Meinung

Heil Helvetia!

Es muss nicht immer »Grüezi« sein. Wem das Wort zu schwer über die Lippen kommt, der darf seine Mitmenschen auf der Zürcher Bahnhofsstraße und überall sonst zwischen Bodensee und Genf auch weiterhin mit »Heil Hitler« grüßen. So beschloss es der Bundesrat, die Schweizer Regierung, vor einigen Tagen in Bern. Zur Begründung heißt es: Das Verbot von Hitlergruß und Hakenkreuz sei »schwer durchsetzbar«. Oh weh, was für eine Ohnmachtserklärung! »Schwer durchsetzbar« wäre es vielleicht, wenn die sächsische Landesregierung versuchen würde, den Menschen zwischen Leipzig und Dresden ihr markantes Idiom zu verbieten. Aber »Heil Hitler« in der Schweiz im Jahr 2010 – muss man so etwas durchgehen lassen? Ist der »Deutsche Gruß« unter Eidgenossen derart üblich geworden, dass ein Verbot tatsächlich »schwer durchsetzbar« wäre? Einem Land, das Minarette untersagt und ein Burka-Verbot erwägt, dem sollte es doch ein Leichtes sein, einem Neonazi 100 Franken abzuknöpfen, weil er seinen Arm nicht einknicken kann. Oder will sich die Schweiz international bei Rechten beliebt machen? Bringen die überhaupt Geld ins Land? Viel eher doch schlechte Manieren und grobe Umgangsformen. Helvetier, wehret den Anfängen! Rettet das Ellbogengelenk! Und das »Grüezi«.

Texas

»Ich bin gegen zionistische Juden«: Schwere Vorwürfe gegen Kandidatin der Demokraten

Maureen Galindo will ein »Gefängnis für amerikanische Zionisten« einrichten

 26.05.2026

Förderung

Bundesrechnungshof rügt Auswärtiges Amt wegen Geld für Islamic Relief

Islamic Relief Deutschland präsentiert sich als humanitäre Hilfsorganisation. Und erhielt Förderung des Auswärtigen Amtes. Der Bundesrechnungshof rügt das: Es gebe Verbindungen zur Muslimbruderschaft

von Christoph Arens  26.05.2026

Mexiko-Stadt

Mexiko nimmt iranische Nationalmannschaft während der WM auf

Präsidentin Claudia Sheinbaum sagt, die USA hätten angefragt, ob die Iraner in ihrem Land übernachten könnten. »Und wir haben gesagt: Ja, ohne Problem, wir haben damit überhaupt kein Problem.«

 26.05.2026

Teheran

Irans Präsident ordnet Freischaltung des Internets an

Während des Krieges wollte das Regime offenbar verhindern, dass Berichte, Bilder über das Ausmaß der Kriegsschäden sowie über die Stimmung im Land in sozialen Medien verbreitet werden

 26.05.2026

Bilbao/Wien

Festnahmen und Tumulte um Gaza-Flottillen-Aktivisten in Spanien und Österreich

Teils chaotische Szenen mit Rangeleien und dem Einsatz von Gewalt durch Sicherheitskräfte werden von den Flughäfen in Bibao und Wien gemeldet

 26.05.2026

Dresden

Wegen Betrugs und Geldwäsche: Bewährungsstrafe für Rabbiner

Das Amtsgericht Dresden hat sein Urteil gesprochen: Ein 41-jähriger Rabbiner wurde der Beihilfe zum Betrug für schuldig befunden

 26.05.2026

Nahost

USA greifen iranische Ziele an

Das US-Zentralkommando spricht von begrenzten Einsätzen, die »vorerst abgeschlossen« worden seien. Derweil warnt Außenminister Rubio das Teheraner Regime

 26.05.2026

Washington D.C.

Trump drängt auf Ausweitung der Abraham-Abkommen als Teil eines Iran-Deals

Der Präsident schreibt: »Nach all der Arbeit der Vereinigten Staaten, dieses sehr komplexe Puzzle zusammenzufügen, sollte es verpflichtend sein, dass all diese Länder mindestens gleichzeitig die Abkommen unterzeichnen.«

 26.05.2026

Interview

»Als Nichtjude etwas beitragen«

Michael Roth (SPD) über einen Pin gegen Antisemitismus, hasserfüllte Kommentare und Rückhalt

von Sophie Albers Ben Chamo  24.05.2026