Berlin/Washington

Haft für Randalierer mit »Camp Auschwitz«-Shirt begrüßt

Eingeschlagenes Fenster nach der Erstürmung des US-Kapitos Foto: imago images/ITAR-TASS

Das Internationale Auschwitz Komitee hat die Verhaftung eines Mannes, der bei der Erstürmung des US-Kapitols ein Shirt mit der Aufschrift »Camp Auschwitz« trug, begrüßt. Es sei empörend, dass es Hersteller und Labels gebe, die solche Shirts aus purem kommerziellem Interesse vertrieben, betonte der Exekutiv-Vizepräsident des Komitees, Christoph Heubner, am Donnerstag in Berlin. Ebenso verstörend sei es, »dass Nazis in aller Welt von der Leugnung von Auschwitz zur Verherrlichung dieser Mordfabrik übergegangen sind«.

HAFTBEFEHL US-Medienberichten zufolge nahm die Polizei den Mann am Dienstag im Bundesstaat Virginia fest. Zuvor hatte ein Bundesgericht einen Haftbefehl gegen ihn erlassen. Ihm werden illegales Eindringen in ein besonders gesichertes Gebäude und ungebührliches Verhalten auf dem Gelände des Kapitols zur Last gelegt.

Der Mann war bei den Ausschreitungen auf zahlreichen Fotos zu sehen. Auf seinem schwarzen »Camp-Auschwitz«-Shirt waren ein Totenschädel und die Worte »Work Brings Freedom« zu sehen – eine Übersetzung von »Arbeit macht frei«, der Aufschrift am Tor des Konzentrationslagers Auschwitz. Dies hatte international für Entrüstung gesorgt. kna

Steffen Krach, SPD-Spitzenkandidat bei der Abgeordnetenhauswahl 2026

Berlin

SPD-Vorstand beschließt Mitgliedervotum zu Koalitionsvertrag

Noch haben die Koalitionsverhandlungen in Berlin nicht begonnen. Klar ist aber schon, dass die Basis der drei potenziellen Regierungspartner eng eingebunden werden soll

 30.10.2026

Friedens-Mission

Woidke lobt Pferdetreck nach Jerusalem als Friedenszeichen

Sechs Monate und mehr als 3.500 Kilometer Reise durch acht Länder: Der Friedenstreck nach Jerusalem im vergangenen Jahr musste viele Hindernisse überwinden

 30.10.2026

Meinung

Elif Eralp und der »Spiegel«: Alles nur eine böse rechte Kampagne!

Die Spitzenkandidatin der Linken in Berlin offenbart aus Versehen ihre Angst vor dem Umfeld der eigenen Partei – und entlarvt den Vorwurf, Opfer einer Kampagne zu sein

von Wiebke Hollersen  30.10.2026

Iran-Krieg

Katarische Unterhändler in Teheran zu Gesprächen

Inmitten von Spannungen und Angriffen auf Schiffe in der Straße von Hormus mehren sich diese Woche diplomatische Besuche im Iran. Jetzt sind Vertreter aus Katar eingetroffen

 30.10.2026

Wahl in Israel

Josef Schuster: Regierungswechsel in Israel könnte förderlich sein

Äußerungen rechtsradikaler Minister in Israel sind nicht akzeptabel, sagt der Präsident des Zentralrats der Juden. Was ein möglicher Regierungswechsel im Land für die deutsch-israelischen Beziehungen bedeuten könnte

von Leticia Witte  30.10.2026

SPIEGEL-Affäre

Eralp zu Angst-Eingeständnis: Nehme Rat von Behörden ernst

Mit schriftlichen Anmerkungen zu einem Interview sorgt die Berliner Linken-Frontfrau für Aufsehen. Nun bezieht sie selbst Stellung - und führt ihr Handeln auf den Rat der Sicherheitsbehörden zurück

 30.10.2026

Berlin

Thorsten Frei fordert Abbruch der Koalitionsverhandlungen mit Linken

»Wer in den eigenen Reihen die Zusammenarbeit mit Hamas-Sympathisanten duldet, kann nicht glaubwürdig Verantwortung für die Sicherheit von Millionen Berlinern übernehmen«, so der Fraktionschef der Bundestagsunion

 30.10.2026

Debatte

Nach Eralp-Veröffentlichung: Jetzt meldet sich der »Spiegel« zu Wort

 30.10.2026

Rheinland-Pfalz

CDU, SPD und Grüne fordern Schulterschluss gegen Antisemitismus

Nachdem in einem Brief an die Jüdische Gemeinde Speyer gedroht wurde, die Synagoge in die Luft zu sprengen, wollten die Fraktionen ein Zeichen setzen

 30.10.2026