Épinay-sur-Seine

Gedenkbaum für zu Tode gefolterten Juden gefällt

Foto: picture alliance / abaca

Ein Baum zum Gedenken an einen 2006 in Frankreich entführten und zu Tode gefolterten Juden ist von Unbekannten gefällt worden. Der Baum sei »vom antisemitischen Hass erfasst worden«, schrieb Frankreichs Premier François Bayrou auf X. Keine Straftat könne aber die Erinnerung entwurzeln. »Der nie endende Kampf gegen das tödliche Gift des Hasses ist unsere oberste Pflicht.«

Die Gemeinde Épinay-sur-Seine bei Paris, in der der Baum für Ilan Halimi stand, leitete juristische Schritte ein. Dem Sender France Info zufolge soll schnellstmöglich ein neuer Gedenkbaum gepflanzt werden.

Lesen Sie auch

Der Vorsitzende des Dachverbands jüdischer Organisationen in Frankreich Crif, Yonathan Arfi, schrieb auf X, es handle sich nicht bloß um eine weitere antisemitische Tat. »Das ist eine Art der Antisemiten, ihren Hass hinauszuschreien.«

Der damals 23 Jahre Ilan Halimi war mehr als drei Wochen lang gefangen gehalten und so schwer misshandelt worden, dass er auf dem Weg ins Krankenhaus starb. Seine Entführer hatten mit ihrer Gräueltat Lösegeld erpressen wollen. Sie nannten sich selbst »Gang der Barbaren«. Die Tat hatte in Frankreich für großes Entsetzen gesorgt. dpa

Nahost

Iran droht USA mit Angriffen

Die USA blockieren Schiffe mit Ziel iranischer Häfen. Teheran droht mit Konsequenzen für die fragile Waffenruhe

 15.04.2026

Berlin

Immer mehr Israelis beantragen deutsche Staatsbürgerschaft

Innerhalb weniger Jahre vervierfacht sich die Einbürgerung von Menschen aus dem jüdischen Staat

 15.04.2026

Umfrage

AfD klar stärkste Kraft

Die zumindest in Teilen rechtsextremistische Partei legt erneut zu. Viele Wähler sind unzufrieden mit der Regierung

 15.04.2026

Ramallah

Am Jom Haschoa: Abbas ehrt Verantwortlichen für Terror-Renten

Zu Lebzeiten leitete Qadri Abu Bakr das Gefangenenwesen der Palästinensischen Autonomiebehörde und war damit für das Pay-for-Slay-System verantwortlich

 15.04.2026

Nahost

USA stoppen erste Schiffe nach Beginn der Blockade gegen Iran

Betroffen sind bisher sechs Frachter und Tanker, die aus iranischen Häfen ausgelaufen waren oder sich der Straße von Hormus näherten

 15.04.2026

Meinung

Wie die UN indirekt den Holocaust relativieren

Die kürzlich angenommene Resolution zur Aufarbeitung des transatlantischen Sklavenhandels ist ein Akt des geschichtspolitischen Revisionismus

von Jacques Abramowicz  15.04.2026

Nahost

Medien: Bombenanschlag in Teheran

In der iranischen Hauptstadt ereignet sich Berichten zufolge erstmals seit Kriegsbeginn ein Anschlag. Zwei Explosionen verletzen drei Menschen

 15.04.2026

Irland

Dublins Bürgermeister entschuldigt sich nach Streit um Herzog Park

Ist die Auseinandersetzung um das nach dem früheren Präsidenten Chaim Herzog benannte Areal damit beendet?

 15.04.2026

Washington D.C.

Trump sieht Krieg mit Iran kurz vor dem Ende

Erneut wirken die Aussagen des amerikanischen Präsidenten widersprüchlich. »Wir sind noch nicht fertig«, sagt er gegenüber dem Kanal »Fox Business«

 15.04.2026