Magdeburg

Experte fordert Ausschluss von AfD bei Gedenkveranstaltungen

Foto: imago

Nach einer Provokation der AfD bei einer Kranzniederlegung zum Volkstrauertag in Leuna (Sachsen-Anhalt) hat der Rechtsextremismusexperte Pascal Begrich einen Ausschluss von Vertretern der Partei bei Gedenkveranstaltungen gefordert.

Repräsentantinnen und Repräsentanten einer Partei, die sich programmatisch und sprachlich aus dem Arsenal des NS-Ideologie bedienten, müsse die Teilnahme an Gedenkveranstaltungen für die Opfer des Nationalsozialismus verwehrt werden, erklärte der Geschäftsführer des Netzwerks »Miteinander« am Samstag in Magdeburg.

»Gedenkstätten und Friedhofsverwaltungen sollten den generellen Ausschluss der AfD von Gedenkveranstaltungen prüfen und gegebenenfalls dafür auch verwaltungsrechtliche Auseinandersetzungen mit der Partei in Kauf nehmen, um Schaden für die Erinnerungskultur im Land abzuwenden«, erklärte Begrich. Anlass der Forderung ist ein erst jetzt bekannt gewordener Eklat am Volkstrauertag in Leuna, über den am Freitag die »Mitteldeutsche Zeitung« berichtete.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Demnach hat die AfD-Stadtratsfraktion bei einer Veranstaltung auf dem Friedhof Auedorf einen Kranz niedergelegt, auf dessen Schleife die Aufschrift »Für Führer, Volk und Vaterland - warum?« stand. Auch ein zweiter Kranz von Ortschaftsrat, Förderverein der Feuerwehr und Johannesbier-Verein trug dem Bericht zufolge eine Schleife mit dieser Aufschrift.

Die Kirchengemeinde hatte die Kränze erst nach der Veranstaltung entdeckt und dem Bericht zufolge zur Entfernung zumindest der Schleifen aufgefordert. Die Niederlegung der Kränze mit dem Wortlaut sei »beschämend«, zitiert die Zeitung die Pfarrerin Antje Böhme. epd

Diplomatie

Lebendiges Netzwerk

30.000 Euro für die deutsch-israelische Zusammenarbeit: Botschafter Ron Prosor zeichnet vier wegweisende Initiativen aus

 03.06.2026

Meinung

Digitale Gewalt: Gutes Gesetz mit Hürden

Die Bundesregierung plant ein Gesetz gegen Hass und Hetze im Internet. Damit es wirken kann, sollte aber von Anfang an die Finanzierung von Anlaufstellen für Betroffene mitgedacht werden

von Pawel Erenburg  03.06.2026

Iran

Im Visier

Die Mordpläne gegen Josef Schuster und Volker Beck sind Teil einer seit Jahren anhaltenden Terrorkampagne des Mullah-Regimes in Europa. Ihr Ziel: Juden und Gegner Teherans sollen sich nirgends sicher fühlen

von Peter R. Neumann  03.06.2026

Krieg gegen Iran

Mindestens 63 Verletzte bei iranischem Angriff auf Flughafen von Kuwait

Verlorene Gliedmaßen, Hirnblutungen, Knochenbrüche: Das Gesundheitsministerium in Kuwait meldet schwerste Verletzungen nach dem jüngsten Angriff. Mindestens ein Mensch überlebt die Attacke nicht

 03.06.2026

Düsseldorf

Antisemitische Vorfälle in NRW erreichen neuen Höchststand

»Jüdinnen und Juden erleben in unserem Land immer häufiger Hass, Bedrohungen und Ausgrenzung«, sagt Familien- und Integrationsministerin Verena Schäffer

 03.06.2026

Augsburg

15-Jähriger soll Anschlag auf Synagoge geplant haben

Nach einer Explosion mit Verletzten sitzt ein Jugendlicher in U-Haft. Sein Verteidiger betont: Dass er fest entschlossen war, einen Anschlag zu verüben, sei nicht zu erkennen

 03.06.2026

Berlin/Lam

Zentralrat: Antisemitismus-Vorfall in Hotel rechtlich prüfen

Eine Hotel-Antwort sorgt für Entsetzen: »Keine Juden erlaubt«. Was der Zentralrat der Juden jetzt fordert – und was er zur Entschuldigung des Hotels sagt

 03.06.2026

Deutschland

Deutlich mehr Einbürgerungen von NS-Verfolgten und Nachfahren

Rund 12.000 Menschen machten 2025 von der sogenannten Wiedergutmachungseinbürgerung Gebrauch, auf die NS-Verfolgte und deren Nachfahren ein Recht haben. Insbesondere Menschen aus Israel und den USA nahmen darüber die deutsche Staatsbürgerschaft an

 03.06.2026

New Jersey

Kandidat mit Terror-Kontakten? Demokraten nominieren Adam Hamawy

Aufsehen erregt seine frühere Beziehung zu dem als »Blinder Scheich« bekannten Omar Abdel-Rahman, dessen Anhänger 1993 einen Anschlag auf das World Trade Center verübten

 03.06.2026