Eishockey-Weltmeisterschaft

Faeser fordert Rücknahme der Entscheidung gegen Israel

Nancy Faeser (SPD), Bundesministerin für Inneres und Heimat Foto: picture alliance/dpa

Nancy Faeser (SPD) hat gegenüber der »Bild«-Zeitung eine Teilnahme Israels an den Eishockey-Weltmeisterschaften gefordert. Die Bundesinnenministerin, die auch für den Sport zuständig ist, sagte dem Blatt, der Eishockey-Weltverband IIHF müsse den Ausschluss des israelischen Teams vollständig zurücknehmen.

Auch solle die Organisation »Transparenz schaffen, wie es zu dieser falschen Entscheidung kommen konnte. Die Sicherheit des israelischen Eishockey-Teams und aller anderen Teams muss durch hohe Sicherheitsvorkehrungen und möglichst sichere Spielorte gewährleistet werden.«

Der IIHF hatte als Begründung für den Ausschluss Israels Sicherheitsgründe genannt und damit viel Kritik geerntet - auch in der Bundesrepublik. Der Bundestagsabgeordnete Stephan Mayer (CSU) erklärte, die Maßnahme sei »vorgeschoben und völlig falsch«. Makkabi-Chef Alon Meyer sagte bei Sky Sport, der Sport dürfe sich nicht vom Terror vorschreiben lassen, welche Länder an welchen Turnieren teilnehmen dürften.

DEB kritisiert »Sachverhalt«

In einer Erklärung kommentierte auch der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) die Entscheidung des IIHF: »Wir sind bestürzt, dass es den israelischen Nationalmannschaften verwehrt bleibt, an den unmittelbar bevorstehenden Turnieren teilzunehmen.« Dieser »Sachverhalt« müsse eine »Ausnahme bleiben«.

Ministerin Faeser gab bei »Bild« zu bedenken: »Ein Ausschluss ausgerechnet des israelischen Teams, gegen das sich Bedrohungen richten, bedeutet nichts anderes als eine Kapitulation vor dem Hass.« Der Sport müsse zeigen, dass er an der Seite der jüdischen Sportler stehe. im

Meinung

Hoffentlich wird Viktor Orbán abgewählt

Am 12. April stehen in Ungarn Wahlen an. Unter seinem langjährigen Ministerpräsidenten ist das Land zu einem russischen U-Boot in der Europäischen Union geworden

von Joshua Schultheis  04.04.2026

Standpunkt

Die Militäroperation gegen das Mullah-Regime ist eine historische Chance

Ein Gastbeitrag von Roderich Kiesewetter, Bundestagsabgeordneter (CDU) und Mitglied des Auswärtigen Ausschusses

von Roderich Kiesewetter  04.04.2026

Analyse

Kampf um die Kultur

Die AfD hat Sprache, Kunst und Geschichte als zentrale Politikfelder für sich entdeckt. Ideengeberin ist die »Neue Rechte«

von Sebastian Beer  04.04.2026

Beirut

Israel: Hochrangiger Hisbollah-Kommandeur getötet

Im Krieg zwischen Israel und der libanesischen Terrororganisation ist keine Deeskalation in Sicht. In der Nacht trifft ein heftiger israelischer Angriff erneut Ziele in Beirut

 01.04.2026

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Gutachten missverstanden: Bundestagsdienst bewertet Iran-Angriffe nicht abschließend

Laut Medienberichten hat der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages den Iran-Krieg als völkerrechtswidrig eingeordnet. Die »Frankfurter Allgemeine Zeitung« widerspricht in einer Analyse dieser Darstellung nun

 01.04.2026

Frankfurt am Main

Jüdische Filmtage: Kino kündigt Kooperation, Organisatoren üben scharfe Kritik

Die Jüdische Gemeinde sieht »faktisch eine Kapitulation vor antisemitischem Druck«, während die Astor Film Lounge ihre Entscheidung verteidigt

von Imanuel Marcus  01.04.2026

Dresden/Leipzig

Hitlergruß: Urteil gegen Melanie Müller ist rechtskräftig

Das Urteil gegen die Schlagersängerin wegen des Zeigens des Nazigrußes ist rechtskräftig. Warum sie die Revision zurückzieht und was das für sie bedeutet

 01.04.2026

Pessach

Preis der Freiheit

Unabhängigkeit und Selbstbestimmung entstehen nicht von allein. Sie müssen erstritten, manchmal sogar erkämpft werden

von Josef Schuster  01.04.2026

Berlin

»Arrogante Belehrungen«: Israelische Botschaft kritisiert Castellucci scharf

Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung übt Kritik an der Jerusalemer Regierung für die Ausweitung der Todesstrafe. Die israelische Botschaft spricht von Doppelmoral

 01.04.2026 Aktualisiert