Nahost

US-Militär meldet Angriffe auf Ziele im Iran

Kampfjet im Einsatz (Archivfoto) Foto: picture alliance / abaca

Nach den jüngsten Attacken auf mehrere Tanker in der Straße von Hormus hat das US-Militär Ziele im Iran angegriffen. Das teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) mit. Es sei eine Serie von heftigen Angriffen gestartet worden.

Der israelische Journalist Barak Ravid (»Axios«) schrieb auf X unter Verweis auf einen hochrangigen US-Offiziellen, dass die Angriffe iranischen Luftverteidigungssystemen, der Küstenüberwachung, und Abschussplätzen für Anti-Schiff-Marschflugkörper gegolten hätten.

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Damit solle Teheran einen hohen Preis für die Angriffe auf Handelsschiffe mit zivilen Besatzungen in einer internationalen Wasserstraße zahlen, so die USA. Das Vorgehen des Iran sei unbegründet, gefährlich und ein eindeutiger Verstoß gegen die Waffenruhe gewesen.

Zuvor waren mehrere Tanker in der Straße von Hormus beziehungsweise nahe der strategisch wichtigen Meerenge getroffen worden. Nach Angaben der britischen Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt UKMTO wurde ein Tanker von einer Drohne getroffen und leicht beschädigt. Fast zeitgleich meldete die Behörde einen weiteren Vorfall, bei dem ein Tanker von einem Geschoss getroffen worden sei.

Teheran: Nur vorgesehene Routen sind sicher

Besonders schwere Schäden wurden von dem katarischen Flüssiggas-Tanker »al-Rekajat« gemeldet, der nach Angaben der Schiffsbesatzung von einem »unbekannten Geschoss« getroffen wurde. Katar machte den Iran für den Angriff verantwortlich und sprach von einer Gefahr für die Sicherheit der internationalen Schifffahrt und die weltweite Energieversorgung. 

Unklar blieb zunächst, ob sich einzelne Meldungen auf denselben Vorfall bezogen und wer hinter den Angriffen steckte. Washington macht Teheran verantwortlich für Angriffe auf drei Handelsschiffe. Das iranische Staatsfernsehen erklärte Medienberichten zufolge, ein Flüssiggas-Tanker sei angegriffen worden, nachdem er Warnungen ignoriert habe. Teheran hatte sich zunächst nicht offiziell zu den Vorwürfen geäußert oder Verantwortung reklamiert. Der Iran hatte aber in den vergangenen Tagen wiederholt erklärt, nur die von ihm vorgegebene Route durch die Straße von Hormus sei sicher.

Diplomatischer Prozess stockt

Nach wochenlangen Kämpfen zwischen den USA, Israel und dem Iran war im vergangenen Monat eine vorläufige Vereinbarung erreicht worden, die Raum für tiefere Verhandlungen schaffen sollte. Diese Gespräche stocken derzeit.

US-Präsident Donald Trump hatte Iran zuletzt erneut gedroht und gesagt, es werde entweder ein Abkommen geben oder die USA würden »den Job zu Ende bringen«. Irans Außenminister Abbas Araghtschi erklärte daraufhin, Verhandlungen über ein endgültiges Abkommen würden nicht beginnen, solange Drohungen anhielten. dpa

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