Ehrung

»Einer der größten Staatsmänner der Gegenwart«

Eine kleine Delegation der DIG fuhr nach Jerusalem, um die Medaille in der Residenz persönlich an Schimon Peres (r.) zu übergeben. Foto: DIG

Israels Staatspräsident Schimon Peres hat am Dienstag in Jerusalem die Ernst-Cramer-Medaille der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) erhalten. Verliehen wurde diese Ehrung der DIG Peres schon im vergangenen Jahr, doch weil der enge Zeitplan Peres’ keine Deutschlandreise vorsah, fuhr nun eine kleine Delegation der DIG, mit Präsident Reinhold Robbe an der Spitze, nach Jerusalem, um die Medaille in der Residenz persönlich zu übergeben.

Wie DIG-Präsident Robbe in seiner Laudatio erklärte, ehrt die DIG als ersten Preisträger einen israelischen Politiker, der wie kein anderer sich Zeit seines Lebens um die einzigartigen Beziehungen verdient gemacht habe. Man sei, so Robbe weiter, stolz und dankbar dafür, einem der größten Staatsmänner der Gegenwart diese Medaille überreichen zu dürfen.

partner
Unabhängig von politischen Höhen und Tiefen sei Peres ein verlässlicher Partner gewesen, für den trotz der Belastungen aus der deutschen Geschichte und der Schicksalsschläge in der eigenen Familie in der Nazi-Diktatur die Pflege der deutsch-israelischen Beziehungen ein wirkliches Herzensanliegen gewesen sei. Alle Israel-Freunde in Deutschland seien mit ihm der Auffassung, so Robbe weiter, dass der Friedensnobelpreisträger Schimon Peres die beste Wahl sei, die man sich für die Auszeichnung überhaupt vorstellen könne.

In seiner Erwiderung unterstrich Präsident Peres die Bedeutung der Beziehungen und betonte die Notwendigkeit, »jetzt in die Zukunft zu blicken«. Man müsse sich beispielsweise der Möglichkeiten des Internets bedienen, um junge Menschen für die Anliegen der deutsch-israelischen Freundschaft zu gewinnen. Sehr positiv äußerte sich Peres zu den Projekten der DIG mit Blick auf das bevorstehende Jubiläumsjahr 2015, in dem Deutschland und Israel auf 50 Jahre diplomatische Beziehungen zurückblicken können. Peres bezeichnete die Arbeit der DIG als »enorm wichtig für die Freundschaft zwischen den Menschen«.

Die erstmals verliehene Medaille ist die höchste Auszeichnung der DIG, sie ist benannt nach dem jüdischen Publizisten Ernst Cramer, der sich in der Spitze des Axel-Springer-Verlages in herausragender Weise und über viele Jahrzehnte hinweg für die Beziehungen zwischen Deutschland und Israel eingesetzt hat. ja

Magdeburg

Jüdische Gemeinden in Sachsen-Anhalt kritisieren Hallervorden-Wahlkampf der CDU

Der Landesverband der jüdischen Gemeinschaft schaltet sich mit deutlichen Worten in die Debatte ein

 06.08.2026

Dublin

Wegen Israel-Boykott: Irisches Regierungsflugzeug kann nicht mehr im Nebel landen

Beim Kauf der Maschine wurde bewusst auf das System »FalconEye« verzichtet, weil der israelische Rüstungskonzern Elbit Systems an dem Produkt beteiligt ist

 06.08.2026

Mehrere Flaschen mit Limonade der Marke Lemonaid in verschiedenen Geschmacksrichtungen stehen im Regal in einem Getränkemarkt

Meinung

Kann politisch korrekte Limonade antisemitisch sein?

Beim FC St. Pauli ist der langjährige Kapitän Jackson Irvine weg, doch bei der politisch korrekten Brausefirma »LemonAid« sitzt der anti-israelische Australier weiter im Aufsichtsrat

von Daniel Killy  06.08.2026

Kommentar

Landtagswahlkampf mit Israelfeindlichkeit

Mit einem vielleicht auf den ersten Blick unschuldigen Satz macht das BSW Stimmung. Gegen den einzigen jüdischen Staat, die »Zionisten« und damit die Juden

von Imanuel Marcus  06.08.2026

Leipzig

Dobrindt: Deutsche Drohnenabwehr mit Unterstützung Israels

Nach dem Fund einer mit Sprengstoff bestückten Drohne am Leipziger Flughafen kündigte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt verstärkte Anstrengungen gegen hybride Bedrohungen an. Helfen sollen dabei auch die Ukraine und Israel

 06.08.2026

Magdeburg/Halle

Schulze: Hallervorden-Auftritt steht für Meinungsfreiheit

Der Komiker verbreitet Verschwörungstheorien über Israel und relativiert Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine

 06.08.2026

Medien

Wo steckt die palästinensische Opposition?

Zwei taz-Essays erzählen eindringlich von palästinensischer und muslimischer Entfremdung in Deutschland. Sie lassen zugleich einen entscheidenden blinden Fleck im Nahostkonflikts unerwähnt

von Leeor Engländer  06.08.2026

Detroit (Michigan)

Israel-Kritiker El-Sayed gewinnt demokratische Vorwahl für Senat

Der Politiker wird im November gegen den republikanischen Kandidaten antreten. Trump nennt El-Sayed einen »kommunistischen Verlierer, der Juden und Israel hasst«

 06.08.2026

Meinung

»Blaue Moschee« als Gedenkstätte für die Opfer des Islamismus?

Nach der Schließung des eng mit dem iranischen Regime verflochtenen »Islamischen Zentrums Hamburg« wird über die künftige Nutzung des Ortes diskutiert

von Ulrike Becker  06.08.2026