Gedenkstätte Buchenwald

Gedenken an Jahrestag der Befreiung mit Bundespräsident

Das Mahnmal von Fritz Cremer in Buchenwald Foto: dpa

Zum diesjährigen Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald soll es trotz der Corona-Pandemie im kleinen Rahmen einige Präsenzveranstaltungen geben. Unter anderem werde zu einem Gedenkakt am 11. April im Deutschen Nationaltheater in Weimar Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erwartet, sagte der Vorsitzende des Stiftungsrates der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Benjamin-Immanuel Hoff (Linke), am Mittwoch in Erfurt.

Internet Zudem sollen dort zwei ehemalige Häftlinge des KZ Buchenwald sprechen. Ihre Reden würden in sechs Sprachen übersetzt und wie der Gedenkakt insgesamt im Internet übertragen.

Landtagspräsidentin Birgit Keller sagte, es sei ein wichtiges Zeichen, dass zumindest ein Teil des Gedenkens an den 76. Jahrestag der Befreiung als Präsenzveranstaltungen stattfinde. Das zeige, dass man in Deutschland selbst unter den schwierigen Bedingungen einer Pandemie das Vergessen nicht zulassen werde. Das sei besonders wichtig, da auf den Protesten gegen die Corona-Beschränkungen die nationalsozialistischen Verbrechen relativiert würden. »Wir treten gegen jede Verharmlosung oder Relativierung dieser menschenverachtenden Verbrechen ein«, sagte Keller.

Kranz Nach Angaben des Direktors der Gedenkstättenstiftung, Jens-Christian Wagner, wird es neben dem Gedenkakt im Deutschen Nationaltheater auch Kranzniederlegungen auf den Lagergeländen von Buchenwald und Mittelbau-Dora im kleinen Kreis geben. Zudem werde es rund um den diesjährigen Jahrestag der Befreiung ein vorwiegend digitales Begleitprogramm mit Filmen, Lesungen, Diskussionen, Ausstellungen und Kunstaktionen geben.

Die Stiftung hatte eigentlich geplant, den 75. Jahrestag der Befreiung von Buchenwald am 11. April 2020 mit einem vielfältigen Programm zu begehen. Dies hatte damals aufgrund der Corona-Pandemie kurzfristig abgesagt werden müssen.

Im Konzentrationslager Buchenwald hielten die Nationalsozialisten zwischen 1937 und 1945 insgesamt mehr als eine Viertel Million Menschen gefangen. Etwa 56 000 von ihnen starben während der Haft an den katastrophalen Bedingungen im Lager oder wurden von der SS getötet. Am 11. April 1945 hatten US-Truppen das Lager erreicht. dpa

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