Thüringen

Gedenken in Buchenwald

Das Mahnmal von Fritz Cremer in Buchenwald Foto: dpa

Die neue Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) hat am Freitag die Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar besucht. Sie habe damit zu Beginn ihrer Amtszeit ein Zeichen setzen wollen, welche Bedeutung Erinnerungskultur habe, sagte sie nach einer ausgedehnten Besichtigung des Lagers und der Dauerausstellung sowie einer Kranzniederlegung im Gedenken an die Opfer.

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Roth wurde dabei von Thüringens Chef der Staatskanzlei, Benjamin-Immanuel Hoff (Linke) und dem Vize-Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Philipp Neumann-Thein, begleitet.

Roth zeigte sich besonders davon beeindruckt, wie in Buchenwald mit kreativen Mitteln das schreckliche Geschehen für die junge Generation aufbereitet wird. Das Gedenken dürfe nicht zur reinen Pflichtveranstaltung verkommen. Auch die Berichte von den Besuchen Geflüchteter in Buchenwald hätten sie bewegt, sagte Roth und versprach, bald wiederzukommen.

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Das KZ Buchenwald auf dem Ettersberg bei Weimar wurde 1937 errichtet. Bis April 1945 waren dort fast 280.000 Menschen inhaftiert. Die SS zwang die Häftlinge zur Arbeit für die Rüstungsindustrie. Mehr als 56.000 Menschen kamen ums Leben.

Im August 1945 wurde von der sowjetischen Besatzungsmacht auf Teilen des Geländes das Speziallager Nr. 2 errichtet. Insgesamt waren dort 28.500 Menschen interniert. Zumeist handelte es sich laut Gedenkstätte KZ Buchenwald und Mittelbau-Dora um lokale Funktionsträger der NSDAP, aber auch um Jugendliche und um Denunzierte. Mehr als 7000 Gefangene starben an Unterernährung und
Krankheiten. epd

Das eingeschaltete Blaulicht ist auf dem Dach von einem Einsatzfahrzeug der Polizei am 28.02.2026 bei einem Polizeieinsatz zu sehen.

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