Berlin/Washington

Haft für Randalierer mit »Camp Auschwitz«-Shirt begrüßt

Eingeschlagenes Fenster nach der Erstürmung des US-Kapitos Foto: imago images/ITAR-TASS

Das Internationale Auschwitz Komitee hat die Verhaftung eines Mannes, der bei der Erstürmung des US-Kapitols ein Shirt mit der Aufschrift »Camp Auschwitz« trug, begrüßt. Es sei empörend, dass es Hersteller und Labels gebe, die solche Shirts aus purem kommerziellem Interesse vertrieben, betonte der Exekutiv-Vizepräsident des Komitees, Christoph Heubner, am Donnerstag in Berlin. Ebenso verstörend sei es, »dass Nazis in aller Welt von der Leugnung von Auschwitz zur Verherrlichung dieser Mordfabrik übergegangen sind«.

HAFTBEFEHL US-Medienberichten zufolge nahm die Polizei den Mann am Dienstag im Bundesstaat Virginia fest. Zuvor hatte ein Bundesgericht einen Haftbefehl gegen ihn erlassen. Ihm werden illegales Eindringen in ein besonders gesichertes Gebäude und ungebührliches Verhalten auf dem Gelände des Kapitols zur Last gelegt.

Der Mann war bei den Ausschreitungen auf zahlreichen Fotos zu sehen. Auf seinem schwarzen »Camp-Auschwitz«-Shirt waren ein Totenschädel und die Worte »Work Brings Freedom« zu sehen – eine Übersetzung von »Arbeit macht frei«, der Aufschrift am Tor des Konzentrationslagers Auschwitz. Dies hatte international für Entrüstung gesorgt. kna

Berlin

Zentralrat der Juden: Das Ende des Mullah-Regimes liegt in unserem nationalen Interesse

Zentralratspräsident Josef Schuster sieht in den militärischen Angriffen der USA und Israels auf den Iran die Chance, das Mullah-Regime endlich zu beenden

von Jürgen Prause  02.03.2026

Interview

»Dieses Regime darf keine Zukunft haben«

Der Grünen-Politiker Omid Nouripour über die Chancen auf einen Regimewechsel im Iran und die Maßnahmen, die Deutschland jetzt treffen sollte

von Michael Thaidigsmann  02.03.2026

Luftfahrt

Bericht: Israels Staatsflugzeug zum Berliner Flughafen gebracht

Wegen des Kriegs gegen den Iran: »Flügel Zions« parkt nun am Flughafen BER

 02.03.2026

Nahost

Katar schießt zwei iranische Kampfjets ab

Der iranische Beschuss in der Golfregion lässt nicht nach. Zum ersten Mal meldet der Golfstaat Katar nun den Abschuss zweier Kampfflugzeuge

 02.03.2026

Botschafter Ron Prosor: Das Regime in Teheran steht mit dem Rücken zur Wand

Interview

»Ich bin für die klare Haltung Deutschlands dankbar«

Israels Botschafter Ron Prosor zu deutschen Reaktionen nach den Angriffen auf den Iran, zur Sicherheitslage israelischer und jüdischer Einrichtungen sowie zu einer Nachricht zu Purim

von Detlef David Kauschke  02.03.2026

Krieg gegen Iran

Trump: »Die große Welle kommt erst noch«

Der US-Präsident hat noch umfassendere Angriffe gegen das Mullah-Regime in Teheran angekündigt und schließt auch den Einsatz von Bodentruppen nicht aus

 02.03.2026

Auswirkungen

Beauftragter Klein warnt vor Vergeltungsaktionen und Demos

Der Krieg in Nahost kann auch auf Deutschland überschwappen - in Form von Anschlägen oder antisemitischen Demonstrationen. Wie das aussehen kann, erklärt der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung

 02.03.2026

Teheran

Stimmen aus Teheran

Den dritten Tag in Folge fliegt Israels Luftwaffe Angriffe im Iran. Vielen Menschen bereitet der Krieg und die ungewisse Zukunft Sorgen

 02.03.2026

Thüringen

Geheimdienstchef: Verdeckte Operationen Irans in Deutschland möglich

Landesverfassungsschutzchef Stephan Kramer spricht von einer »anhaltend hohen Gefährdungslage«

 02.03.2026