Berlin

Gegen den Al-Quds-Tag

Al-Quds-Tag-Demo im Jahr 2014 Foto: Gregor Zielke

Am kommenden Samstag findet aus Anlass des sogenannten Al-Quds-Tags wieder die antiisraelische Demonstration für ein »freies Palästina« auf dem Berliner Kurfürstendamm statt. Nach Polizeiangaben sind für den um 14.30 Uhr auf dem Adenauerplatz beginnenden Marsch 2500 Teilnehmer angemeldet.

Mehrere Organisationen planen Gegendemonstrationen entlang der Aufmarschstrecke. Ein »Bündnis gegen den Quds-Marsch« ruft zur Versammlung ab 13.30 Uhr auf dem Wittenbergplatz auf. Zu den Unterstützern gehören unter anderem das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus, die Amadeu Antonio Stiftung, das American Jewish Committee und die Deutsch-Israelische Gesellschaft. »Wir stellen uns gegen die Menschenrechtsverletzungen in der Islamischen Republik Iran und gegen jede Form von antisemitischer, islamistischer und homophober Propaganda«, heißt es in einer Erklärung des Bündnisses.

hisbollah Der Al-Quds Tag wurde 1979 vom damaligen iranischen Revolutionsführer Ayatollah Khomeini ausgerufen und dient dazu, das Existenzrecht Israels infrage zu stellen. Hinter den Aufmärschen in Europa steckt nach Angaben der Sicherheitsbehörden die schiitische Terrororganisation Hisbollah.

Bei der alljährlichen Veranstaltung kommt es immer wieder zu schweren antiisraelischen und antisemitischen Ausfällen. Im vergangenen Jahr wurden auf dem Kurfürstendamm Parolen wie »Kindermörder Israel«, »Israel vergasen!« und »Israel, Israel, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein!« skandiert.

Das American Jewish Committee (AJC) forderte am Mittwoch die Berliner Polizei zum sofortigen Einschreiten bei antisemitischen und volksverhetzenden Losungen auf. Die Verwendung von Symbolen und Fahnen der terroristischen Hisbollah sollte zudem unterbunden werden. »Es darf keine Toleranz gegenüber Antisemitismus geben. Ein erster wichtiger Schritt wäre es daher, Symbole und Fahnen der terroristischen Hisbollah zu untersagen«, sagte Deidre Berger, Direktorin des AJC Berlin Ramer Institute. ja/epd

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