Berlin

»Ein klares politisches Signal«

Dieter Graumann Foto: Rafael Herlich

Berlin

»Ein klares politisches Signal«

Zentralratspräsident Dieter Graumann begrüßt Gesetzentwurf zur religiösen Beschneidung

 04.10.2012 13:42 Uhr

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, hat den Gesetzentwurf zur religiösen Beschneidung als »klares politisches Signal« für das Willkommensein von Juden und Muslimen gewertet. »Wir sind froh, dass jüdische Gebote und damit jüdisches Leben nicht in die Illegalität gedrängt werden«, sagte Graumann am Donnerstag in Berlin. Rechtssicherheit bedeute in diesem Falle zugleich Zukunftssicherung des Judentums in Deutschland.

Familienrecht Die Regelung im Familienrecht sei besonders zu begrüßen, so Graumann weiter, »denn schließlich ist die Brit Mila ein elementarer, identitätsstiftender Bestandteil jüdischer Religion und keine Straftat.« Der Präsident des Zentralrats lobte das Bundesjustizministerium für seine »ausgewogene Vorarbeit, die den mitunter holprigen Weg zu diesem vernünftigen Entwurf geebnet hat.«

»Sicherlich müssen wir hier auch einige Kompromisse eingehen«, sagte Graumann weiter. Dennoch sei die Tatsache, dass die fachgerecht ausgebildeten Beschneider (Mohalim) den Eingriff weiter vornehmen könnten »ein guter und wichtiger Beschluss«. Zudem hoffe er, dass in der Zivilgesellschaft das Verständnis und der Respekt für jüdisches Leben wieder wachse. (ja/epd)

Nahost

US-Botschaftspersonal soll Libanon verlassen

Das amerikanische Außenministerium hat alle Mitarbeiter, die »nicht für den Notfall« benötigt werden, nach Hause beordert

 23.02.2026

Wiesbaden/Mainz 

AfD-Familienbande zwischen Rheinland-Pfalz und Hessen

Vorwürfe der Vetternwirtschaft: Auch zwischen den AfD-Landtagsfraktionen in Mainz und Wiesbaden gibt es familiäre Verbindungen. Nur wegen der Fachkompetenz, betont die Partei

 23.02.2026

Düsseldorf

Proteste gegen Höcke-Reden in NRW - Machtkampf in der AfD

Begleitet von Protesten reist AfD-Politiker Höcke durch NRW. Das stärkt den rechten Flügel der nordrhein-westfälischen AfD - und das kurz vor einem womöglich richtungsweisenden Landesparteitag

von Marc Herwig  23.02.2026

Göttingen

Ehrendoktortitel für Holocaust-Überlebenden Leon Weintraub

Auch Ehrung mit Friedenspreis geplant

 23.02.2026

Teheran

Proteste an iranischen Universitäten halten an

Anfang Januar wurden Massenproteste im Iran brutal niedergeschlagen. Entsprechend verzögerte sich der Beginn des neuen Semesters. Nun startet es mit neuen Demonstrationen

 23.02.2026

USA

Nach Epstein-Vorwürfen: Tucker Carlson entschuldigt sich bei Isaac Herzog

Der rechte Moderator: »Es gibt nichts Schlimmeres, als den Ruf eines unschuldigen Mannes zu beschädigen. Es tut mir leid, angedeutet zu haben, ich wüsste etwas, das ich nicht wusste.«

 23.02.2026

Schwedt

AfD-Lokalpolitikerin verteidigt »aus Versehen« Hitler

Peggy Lindemann teilte einen Beitrag, in dem Juden unterstellt wird, sie würden Kinderblut trinken

 23.02.2026

Berlin

Gedenken an Proteste von 1943 in der Rosenstraße

Der Protest von wahrscheinlich mehreren hundert Frauen in der Berliner Rosenstraße während der zwölfjährigen NS-Diktatur gilt als beispiellos. An den lange vergessenen Widerstand wird am Donnerstag erinnert

 23.02.2026

Nahost

Im Kriegsfall: Vergeltungsschläge des Iran über Stellvertreter erwartet

Nach Einschätzung westlicher Sicherheitskreise würden amerikanische Ziele weltweit ins Visier geraten - sogar in Europa

 23.02.2026