Berlin/Washington

Haft für Randalierer mit »Camp Auschwitz«-Shirt begrüßt

Eingeschlagenes Fenster nach der Erstürmung des US-Kapitos Foto: imago images/ITAR-TASS

Das Internationale Auschwitz Komitee hat die Verhaftung eines Mannes, der bei der Erstürmung des US-Kapitols ein Shirt mit der Aufschrift »Camp Auschwitz« trug, begrüßt. Es sei empörend, dass es Hersteller und Labels gebe, die solche Shirts aus purem kommerziellem Interesse vertrieben, betonte der Exekutiv-Vizepräsident des Komitees, Christoph Heubner, am Donnerstag in Berlin. Ebenso verstörend sei es, »dass Nazis in aller Welt von der Leugnung von Auschwitz zur Verherrlichung dieser Mordfabrik übergegangen sind«.

HAFTBEFEHL US-Medienberichten zufolge nahm die Polizei den Mann am Dienstag im Bundesstaat Virginia fest. Zuvor hatte ein Bundesgericht einen Haftbefehl gegen ihn erlassen. Ihm werden illegales Eindringen in ein besonders gesichertes Gebäude und ungebührliches Verhalten auf dem Gelände des Kapitols zur Last gelegt.

Der Mann war bei den Ausschreitungen auf zahlreichen Fotos zu sehen. Auf seinem schwarzen »Camp-Auschwitz«-Shirt waren ein Totenschädel und die Worte »Work Brings Freedom« zu sehen – eine Übersetzung von »Arbeit macht frei«, der Aufschrift am Tor des Konzentrationslagers Auschwitz. Dies hatte international für Entrüstung gesorgt. kna

Sachsen-Anhalt

AfD-Wahlsieger Siegmund: Stelle mich im Dezember zur Wahl

Ob es dann tatsächlich für eine Mehrheit reicht, ist offen. Die Debatte über ein AfD-Verbotsverfahren nimmt derweil wieder Fahrt auf

 29.09.2026 Aktualisiert

Österreich

Israelische Familie wegen Herkunft nicht bedient?

An einem Imbissstand im Salzburger Land wurden Touristen mutmaßliche Opfer antisemitischer Diskriminierung

 29.09.2026

Jahrestag

Terrorunterstützer planen für den 7. Oktober israelfeindliche Demos

In Duisburg, Frankfurt, Hannover und Köln sind Kundgebungen vorgesehen. Aufrufe zur Teilnahme enthalten unverblümte Terroraufrufe

von Imanuel Marcus  29.09.2026

UNO

Francesca Albanese korrigiert umstrittene Holocaust-Aussage

In einem Interview hatte die Sonderberichterstatterin für die palästinensischen Gebiete behauptet, Juden seien in Konzentrationslagern auf dem Weg in die Gaskammern als »Muslime« bezeichnet worden

 29.09.2026

Washington D.C.

Sanktionserleichterungen für Iran? Trump dementiert Bericht

Wie geht es weiter im US-Krieg gegen den Iran? Im Gespräch sollen Sanktionserleichterungen für Teheran sein. Der US-Präsident bestreitet das

 29.09.2026

Berlin

Berliner Linke gerät wegen weiterer Clan-Kontakte unter Druck

Welche Großfamilie war noch auf der Wahlparty der linken Wahlgewinner vertreten?

 29.09.2026

Berlin

Linke, Grüne und SPD sprechen ab Donnerstag

Nach dem Willen von Grünen und SPD soll es sich um ein »gemeinsames Vorgespräch« zur Verständigung bei dem zuletzt heftig diskutierten Thema Antisemitismus handeln

 29.09.2026

25 Jahre nach Durban-Erklärung

Wegen Judenhass: Deutschland bleibt UN-Treffen zu Rassismus fern

Die Bundesrepublik hat nicht an einem umstrittenen UN-Treffen zum Kampf gegen Rassismus in New York teilgenommen

 29.09.2026

Terrorismus

»Wenn sie einen Raum betrat, ging die Sonne auf« - Zwei Mütter, ihre verlorenen Töchter und der 7. Oktober 2023

Ricarda Louks Tochter Shani und Sonja Bohl-Denckers Tochter Carolin wurden vor drei Jahren von der islamistischen Hamas ermordet. Ihre Mütter schildern, wie sie mit dem Verlust zurechtkommen - und was sie sich wünschen

von Nina Schmedding  29.09.2026