50 Jahre danach

Erinnerung an das Olympia-Attentat wachhalten

Erinnerungsort an das Olympia-Attentat vom 5. September 1972 im Olympiapark Foto: imago images / Ralph Peters

50 Jahre nach dem Attentat bei den Olympischen Spielen will die Stadt München die Erinnerung an die Opfer wachhalten. Das Gedenken an den Anschlag vom 5. September 1972 werde »zum integralen Bestandteil des Jubiläumsprogramms«, sagte der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) am Donnerstag. Dies solle auch ein Zeichen dafür sein, »dass München eine Stadt ist, die sich gegen Antisemitismus, Hass und Rassismus auflehnt und aktiv dagegen vorgeht.«

München wird die Opferfamilien einladen. Die offizielle Gedenkveranstaltung wird am Nachmittag des 5. Septembers in Fürstenfeldbruck stattfinden, zuvor wird es auch einen kleinen Akt im Olympia-Park der Landeshauptstadt geben.

auftakt Nach derzeitigem Stand sind insgesamt 150 Veranstaltungen geplant, davon dienen 14 dem Gedenken. Das Jüdische Museum München erinnert das ganze Jahr über mit der Aktion »Zwölf Monate - Zwölf Namen« an das Attentat von 1972. Jeden Monat soll dabei ein Opfer im Mittelpunkt des Gedenkens stehen. Geplant seien im öffentlichen Raum etwa Installationen, die den ganzen Monat über zu sehen sein werden, oder eintägige Aktionen. Zum Auftakt an diesem Donnerstag erinnert das Amerikahaus am Karolinenplatz mit einer Fassadeninstallation an den Gewichtheber David Berger, der 1972 Mitglied der israelischen Olympia-Mannschaft war.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Bei den Olympischen Spielen in München hatten palästinensische Terroristen am 5. September 1972 die Unterkunft der israelischen Mannschaft gestürmt und Geiseln genommen. Später verlagerte sich das Geschehen auf den Flugplatz Fürstenfeldbruck bei München. Die Befreiungsaktion endete in einer Katastrophe. Es starben elf Sportler, ein bayerischer Polizist und fünf Terroristen.

München erlebt in diesem Sommer (11. bis 21. August) erneut internationale Wettbewerbe, wenn die European Championships ausgetragen werden. dpa/epd

Diplomatie

Jens Spahn reist nach Israel

Der Unions-Fraktionschef wird am Mittwoch unter anderem Gespräche in der Knesset führen

 03.02.2026

Vorwurf

Büttner kritisiert linken Antisemitismus

Linke glaubten häufig, sie könnten keine Antisemiten sein, sagt Brandenburgs Antisemitismusbeauftragter. Dieses Selbstbild werde jedoch von der Realität widerlegt

 03.02.2026

Wiesbaden

Letzte Geisel identifiziert - Hessen holt Israel-Flagge ein

Zur Klarheit über das Schicksal aller Verschleppter sagt Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU): »Wir hoffen, dass das ein weiterer Schritt zur Befriedung des Nahostkonflikts ist.«

 03.02.2026

Umwidmung

Kein Zeitplan für Yad-Vashem-Straße in Berlin

Nach der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem soll ein Straßenabschnitt im Herzen von Berlin benannt werden. Bislang ist unklar, wann dies erfolgt

 03.02.2026

USA

Trump will eine Milliarde Dollar von Elite-Uni Harvard

Der Präsident wirft der Fakultät antisemitisches Verhalten vor. Ein Bericht der »New York Times« bringt neuen Schwung in den Streit

 03.02.2026

Teheran

Regime fürchtet Eskalation: US-Schlag könnte Machtapparat ins Wanken bringen

Externer Druck könnte einen erneuten landesweiten Aufstand begünstigen, heißt es aus dem Umfeld hochrangiger Entscheidungsträger im Iran

 03.02.2026

USA

Massiver Anstieg antisemitischer Straftaten in New York

Im Vergleich zum Vorjahresmonat verdoppelt sich die Zahl der durch Judenhass motivierten Taten fast

 03.02.2026

Washington D.C./Teheran

Können Gespräche zwischen den USA und Iran eine Eskalation verhindern?

In den kommenden Tagen könnte es in Istanbul zu hochrangigen Gesprächen über das iranische Atomprogramm kommen. Regionalmächte vermitteln zwischen dem Teheraner Regime und den USA

 03.02.2026

Kommentar

Antisemitismus im »Safe Place«: Die Kunstakademie Düsseldorf macht’s möglich

Eine Kunstakademie sollte Räume für kritisches Denken öffnen - aber nicht für Ideologien, die Menschenfeindlichkeit salonfähig machen

von Nicole Dreyfus  02.02.2026