Berlin

Erneut rechtsextremer Vorfall bei Polizei

Protestmarsch der rechtsextremen Partei »Der III. Weg« am Samstag Foto: imago images/JeanMW

Bei der Berliner Polizei hat es einem Zeitungsbericht zufolge erneut einen Vorfall mit rechtsextremen Bezügen gegeben.

Bei einem Einsatz am Samstag in der Hauptstadt rund um die Demonstration der rechtsextremen Partei »Der III. Weg« im Umfeld des S-Bahnhofs Wartenberg habe ein Polizist auf seinem Einsatzanzug einen Aufnäher mit einem Symbol getragen, das auch von Rechtsextremen genutzt werde, berichtet die »Berliner Morgenpost« (Montag). Die Polizei habe den Fall bestätigt. Der Beamte sei identifiziert worden. Ein möglicher disziplinarrechtlicher Verstoß werde geprüft.

sparta-helm Der offenbar privat beschaffte Aufnäher weise den Polizisten als Mitglied einer »BFE« aus – einer sogenannten Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit einer Einsatzhundertschaft, heißt es in dem Bericht weiter. Darauf sei auch ein sogenannter Sparta-Helm zu sehen. In der rechtsextremen Szene symbolisiere dieser den Kampf gegen den vermeintlichen Untergang des christlichen Abendlandes gegen vermeintliche muslimische »Invasoren«. Genutzt werde das Symbol auch von der rechtsextremen »Identitären Bewegung«.

Bei Polizeibehörden in Berlin und anderen Bundesländern waren zuletzt wiederholt rechtsextreme Vorfälle bekannt geworden. Erst am Donnerstag hatte ein Bericht über einen Chat für Aufsehen gesorgt, in dem Berliner Polizisten Rechtsextreme als mögliche »Verbündete« bezeichnet haben sollen. epd

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