Berlin

 »Es braut sich etwas zusammen«

Anti-Corona-Großdemo im August 2020 am Brandenburger Tor: Experten warnen davor, die sogenannten Querdenker-Proteste zu unterschätzen. Foto: picture alliance / SULUPRESS.DE

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, befürchtet wegen der sozialen Lage eine neue Welle antisemitischer Taten in diesem Herbst.

»In Krisenzeiten sind die Menschen immer anfälliger für Antisemitismus. Juden für Krisen verantwortlich zu machen, ist leider ein Muster in Deutschland«, sagte Klein den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitag): »Man spürt, es braut sich etwas zusammen.«

»Ich mache mir große Sorgen, dass wir im Herbst eine neue Welle antisemitischer Vorfälle oder sogar Straftaten erleben werden«, betonte er: »Dass sich Gruppen, egal ob von links oder von rechts, zusammentun im Judenhass oder der undifferenzierten Kritik an Israel, die sonst nichts gemeinsam haben als soziale Unzufriedenheit.«

Aber er vertraue darauf, dass es mutige zivilgesellschaftliche Kräfte gebe, die sich dem entgegenstellten und für die Demokratie einstünden, unterstrich Klein. epd

Debatte

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