Meinung

Für ein Verbot der Salafisten!

Ralph Giordano Foto: dpa

Die Salafisten, eine bestenfalls radikalislamisch zu nennende Sekte, haben in den letzten Tagen von sich reden gemacht, weil sie in deutschen Fußgängerzonen den Koran kostenlos verteilt haben. Dies stellte einen schamlosen Missbrauch der grundgesetzlich garantierten Religionsfreiheit dar, unabhängig davon, ob es justiziabel ist oder nicht. Dagegen kann es nur den Aufruf zum Widerstand geben!

Bei der Lektüre des Koran stößt man quer durch die 114 Suren nicht nur immer wieder auf die verstörende Aufforderung, »Ungläubige« zu töten, sondern ganz konkret und vor allem geht es immer gegen Juden. Muslimischerseits werden diese Passagen in öffentlichen Diskussionen stets entweder streng gemieden oder einfach bestritten.

Multikulit-Illusionisten Empörender aber noch als die bewusst als Provokation angelegte Verteilung des Koran durch die fundamentalistischen Salafisten ist der Umstand, dass deutsche Politiker dies nicht nur dulden, sondern teilweise sogar befürworten. Es ist vor allem die Gilde der Multikulti-Illusionisten, Sozialromantiker, Dauerumarmer, Beschwichtigungsapostel und Gutmenschen vom Dienst, die durch Abwiegelung auffällt. Wer aber den integrationsfeindlichen Großangriff der Salafisten in öffentlichen Unbedenklichkeitserklärungen bagatellisiert, der bagatellisiert auch die judenfeindlichen Aufrufe des Koran.

Dieses Kleinreden und Tolerieren einer sehr realen Gefahr darf nicht länger hingenommen werden. Das Verbot der gemeingefährlichen Sekte der Salafisten in Deutschland ist überfällig.

Der Autor ist Publizist und Schriftsteller in Köln.

Berlin

Remmo: Koçak hat bei mir im Büro gesessen

Wie eng war der Kontakt des Linken-Bundestagsabgeordneten Koçak zur Großfamilie Remmo? Nach der Berliner Wahl kamen Chatnachrichten ans Licht, die er als Fehler bezeichnete. Gab es auch ein Treffen?

 16.10.2026

Berliner Sondierungen

Özdemir: Berliner Linke hat sich »radikalisiert«

Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir schaut mit Sorge auf die politischen Geschehnisse in der Bundeshauptstadt. Seiner Ansicht nach hat sich die Berliner Linke radikalisiert

 16.10.2026

Kommentar

Deutsche Iran-Politik: Urkomische Dinge und pure Realitätsverweigerung

Der neue Botschafter der Bundesrepublik in Teheran, Axel Dittmann, produziert mit seinen Instagram-Videos unfreiwillig Realsatire

von Saba Farzan  16.10.2026

Meinung

Keine Wahlen in Palästina: Armutszeugnis für den Westen

Mahmud Abbas hat die Wahlen in den Palästinensergebieten erneut um ein Jahr verschoben und bricht damit seine Zusagen. Wann zieht man in Europa endlich Konsequenzen?

von Jacques Abramowicz  16.10.2026

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD)

Rede des Bundesratspräsidenten

Bovenschulte zu AfD-Verbot: »Prüfen heißt nicht verbieten«

Seine letzte Rede als Bundesratspräsident nutzt Andreas Bovenschulte für einen Appell. Es geht darum, wie weit die Demokratie im Umgang mit der AfD gehen sollte – und warum kein Fehler passieren darf

 16.10.2026

München

Oberrabbiner Goldschmidt: »Wir können nicht immer wegrennen«

Jüdisches Leben in Europa hat eine Zukunft, aber nicht von allein. Dafür braucht es nach den Worten des Oberrabbiners Pinchas Goldschmidt Partner in den Regierungen und in der Zivilgesellschaft

von Barbara Just  16.10.2026

Steffen Alisch

Meinung

Die Berliner Linke und ihr DDR-Vorleben

Linker Antisemitismus, Israelfeindschaft und Genozid-Vorwurf – all das gab es bereits in der DDR unter dem Regime der Linkspartei-Vorläuferin SED

von Steffen Alisch  16.10.2026

Staatsanwaltschaft

Der Bundestag hebt die Immunität von SPD-Abgeordnetem Adis Ahmetovic auf

Ermittler durchsuchen sein Büro und Wohnungen wegen des Verdachts verbotener Absprachen

von Leonard Fischer  16.10.2026

Annäherung

Warum die FPÖ auf ein Gütesiegel aus Israel hofft - Österreichs Rechte knüpfen Verbindungen zum Likud

Noch stehen in Österreich keine Wahlen an. Dennoch will die rechte FPÖ ihr aktuelles Umfrage-Hoch mit einer Strategie untermauern, die verwundert: Die einstige Altnazi-Partei sucht Unterstützung aus Israel

von Markus Schönherr  16.10.2026