Meinung

Für ein Verbot der Salafisten!

Ralph Giordano Foto: dpa

Die Salafisten, eine bestenfalls radikalislamisch zu nennende Sekte, haben in den letzten Tagen von sich reden gemacht, weil sie in deutschen Fußgängerzonen den Koran kostenlos verteilt haben. Dies stellte einen schamlosen Missbrauch der grundgesetzlich garantierten Religionsfreiheit dar, unabhängig davon, ob es justiziabel ist oder nicht. Dagegen kann es nur den Aufruf zum Widerstand geben!

Bei der Lektüre des Koran stößt man quer durch die 114 Suren nicht nur immer wieder auf die verstörende Aufforderung, »Ungläubige« zu töten, sondern ganz konkret und vor allem geht es immer gegen Juden. Muslimischerseits werden diese Passagen in öffentlichen Diskussionen stets entweder streng gemieden oder einfach bestritten.

Multikulit-Illusionisten Empörender aber noch als die bewusst als Provokation angelegte Verteilung des Koran durch die fundamentalistischen Salafisten ist der Umstand, dass deutsche Politiker dies nicht nur dulden, sondern teilweise sogar befürworten. Es ist vor allem die Gilde der Multikulti-Illusionisten, Sozialromantiker, Dauerumarmer, Beschwichtigungsapostel und Gutmenschen vom Dienst, die durch Abwiegelung auffällt. Wer aber den integrationsfeindlichen Großangriff der Salafisten in öffentlichen Unbedenklichkeitserklärungen bagatellisiert, der bagatellisiert auch die judenfeindlichen Aufrufe des Koran.

Dieses Kleinreden und Tolerieren einer sehr realen Gefahr darf nicht länger hingenommen werden. Das Verbot der gemeingefährlichen Sekte der Salafisten in Deutschland ist überfällig.

Der Autor ist Publizist und Schriftsteller in Köln.

Teheran

Irans Außenminister behauptet, Israel wolle USA in Krieg ziehen

Irans Außenminister wirft Israel vor, die USA in einen Krieg zu locken. Was steckt hinter seinen Worten?

 14.01.2026

Kairo

Hamas-Gespräche über zweite Phase im Friedensplan für Gaza

Die Terrororganisation schickt eine Delegation nach Ägypten, um über die Umsetzung des Waffenstillstandsabkommens mit Israel zu verhandeln

 14.01.2026

Brüssel

Umgang mit Irans Revolutionsgarden spaltet EU

Die Bundesregierung wirbt in der EU für eine Terror-Listung der iranischen Revolutionsgarden. Eine Sitzung in Brüssel sorgt aber eher für Ernüchterung

 14.01.2026

Hessen

Brandanschlag auf Gießener Synagoge: Was bislang bekannt ist

Ein 32-jähriger Mann hat am Dienstag vor der Beith-Jaakov-Synagoge einen Papiercontainer in Brand gesetzt und den Hitlergruß gezeigt. Die Jüdische Gemeinde zu Gießen vermutet einen antisemitischen Hintergrund

von Michael Thaidigsmann  14.01.2026

Thüringen

Juden fordern klare Haltung zu Iran-Protesten

Der Vorsitzende der Jüdischen Landesgemeinde in Thüringen, Reinhard Schramm, zeigt sich solidarisch mit den Demonstranten im Iran und wirbt für deren Unterstützung

 14.01.2026

Teheran

Irans Führung mobilisiert Anhänger für Trauerzüge

Im Iran kehrt nach den Massenprotesten wieder mehr Ruhe ein. Die politische Führung mobilisiert Anhänger für Trauerzeremonien für getötete Sicherheitskräfte

 14.01.2026

Frankreich

Macron empört über Schulbuch-Formulierung zum 7. Oktober

Eine Publikation des renommierten Verlags Hachette sorgt in Frankreich für Wirbel. Jetzt hat sich auch der französische Staatspräsident in die Debatte eingeschaltet

 14.01.2026

Berlin

Demonstranten entfernen Flagge der iranischen Botschaft

Seit Ende Dezember gibt es anhaltende Proteste im Iran. Menschenrechtsorganisationen berichten von Tausenden Toten. In Berlin drangen Personen auf das Gebiet der Botschaft ein

 14.01.2026

Berlin

Grüne Woche: Welche Rolle spielte die Messe im Nationalsozialismus?

Die Landwirtschaftsmesse hat sich in den 100 Jahren ihres Bestehens verändert. Wie sie zu ihrem Namen kam und welche Rolle sie in Nazi-Deutschland spielte

von Matthias Arnold  14.01.2026