Meinung

Für ein Verbot der Salafisten!

Ralph Giordano Foto: dpa

Die Salafisten, eine bestenfalls radikalislamisch zu nennende Sekte, haben in den letzten Tagen von sich reden gemacht, weil sie in deutschen Fußgängerzonen den Koran kostenlos verteilt haben. Dies stellte einen schamlosen Missbrauch der grundgesetzlich garantierten Religionsfreiheit dar, unabhängig davon, ob es justiziabel ist oder nicht. Dagegen kann es nur den Aufruf zum Widerstand geben!

Bei der Lektüre des Koran stößt man quer durch die 114 Suren nicht nur immer wieder auf die verstörende Aufforderung, »Ungläubige« zu töten, sondern ganz konkret und vor allem geht es immer gegen Juden. Muslimischerseits werden diese Passagen in öffentlichen Diskussionen stets entweder streng gemieden oder einfach bestritten.

Multikulit-Illusionisten Empörender aber noch als die bewusst als Provokation angelegte Verteilung des Koran durch die fundamentalistischen Salafisten ist der Umstand, dass deutsche Politiker dies nicht nur dulden, sondern teilweise sogar befürworten. Es ist vor allem die Gilde der Multikulti-Illusionisten, Sozialromantiker, Dauerumarmer, Beschwichtigungsapostel und Gutmenschen vom Dienst, die durch Abwiegelung auffällt. Wer aber den integrationsfeindlichen Großangriff der Salafisten in öffentlichen Unbedenklichkeitserklärungen bagatellisiert, der bagatellisiert auch die judenfeindlichen Aufrufe des Koran.

Dieses Kleinreden und Tolerieren einer sehr realen Gefahr darf nicht länger hingenommen werden. Das Verbot der gemeingefährlichen Sekte der Salafisten in Deutschland ist überfällig.

Der Autor ist Publizist und Schriftsteller in Köln.

Dokumentation

Das Abkommen zwischen den USA und dem Iran im Wortlaut

Der saudische Sender »Al Arabiya English« hat ein Exemplar des Memorandum of Understanding zwischen Teheran und Washington veröffentlicht

 17.06.2026

Nahostkonflikt

Donald Trump lobt sich selbst - und tadelt Israel

Beim G7-Gipfel im französischen Evian holte der US-Präsident erneut zu einem rhetorischen Rundumschlag aus. Anstelle von Benjamin Netanjahu lobte er Syriens Präsident Ahmed Al-Scharaa

 16.06.2026

Berlin

YouGov-Umfrage: AfD neun Prozentpunkte vor der Union

Die Partei nähert sich in einer neuen Umfrage der 30-Prozent-Marke. Der Vorsprung auf die Union ist in der Erhebung so groß wie noch nie

 16.06.2026

Berlin

Trotz Zusage: AfD-Politiker darf nicht in gehobenen Dienst

Ein AfD-Kommunalpolitiker bewirbt sich für ein Polizeistudium. Dann erfährt das Land Berlin von seinem politischen Amt und zieht die Zusage zurück. Ein Gericht hat nun vorläufig entschieden

 16.06.2026

Debatte

Politologe: AfD als rechtsextrem zu bezeichnen, schreckt kaum noch Wähler ab

In Hessen stufte der Verfassungsschutz die Partei als rechtsextremen Verdachtsfall ein. Das bestärke die AfD in ihrer Opferrolle, meint Professor Christian Stecker

 16.06.2026

Berlin

JFDA veröffentlicht Dossier zur Parole »Globalize the Intifada«

Die NGO beschäftigt sich mit der Bedeutung und Wirkung des Slogans, der in den vergangenen Monaten bei israelfeindlichen Demonstrationen verwendet worden ist

 16.06.2026

Essen

Schüler wollte Juden ermorden: Islamistischer Messerangreifer vor Gericht

Dem Angeklagten wird dreifacher versuchter Mord vorgeworfen. Laut Staatsanwaltschaft beabsichtigte er, möglichst viele Juden zu töten, fand aber keine

 16.06.2026

USA

Jüdische Organisationen kritisieren Iran-Abkommen

Trump sei »so fixiert darauf gewesen, ein Abkommen mit dem Iran zu erreichen, dass er ohne jede Scheu bereit war, Israel beiseitezuschieben«, sagt Halie Soifer, die Vorsitzende des Jewish Democratic Council of America

 16.06.2026

Interview

»Mir wurde immer wieder vorgeworfen, ich sei zu proisraelisch«

Der Schweizer Politiker und Ständerat Daniel Jositsch über die wahren Gründe für seinen Austritt aus der SP, postkoloniale Irrwege und den Antisemitismus innerhalb der Linken

von Nicole Dreyfus  16.06.2026