BDS-Kampagne

Es hat sich ausgesprudelt

Die BDS-Kampagne und ihre blinden Anhänger können die Champagnerflaschen entkorken. Sie haben einen Grund zu feiern. SodaStream, der erfolgreiche israelische Hersteller von Trinkwassersprudlern, schließt seine Fabrik im Industriepark Mishor Adumim, zehn Minuten Autofahrt entfernt von Jerusalem.

Es ist tatsächlich ein großer Sieg der Boykottbewegung: Hunderte palästinensische Arbeiter, die jahrelang bei SodaStream gute Gehälter und Sozialleistungen bekommen haben, sind jetzt arbeitslos. Falls manche von ihnen Glück haben und neue Jobs finden, werden sie eventuell ein Fünftel des Gehalts verdienen, das sie bei SodaStream erhalten haben – ohne irgendwelche Sozialleistungen. Nicht wegen irgendeiner angeblichen jüdischen »Apartheidpolitik«, sondern wegen der schlechten, korrupten wirtschaftlichen Verwaltung der Palästinensischen Autonomiebehörde.

wirtschaft Die Argumentation, wonach eine stabile, florierende, unabhängige palästinensische Wirtschaft nur dann wachsen kann, wenn die Palästinenser es schaffen, die israelische wirtschaftliche Präsenz in den »besetzen Gebieten« zu eliminieren, ist illusorisch.

Nur durch Zusammenarbeit mit Israel können die Palästinenser ihre Wirtschaft und ihre Lebensbedingungen verbessern. Aber die BDS-Aktivisten interessieren sich nicht für ein besseres Zusammenleben zwischen Palästinensern und Israelis in einem friedlichen Rahmen. Die BDS-Bewegung verfolgt ein anderes Ziel: die Auslöschung Israels. Und um dieses Ziel zu erreichen, sind alle Mittel recht – auch das Opfern von palästinensischem Wohlstand.

So funktioniert das immer mit extremen Bewegungen: Sie sind bereit, alles zu zerstören, um radikale Ziele zu erreichen. Und die BDS-Kampagne ist nicht nur extrem und radikal. Sie ist, was sie zu bekämpfen vorgibt: eine Apartheidbewegung. Denn ihr eigentlicher Slogan lautet: »Keine Juden in Palästina«. Und die blinden Anhänger diese Bewegung, inklusive der EU, sagen laut: »Amen«.

Der Autor ist Korrespondent der israelischen Tageszeitung »Yedioth Ahronoth«.

Meinung

Berlin bekommt, was es verdient!

Ein Kommentar von Chefredakteur Philipp Peyman Engel zum Erdrutschsieg der Linkspartei in der Hauptstadt

von Philipp Peyman Engel  20.09.2026

Wahl in Berlin

Schuster gegen Regierungsbeteiligung der Linken in Berlin

Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, hat sich trotz des Wahlsiegs der Partei Die Linke in Berlin dagegen ausgesprochen, diese mit Regierungsverantwortung zu betrauen

 20.09.2026

Landtagswahlen

Merz: CDU-Ergebnis in MV »ein Desaster«

Die CDU muss bei den Wahlen zu den Landesparlamenten in der Hauptstadt und im Nordosten Verluste einstecken. Der Kanzler und Parteivorsitzende äußert sich gleich kurz nach Schließung der Wahllokale

 20.09.2026

Landtagswahl

Hochrechnungen: Linke bei Berlin-Wahl klar vor CDU

In den Umfragen lagen Linke und CDU zuletzt in etwa gleichauf. Nach den ersten Zahlen deutet sich ein deutlicher Gewinner an

 20.09.2026 Aktualisiert

Landtagswahl

Hochrechnungen: AfD knapp vor SPD in MV - CDU zittert

In Mecklenburg-Vorpommern hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig mit ihrer SPD in den vergangenen Wochen eine Aufholjagd hingelegt. Nach ersten Zahlen verfehlt ihre Partei dennoch Platz eins

 20.09.2026 Aktualisiert

Nahost

Regierungstruppen im Jemen erobern Gebiete von Huthi zurück

Nach der Blitzoffensive der Huthi laufen die Gefechte im jemenitischen Gebirge weiter. Einen strategischen Erfolg kann aber keine der Konfliktparteien erreichen

 20.09.2026

Sachsen-Anhalt

Halle: Gemeindevorsitzender hat keine Angst vor AfD-Regierung

Max Privorozki kritisiert in einem aktuellen Interview das Geschichtsbild der AfD in Sachsen-Anhalt. Er wolle jedoch abwarten, »was die Partei tatsächlich umsetzen würde«

 20.09.2026

Kommentar

Wo ist mein Berlin, in dem es keinen Hass auf Juden mehr geben sollte?

Unsere Gastautorin Dorothea Schupelius warnt vor der unheiligen Allianz der Linkspartei mit radikalen Muslimen - und vermisst das Berlin, in dem sie aufgewachsen ist

von Dorothea Schupelius  20.09.2026

Nahost

Bedroht der Huthi-Vormarsch im Jemen den Welthandel?

Die Huthi-Miliz bringt im Jemen die Einfahrt zum Roten Meer unter ihre Kontrolle. Bisher scheint sich die Lage für die Schifffahrt nicht zuzuspitzen

 20.09.2026