Meinung

Heil Helvetia!

Es muss nicht immer »Grüezi« sein. Wem das Wort zu schwer über die Lippen kommt, der darf seine Mitmenschen auf der Zürcher Bahnhofsstraße und überall sonst zwischen Bodensee und Genf auch weiterhin mit »Heil Hitler« grüßen. So beschloss es der Bundesrat, die Schweizer Regierung, vor einigen Tagen in Bern. Zur Begründung heißt es: Das Verbot von Hitlergruß und Hakenkreuz sei »schwer durchsetzbar«. Oh weh, was für eine Ohnmachtserklärung! »Schwer durchsetzbar« wäre es vielleicht, wenn die sächsische Landesregierung versuchen würde, den Menschen zwischen Leipzig und Dresden ihr markantes Idiom zu verbieten. Aber »Heil Hitler« in der Schweiz im Jahr 2010 – muss man so etwas durchgehen lassen? Ist der »Deutsche Gruß« unter Eidgenossen derart üblich geworden, dass ein Verbot tatsächlich »schwer durchsetzbar« wäre? Einem Land, das Minarette untersagt und ein Burka-Verbot erwägt, dem sollte es doch ein Leichtes sein, einem Neonazi 100 Franken abzuknöpfen, weil er seinen Arm nicht einknicken kann. Oder will sich die Schweiz international bei Rechten beliebt machen? Bringen die überhaupt Geld ins Land? Viel eher doch schlechte Manieren und grobe Umgangsformen. Helvetier, wehret den Anfängen! Rettet das Ellbogengelenk! Und das »Grüezi«.

Steffen Krach, SPD-Spitzenkandidat bei der Abgeordnetenhauswahl 2026

Berlin

SPD-Vorstand beschließt Mitgliedervotum zu Koalitionsvertrag

Noch haben die Koalitionsverhandlungen in Berlin nicht begonnen. Klar ist aber schon, dass die Basis der drei potenziellen Regierungspartner eng eingebunden werden soll

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Friedens-Mission

Woidke lobt Pferdetreck nach Jerusalem als Friedenszeichen

Sechs Monate und mehr als 3.500 Kilometer Reise durch acht Länder: Der Friedenstreck nach Jerusalem im vergangenen Jahr musste viele Hindernisse überwinden

 30.10.2026

Meinung

Elif Eralp und der »Spiegel«: Alles nur eine böse rechte Kampagne!

Die Spitzenkandidatin der Linken in Berlin offenbart aus Versehen ihre Angst vor dem Umfeld der eigenen Partei – und entlarvt den Vorwurf, Opfer einer Kampagne zu sein

von Wiebke Hollersen  30.10.2026

Iran-Krieg

Katarische Unterhändler in Teheran zu Gesprächen

Inmitten von Spannungen und Angriffen auf Schiffe in der Straße von Hormus mehren sich diese Woche diplomatische Besuche im Iran. Jetzt sind Vertreter aus Katar eingetroffen

 30.10.2026

Wahl in Israel

Josef Schuster: Regierungswechsel in Israel könnte förderlich sein

Äußerungen rechtsradikaler Minister in Israel sind nicht akzeptabel, sagt der Präsident des Zentralrats der Juden. Was ein möglicher Regierungswechsel im Land für die deutsch-israelischen Beziehungen bedeuten könnte

von Leticia Witte  30.10.2026

SPIEGEL-Affäre

Eralp zu Angst-Eingeständnis: Nehme Rat von Behörden ernst

Mit schriftlichen Anmerkungen zu einem Interview sorgt die Berliner Linken-Frontfrau für Aufsehen. Nun bezieht sie selbst Stellung - und führt ihr Handeln auf den Rat der Sicherheitsbehörden zurück

 30.10.2026

Berlin

Thorsten Frei fordert Abbruch der Koalitionsverhandlungen mit Linken

»Wer in den eigenen Reihen die Zusammenarbeit mit Hamas-Sympathisanten duldet, kann nicht glaubwürdig Verantwortung für die Sicherheit von Millionen Berlinern übernehmen«, so der Fraktionschef der Bundestagsunion

 30.10.2026

Debatte

Nach Eralp-Veröffentlichung: Jetzt meldet sich der »Spiegel« zu Wort

 30.10.2026

Rheinland-Pfalz

CDU, SPD und Grüne fordern Schulterschluss gegen Antisemitismus

Nachdem in einem Brief an die Jüdische Gemeinde Speyer gedroht wurde, die Synagoge in die Luft zu sprengen, wollten die Fraktionen ein Zeichen setzen

 30.10.2026