Nahost

Erstes Treffen der Außenminister Israels und der Emirate in Berlin

Bilaterales Treffen am Wannsee: die Außenminister Israels und Deutschlands (September 2020) Foto: dpa

Israel und die Vereinigten Arabischen Emirate machen Tempo bei der Normalisierung ihrer Beziehungen. Drei Wochen nach der Unterzeichnung einer entsprechenden Vereinbarung kommen am Dienstag in Berlin erstmals Außenminister der beiden Länder zusammen. Deutschlands Ressortchef Heiko Maas (SPD) empfängt Gabi Aschkenasi und Abdullah bin Sajid am Nachmittag. Stellungnahmen sind für 17 Uhr geplant.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

»Es ist eine große Ehre, dass der israelische und der emiratische Außenminister Berlin als Ort für ihr historisches erstes Treffen gewählt haben«, erklärte Maas vor dem Treffen und dankte beiden Kollegen für ihr Vertrauen. Der »mutige Friedensschluss« zwischen Israel und den Emiraten sei seit langem die erste gute Nachricht im Nahen Osten und zugleich eine Chance für neue Bewegung im Dialog zwischen Israelis und Palästinensern. Maas hoffte, »dass Berlin einen guten Rahmen bietet, weitere Schritte auf diesem Weg zu besprechen«.

»Es ist eine große Ehre, dass der israelische und der emiratische Außenminister Berlin als Ort für ihr historisches erstes Treffen gewählt haben.«

Außenminister Heiko Maas

Die Emirate hatten am 15. September gemeinsam mit Bahrain die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu Israel besiegelt. Die beiden ölreichen Golfstaaten versprechen sich von den Abkommen wirtschaftliche Vorteile, schmieden aber mit Israel vor allem eine Allianz gegen den gemeinsamen Erzfeind Iran.

Für Israel etwa ist das iranische Atomprogramm eine existenzielle Bedrohung. Bisher unterhielten mit Ägypten und Jordanien nur zwei arabische Länder diplomatische Beziehungen zu Israel. Im Gegenzug hat Israel angekündigt, die Ausweitung der Souveränität im Westjordanland auszusetzen.

Für Israel ist das iranische Atomprogramm eine existenzielle Bedrohung.

Die arabischen Staaten verfolgten bislang den Ansatz, die Lösung des Konflikts mit den Palästinensern zur Bedingung für eine Normalisierung der Beziehungen zu Israel zu machen.

Maas hatte nach der Unterzeichnung der Abkommen zwischen Israel und den beiden Golfstaaten auf direkte Gespräche zwischen Israel und den Palästinensern gedrungen, um eine Lösung in dem jahrzehntealten Konflikt zu finden. dpa

Nahost

Trump über Iran: »Es gibt praktisch nichts mehr zum Angreifen«

Israels Verteidigungsminister hat Hoffnungen auf ein rasches Ende des Iran-Kriegs gerade erst eine Absage erteilt - nun sendet der US-Präsident erneut andere Signale

 11.03.2026

Großbritannien

London scheitert erneut mit Anklage gegen Kneecap-Rapper

Weil er bei einem Konzert eine Flagge der Hisbollah geschwenkt haben soll, wurde Rapper Mo Chara wegen Terrorismusvorwürfen angeklagt. Doch ein Formfehler lässt den Prozess scheitern

 11.03.2026

Doha

Wadephul: Weitere 93 Millionen Euro für humanitäre Hilfe

Der deutsche Außenminister ist vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs auf Krisenreise in der Golfregion. Um das Leid der Menschen zu mildern, stockt die Bundesrepublik ihre Unterstützungsgelder auf

 11.03.2026

Krieg

USA: Am Dienstag fast stündlich Angriffswellen auf den Iran

Die USA greifen seit mehr als einer Woche Ziele im Iran an. Am Dienstag hatte der US-Verteidigungsminister besonders harte Angriffe angekündigt. Nun äußert sich das US-Militär in einem Update dazu

 11.03.2026

Burg

Lehrer berichten in Buch aus Schulalltag mit Nazi-Parolen

»Es interessiert kaum jemanden«: Zwei Lehrer schlagen Alarm wegen rechter Ideologien an einer Schule in Brandenburg. In ihrem Buch »Rechtsruck im Klassenzimmer« geht es um mehr als Kritik am Wegsehen

von Monika Wendel  11.03.2026

Brüssel

EU verhängt weitere Iran-Sanktionen

Dem aktuellen Iran-Krieg ging die brutale Niederschlagung von regierungskritischen Protesten voraus. Die EU verschärft jetzt die Sanktionen und nennt eine konkrete Opferzahl

 11.03.2026

Lanz und Precht

»Irgendwie so bombt man sich das Ganze am Ende zurecht«

In ihrem wöchentlichen Podcast versuchen sich Talkmaster Markus Lanz und Philosoph Richard David Precht an einer Analyse der Hintergründe des Irankriegs – und scheitern gewaltig

von Michael Thaidigsmann  11.03.2026

Madrid

Spanien beruft seine Botschafterin in Israel ab

Die Sánchez-Regierung zieht Konsequenzen im Streit mit Israel: Die Botschafterin wird abberufen. Wie es dazu kam und welche politischen Konflikte dahinterstehen

 11.03.2026

Meinung

Jüdisches Leben gehört zum Ländle

Nach der Wahl in Baden-Württemberg kann die jüdische Gemeinschaft darauf vertrauen, auch künftig einen zuverlässigen Partner in der Landesregierung zu haben. Einzig das gute Abschneiden der AfD bereitet Sorgen

von Barbara Traub  11.03.2026