Krieg gegen Israel

EU verwarnt Elon Musk wegen Fake News auf X

Elon Musk hat in der Welt am Sonntag begründet, warum er die AfD gut findet. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

EU-Kommissar Thierry Breton hat Elon Musk vorgeworfen, auf X (früher Twitter) nicht hart genug gegen Fake News vorzugehen - in Zusammenhang mit dem Krieg der Terrororganisation Hamas gegen Israel.

»Nach den terroristischen Anschlägen der Hamas gegen Israel haben wir Hinweise darauf, dass Ihre Plattform genutzt wird, um illegale Inhalte und Desinformationen in der EU zu verbreiten«, schrieb er in einem Brief, den er auch auf X veröffentlichte.

Nachdem die Hamas am Samstag den Krieg gegen Israel begann, kursierten auf der Plattform zahlreiche Falschmeldungen, aber auch Videos der Terroristen, in denen sie ihre grausamen Verbrechen gegen Zivilisten dokumentierten. Einige davon ließ Musk löschen, etwa das Video, in dem die entführte Deutsch-Israelin Shani Louk halbnackt und umringt von Hamas-Kämpfern auf der Ladeflache eines Geländewagens liegt.

Doch anscheinend war das nicht genug. Noch immer würden auf X angebliche Szenen aus dem Krieg verbreitet werden, die in Wahrheit aus Videospielen stammen. Nach dem EU-Gesetz über digitale Dienste ist das strafbar. Wenn die Compliance-Abteilung der Plattform nicht rechtzeitig reagiert, drohen saftige Bußgelder.

EU-Kommissar droht Musk

Musk ging nach öffentlichen Brandbrief von Breton auf Konfrontationskurs. »Bitte listen Sie die Verstöße, auf die Sie anspielen, auf, damit die Öffentlichkeit sie sehen kann«, schrieb er an den EU-Kommissar. Dabei würde Breton damit genau das europäische Recht brechen, auf dessen Einhaltung er pocht.

Der Politiker ließ Musk abblitzen: »Die Berichte der Nutzer und Behörden über Falschnachrichten und Gewaltverherrlichungen sind Ihnen genauestens bekannt.« Dann beendete er die Unterhaltung mit einer diplomatischen Spitze: »Mein Team steht Ihnen weiterhin zur Verfügung, um die Einhaltung der DSA-Vorschriften zu gewährleisten, die die EU weiterhin rigoros durchsetzen wird.«

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Auch der deutsche Digitalminister Volker Wissing (FDP) forderte Musk auf, Accounts zu löschen, die Terror-Videos verbreiten. »Stoppen Sie das Verbreiten barbarischer Videos und hetzerischer Falschinformationen.« Dies sei nicht nur eine gesetzliche Pflicht nach dem Digital Service Act der Europäischen Union, sondern auch eine ethische Verantwortung.

Interview

»Die Linkspartei hat vom 7. Oktober und vom Hass auf und der Hetze gegen Israelis profitiert«

Neuköllns Integrationsbeauftragte Güner Yasemin Balci über den Wahlerfolg der Linken in Berlin, Clan-Kontakte und Islamismus in der Partei sowie die politischen Folgen für ihren Bezirk und die Stadt

von Detlef David Kauschke  28.09.2026

Paris, Frankreich mit Eiffelturm

Paris

Flüchtling aus Deutschland in Frankreich als IS-Kämpfer angeklagt

In der französischen Hauptstadt hat der Berufungsprozess gegen einen Syrer begonnen, der eine leitende Rolle in der Terrororganisation »Islamischer Staat« gehabt haben soll

 28.09.2026

Düsseldorf

Attacke auf Juden wird Thema im Landtag NRW

Nach dem antisemitischen Angriff auf einen Juden am vergangenen Dienstag sucht die Polizei weiter nach den Tätern. Nun soll Innenminister Reul (CDU) im Innenausschuss Auskunft geben

 28.09.2026

Berlin

Linksjugend: Polizei ist »krimineller Clan«

»Wenn die Presse uns erzählt, in Berlin gebe es ein Problem mit bewaffneten Clans, sind das die, die mit hellen Handschuhen und Knüppeln heute in den Schulstreik hineingerannt sind«, sagt eine Sprecherin

 28.09.2026

Offener Brief

Mehr als 6000 Unterzeichner weisen Vorwurf des Völkermords gegen Israel zurück

»Wir, die Unterzeichner, sind empört und angewidert über die jüngste Blutverleumdung gegen das jüdische Volk: die Lüge, dass Israel in Gaza einen ›Genozid‹ begangen habe«, heißt es in dem Schreiben

 28.09.2026

Berlin

Linken-Chef sieht seine Partei »ganz klar an der Seite jüdischer Menschen«

Nach ihrem Wahlsieg in Berlin strebt die Linke eine Regierungsbildung an. Der Bundesvorsitzende Luigi Pantisano widersprach nun Anschuldigungen, die Partei sei antisemitisch

 28.09.2026

Liverpool

Dutzende Festnahmen bei Solidaritätsaktion für Palestine Action

Am Rande des Labour-Parteitags im nordenglischen Liverpool haben mehr als 250 Menschen gegen das Verbot der als Terrorgruppe eingestuften Organisation demonstriert

 28.09.2026

Berlin

»Die Berliner Linkspartei pflegt einen verstörend engen Kontakt zu Judenhassern«

Unionsfraktionschef Thorsten Frei warnt die Grünen und die SPD vor einer Regierungszusammenarbeit mit der Berliner Linken

 28.09.2026

Berlin

Streit über Antisemitismusvorwurf: Linke zeigt Dobrindt an

Der Bundesinnenminister kommentiert in der Sendung »Maybrit Illner« einen Versprecher der Moderatorin über die Berliner Linke Elif Eralp. Die sieht Anlass für eine Strafanzeige

 28.09.2026