der Krieg heute

Vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges müssen wir die Geschichte neu aufrollen und hinterfragen, wie wir mit dem stets pompös begangenen 9. Mai umgehen sollen

von Irina Bondas  08.05.2026

Washington D.C./Teheran

USA fordern Freilassung von Nobelpreisträgerin Mohammadi

Der Gesundheitszustand der inhaftierten iranischen Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi ist schlecht

 08.05.2026

Boulder/Washington D.C.

Brandanschlag auf Solidaritäts-Demo für Hamas-Geiseln: Täter bekennt sich schuldig

Nach dem tödlichen Angriff in Colorado auf eine Solidaritätskundgebung für israelische Geiseln droht dem mutmaßlichen Täter nach seinem Geständnis nun lebenslange Haft

 08.05.2026

Washington D.C.

USA laden Israel und Libanon zu neuer Gesprächsrunde ein

Nach israelischen Angaben soll es bei den Treffen unter anderem um konkrete Schritte zur Entwaffnung der Hisbollah gehen

 08.05.2026