Weimar

Erneut Stolpersteine beschmiert

Stolpersteine in Weimar Foto: picture alliance / imageBROKER

Unbekannte haben in der Weimarer Innenstadt neun Stolpersteine mit grau-blauer Sprühfarbe verunstaltet. Wie die Polizeiinspektion Weimar am Sonntag mitteilte, wurde die Tat am Freitagmorgen von einem Zeugen in der Hummelstraße bemerkt. Eine umgehende Überprüfung weiterer der Erinnerungssteine durch Polizeibeamte habe dann ergeben, dass auch in der Schillerstraße, Teichgasse und Marienstraße Stolpersteine auf gleiche Weise beschädigt waren.

Die Polizei ermittelt nach eigenen Angaben wegen Sachbeschädigung.
Gesucht würden Hinweise auf mögliche Tatverdächtige, hieß es.

Lesen Sie auch

Bereits im Februar waren in Weimar mehrere Stolpersteine mit grauer Farbe beschmutzt worden. Weimars Oberbürgermeister Peter Kleine (parteilos) sprach damals von einer »feigen und abscheulichen« Tat.

Antisemitische Atmosphäre

Der Vorstandsvorsitzende der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen, Reinhard Schramm, schrieb am Sonntag in einem Brief an Kleine, die wachsende antisemitische Atmosphäre insbesondere nach dem 7. Oktober
2023 »beunruhigt und verunsichert uns zunehmend«.

Er bitte deshalb den Oberbürgermeister, die Stadtverwaltung, den Stadtrat, die Sicherheitsbehörden und die Bevölkerung darum, um zusätzliche Initiativen zur Verhinderung solcher extremistischen Straftaten. epd

Dresden

Mehr rechtsextreme Vorfälle an Sachsens Schulen

Von NS-Symbolen und Parolen bis hin zu Beleidigungen und Gewalt: Das sächsische Bildungsministerium hat 2025 fast 250 rechtsextreme Vorfälle dokumentiert

 15.02.2026

Analyse

Das Prinzip Trump

Der US-Präsident hat Israels sicherheitspolitische Lage gestärkt – zugleich spaltet er das eigene Land. Aber ein geschwächtes Amerika garantiert keinen stabilen Schutz

von Carsten Ovens  15.02.2026

Nahost

Italien und Rumänien nehmen als Beobachter an Trump-»Friedensrat« teil

Bislang sind in dem Gremium des US-Präsidenten nur zwei EU-Staaten dabei

 15.02.2026 Aktualisiert

Solidarität

Für Freiheit im Iran: 250.000 Demonstranten in München

Unter den Rednern war auch der Publizist Michel Friedman: »Ein Regime, das für Terrorismus steht, gehört abgesetzt«

 15.02.2026 Aktualisiert

USA/Iran

US-Präsident Trump: Machtwechsel im Iran wäre wohl das Beste

US-Präsident droht Teheran im Streit über das Atom- und Raketenprogramm mit einem Angriff. Er legt nach: Nur ein Deal könne dies verhindern

 14.02.2026

NS-Raubkunst

Wolfram Weimer kündigt Restitutionsgesetz an

»Eine Frage der Moral«: Der Kulturstaatsminister stimmt einem unter anderem vom Zentralrat der Juden geforderten Gesetz zu

 14.02.2026

Berlin

Brandenburger Tor leuchtet als Zeichen der Solidarität mit Iran-Protesten

»Die gewaltsame Niederschlagung der Proteste ändert nichts daran, dass der Drang nach Freiheit bleibt«, sagt Kai Wegner (CD), der Regierende Bürgermeister

 13.02.2026

Augsburg

Gericht kippt Redeverbot für Höcke im Allgäu

Am Wochenende sollte Thüringens AfD-Landtagsfraktionschef in zwei Hallen in Bayern als Gastredner auftreten. Die Gemeinden wehren sich – aber vorerst nur in einem Fall mit Erfolg

 13.02.2026

Meinung

Danke, Herr Minister!

Johann Wadephul hat sich von Francesca Albanese distanziert und ihren Rücktritt gefordert. Doch jetzt müssen Deutschland und andere Staaten den Druck weiter erhöhen

von Michael Thaidigsmann  13.02.2026