Austausch

Gründung des Deutsch-Israelischen Jugendwerks verschoben

Stefan Gruhner (CDU), Chef der Staatskanzlei und Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport und Ehrenamt von Thringen Foto: picture alliance/dpa

Die Gründung eines Deutsch-Israelischen Jugendwerks ist nach Angaben der Thüringer Landesregierung auf unbestimmte Zeit verschoben. Israel habe deutlich gemacht, dass zunächst einmal der bilaterale Jugendaustausch starten solle, sagte Thüringens Chef der Staatskanzlei, Stefan Gruhner (CDU), am Mittwoch in Erfurt. Erst wenn dies geschehen sei, sei es sinnvoll, die institutionelle Gründung einer solchen Einrichtung voranzutreiben.

Thüringen wolle deshalb nun zügig die Rahmenbedingungen für eine Intensivierung von Jugendbegegnungen zwischen Israel und dem Freistaat schaffen. Dazu gehörten auch Klassenfahrten. Israel sei ein sicheres Land. Zugleich halte Thüringen seine Bewerbung für den Sitz eines zukünftigen Jugendwerks aufrecht, sagte Gruhner.

Einrichtung schon 2018 verabredet

Die formale Verabredung zur Errichtung eines Deutsch-Israelischen Jugendwerks wurde bereits am 4. Oktober 2018 getroffen. Damals gaben die damalige Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) und der israelische Erziehungsminister Naftali Bennett bei einem Treffen in Jerusalem die Einigung zur Gründung einer solchen Einrichtung bekannt. Als mögliche Standorte hatten sich Weimar in Thüringen sowie Wittenberg in Sachsen-Anhalt beworben. epd

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Ein Kommentar von JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel

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